und Fuersorge wegen, mit einmuetiger und zutraulicher Ehrfurchtzu ihrem Abte Gregorius auf, wie zu einem Vater; und so ist es,wie der Gelehrte weiss, ja nach dem Sinn der Sprache.
Abt Gregorius ist als ein einnehmender Mann von maessigerStatur zu schildern, dessen volles, sorgfaeltig geschabtes Ge-sicht mit kleinem Mund und gerundet vorstehender Unterlippe voneinem schoen polierten Glitz- und Glatzschaedel ueberwoelbt war*Krauses Grauhaar stand an den Schlaefen davon ab* Sein Ordens-kleid, geguertet mit einem sauber gedrehten Strick, durch den derRosenkranz gezogen war, wurde von einem anstaendigen Bauchraenz-lein gehoben, das eher als Ausdruck guten Gewissens, denn als Be-schwernis wirkte, nichts nahm es der Tournuere des Abtes an ge-faelliger Beweglichkeit, bemerkenswert fuer seine Jahre, derenes fuenfzig waren* Dass Traegheit und weichliche Selbstschonungnicht seine Sache waren, erweist sich dadurch sogleich, dass wirihn eines sehr fruehen Morgens bei mehr als unfreundlichem Wetter(denn die Wolken hingen tief und triefend, und es stuermte haess-lich aus Nord-Nord-West) ganz allein unterwegs finden hinab zumStrande, die hufeisenfoermige Bucht umwandelnd, welche auf dieserSeite in die Insel einschneidet, und in die das Meer seine anvorgelagerten Steinbaenken sich brechenden Wogen rollt. ImRuecken sein Kloster, dessen Baulichkeiten sich, von Regen ver-schleiert, gegen einen Streifen dunklen Gehoelzes abzeichneten,schritt der Abt, seinen langen Stab voransetzend, mit geschuerz-ter Kutte im nassen Sande dahin, oft zwischen allerlei Felsge-ruempel hindurch, das dort brockig und klotzig, wenn nicht zuSchutt zerkleinert, herumlag. Um die Schultern trug er zumSchutz gegen die Naesse eine Pilzdecke, die er vorn mit der Handzusammenhielt, und hatte auf den Kopf einen ganz ungeistlichen
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