Meine Unruhe um ihrer aller willen ist stetig im Wachsen. HaitiJetzt bleibe ich wie angewurzelt stehen und spaehe hinaus zumEingang der Bucht, wo ich mit meinen immer noch dankenswertscharfen Augen ein Segel zu gewahren glaube. Der Ausblick wirdmir erleichtert dadurch, dass es zu regnen, wenn auch nicht zustuermen, aufgehoert hat. Ja, Gott sei gelobt, es ist ein Segel,es ist Wiglafs und Ethelwulfs Boot! Da sie die schuetzende Buchtwieder erreicht haben, kann man sie als gerettet betrachten, undvielleicht bringen sie mir sogar die erwuenschten Fische herein.
Es ist wirklich stark: kaum schoepfe ich einige Hoffnung auf derMaenner Ueberleben, da denke ich schon wieder an die Fische, derenBedeutung doch durch die Gefahr laengst zu nichts herabgesunkenwar! Welch ein Spielball ist doch des Menschen Herz zwischenZagnis und Uebermut! Nur gut, dass es die Tugend der Fuersorgeist, die mir so bald den Gedanken an die Fische wieder erweckt. -Aber wie ist mir denn? Ich glaube, dort hinten zwei Boote, dichtbeieinander, sich auf den Wellen wiegen zu sehen? Ist das eineTaeuschung meiner Augen, auf die doch im Ganzen guter Verlassist? Nein, weiss es Krist! ich sehe ein Segel und zwei Boote*
Oder sah es doch einen Augenblick so, denn nun scheint das anderesich in Dunst aufzuloesen, oder vom Dunst verschlungen zu werden,und nur das besegelte, auf das es ja einzig auch ankommt, istnoch vorhanden und steuert mit raeumem Winde floht in die Buchtherein. Die Steinbaenke zu meiden hat das gesalzene Bruederpaareine so grosse Uebung und Kunst, dass deswegen meine Sorge gleichNull ist. Sie kommen, sie kommen, sie schiessen nur so, das Se-gel voll Wind schraeg von hinten! Stark waere ich versucht, ih-nen Ho-he, Hoi-ho zuzurufen durch die hohlen Haende, wenn dasnicht ein ungeistlich Benehmen waere. Bei der Landzunge drueben
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