ten und rodeten fleissig, wie auch ich darauf halte, dass meineSchaeflein neben der Gott es Versenkung immer auch einige derbeHand- und Gartenarbeit versehen, zu ihrer redlichen Ermuedung.
Ich selbst natuerlich bin zu alt und wuerdig dazu. Zu alt,nicht zu wuerdig. Das Wort »wuerdig» fluestert nur der Teufelmir ein, um meine Demut zuschanden zu machen, welche ohnediesstets gewissen Gefahren preisgegeben ist, weil ich erfreulicherWeise als infulierter Abbot der erste Mann auf der Insel bin,ueber dessen Hand sich jeder neigt, der ihm begegnet. Ob dieseLeute wirklich vor Zeiten dadurch zum Kristentum bekehrt wurden,dass eine schon aufgeklaerte Jungfrau, die sie einem Drachenopfern wollten, welcher die Insel verheerte, diesem das Kruzifixentgegenhielt, sodass er, nachdem er noch einmal Feuer und Dampfaus seinem Rachen gestossen, sich auf die Seite legte und starb?Es heisst, davon seien alle so beeindruckt gewesen, dass sie sichsogleich allesamt zu Jesum bekannt haetten. Ich kann die Ge-schichte kaum glauben,*' denn wie sollte ein Drache auf diese Inselkommen, und aus welchem Ei sollte er gekrochen sein? Ich vermagmir einfach einen Drachen, der Jungfrauen zum Opfer nimmt, dahiernicht vorzustellen. Aber das ist vielleicht nur ein suendlicherMangel an Einfalt, wenn mir auch, auf die Gefahr hin, dass ichdamit in des Hochmutsteufels Kueche komme, ein gewisser Unter-schied zwischen dem, was ein gelehrter Mann glauben soll, unddem Glauben des vulgus vor Gott gerechtfertigt scheint. Nebenbeigedacht, und zwar mit Sorge gedacht, steht das Kristentum derLeute hier nicht einmal auf den festesten Fuessen, ob nun einDrache war oder nicht, und gerade darum ist es ein so grosserSegen, dass wir Erueder hier auf der Glaubenswacht stehen inAgonia Dei„ Denn ein Erworbenes kann wieder verloren gehen, wie
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