Schwestern dorthin. Sie führten seit dem Tode derMutter sich und ihrem Bruder allein die Wirtschaftin dem alten Hause, in dessen Besitz sie sich mit ihmteilten.
Verheiratet waren sie leider noch immer nicht;aber sie waren längst in einem Alter, in dem mansich bescheidet, denn Friederike, die Älteste, hattesiebzehn Jahre vor Herrn Friedemann voraus. Sieund ihre Schwester Henriette waren ein wenigzu lang und dünn, während psiffi, die Jüngste,allzu klein und beleibt erschien. Letztere übrigenshatte eine drollige Art, sich bei jedem Wort zuschütteln und Feuchtigkeit dabei in die Mundwinkelzu bekommen.
Der kleine Herr Friedemann kümmerte sich nichtviel um die drei Mädchen: sie aber hielten treu zu-sammen und waren stets einer Meinung. Besonderswenn eine Verlobung in ihrer Bekanntschaft sichereignete, betonten sie einstimmig, daß dies ja sehrerfreulich sei.
Ihr Bruder fuhr fort, bei ihnen zu wohnen, auchals er die Holzhandlung des Herrn Schlievogt verließund sich selbständig machte, indem er irgendein kleinesGeschäft übernahm, eine Agentur oder dergleichen,was nicht allzuviel Arbeit in Anspruch nahm. Erhatte ein paar Parterreräumlichkeiten des Hausesinne, damit er nur zu den Mahlzeiten die Treppehinaufzusteigen brauchte, denn hin und wieder litter ein wenig an Asthma.