oder in dieser Art, - ob das eine strengere Form waere, als diegrammatisch gediegene Prosa, in der ich jetzt sogleich meineGnadenmaer vortragen und sie so musterhaft ausgestalten undgueltig darstellen werde, dass viele Spaetere noeh, Franzosen,Angeln und Deutsche, daraus schoepfen und ihre Rimelein daraufmachen moegen.
Soviel vorausgesandt, beginne ich wie folgt.
Grimald und Baduhenna
Vor Zeiteh war ein Herzog in Flandern und Artois, Grimald mitNamen* Sein Schwert hiess Eckesachs. Sein kastilianisch Leibrosswar Guverjorss genannt. Geborgener schien kein Fuerst in GottesGunst, als dieser, und kuehnlich ging hin sein Blick ueber dieihm erblich angestorbenen Lande mit fetten Staedten und starkenBurgen, ruhte, von Selbstachtung streng, auf seiner maisnie undKnappenschaft nebst Laeufern, Koechen, Kuechenjungen, Posaunern,Tambours, Fiedlern und Flutisten, auf seinem Leibgesinde, be-stehend aus zwoelf Knaben erlauchten Stammes und suesser Sitten,darunter auch zwei Sarazenensoehne, die wegen ihres GoetzenMohammed zu haenseln er ihren kristlichen Kumpanen nicht erlaubte.Wenn er mit seinem Weibe Baduhenna, der hohen Dame, zur Kircheoder zu festlicher Tafel schritt, so sprangen diese Pagen, Zuzweien sich an den Haenden haltend, in bunten Struempfen vor ihnenher, indem sie die Fuesse kreuzweis setzten und die Koepfewiegten.
Seine Stammburg, wo Herzog Grimald meistens Hof hielt, warChastel Belrapeire und lag auf den Hoehen des Schafe naehrendenArtois, von ferne anzusehen wie auf der Drechselbank gedreht mitihren Daechern, SoeIlern, Vorfesten und turmverstaerkten Mauer-
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