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ragt, auf einem flachen Podium eine vergoldete Gips-säule, deren Kapitäl von einer blutrot-seidenen Altar-decke überhangen wurde. Und darauf ruhte ein Stapelbeschriebenen Papiers in Folioformat: Daniels Pro-klamationen. Eine Helle, mit kleinen Empirekränzen be-druckte Tapete bedeckte die Mauer und die schrägenTeile der Decke; Totenmasken, Rosenkränze, eingroßes, rostiges Schwert hingen an den Wänden; undaußer dem großen Napoleonbildnis waren in ver-schiedenartiger Ausführung die Porträte von Luther,Nietzsche, Moltke, Alexander dem Sechsten, Robes-pierre und Savonarola im Raume verteilt...
„Dies alles ist erlebt," sagte Maria Josefa, indemsie die Wirkung der Einrichtung in dem respektvollverschlossenen Gesicht des Novellisten zu erforschensuchte. Aber unterdessen waren weitere Gäste ge-kommen, still und feierlich, und man fing an, sich ingemessener Haltung auf Bänken und Stühlen nieder-zulassen. Es saßen dort jetzt außer den zuerst Ge-kommenen noch ein phantastischer Zeichner mit greisen-haftem Kindergesicht, eine hinkende Dame, die sichals „Erotikerin" vorstellen zu lassen pflegte, eine un-verheiratete junge Mutter von adeliger Herkunft, dievon ihrer Familie verstoßen, aber ohne alle geistigenAnsprüche war und einzig und allein auf Grund ihrer
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