man ihm hoeflich auswich, ihn zum Schein durchstossen liess durchdie ganze Gegenschar, weil er des Herzogs Sohn, und wie die DamenSibylla, seine holde Schwester, die rasch und lachend atmete, be-glueckwuenschten zu seinem Siege.
Dass es ein Scheinsieg war, troestet mich etwas darueber,dass ich mit solcher Scheingelaeufigkeit von Dingen rede, die mirnicht angehoeren. Heiss aber wird man auch von truegerischemSiege, und heiss und stolz, weil man so hoeflich gegen ihn gewe<-sen, kam Wiligis zurueck auf die Burg und trat vor seine Schwes-ter, die auch ganz gut wusste, dass abgesprochene Ruecksicht ge-waltet hatte und trotzdem, oder gerade deshalb, ebenso heiss undstolz war wie er. Wollt ihr wissen, wie das Fraeulein zur Feierdes Tages gekleidet war, so war sie angetan mit einem Kleide, sogruen wie Gras, aus Assagauker Sammt, schoen weit und lang undluxurioes gerafft, und wo es vorn in breiten Falten gerafft war,sah man, dass das Futter aus roter und das Unterkleid aus weisserSeide war. An ihrem elfenbeinfarbenem Halse schloss es rund undwar, wie an den Handgelenken, mit Perlen und Steinen gesaeumt,die tiefer auf der Brust zu einem breiten Geschmeide zusammen-traten, Dicht besetzt mit Edelsteinen war auch ihr Guertel, undder Jungfrauenkranz in ihrem offenen Haar, er ebenfalls, bestand
aus kleinen Rubinen und Granatstein gruen und rot. Da mag wohl
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Neid ankommen manche Maid, wie ich das Herzogskind beschreibe,auch wegen der Laenge ihrer Wimpern, zwischen denen die blau-schwarzen Augen spielten, ferner weil ich, die eigenen Augenmoenchisch niederschlagend, berichte, dass unter Sammt und Stei-nen ihre Brust schon bluehend wogte, nicht zu schweigen von derganz ausserordentlichen Schoenheit ihrer Haende, - kaum kleinerwaren sie als die des Bruders, aber ueberaus fein von Knoecheln,
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