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Der kleine Herr Friedemann
Entstehung
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^»1 ls er sieben Jahre alt war, ward er zur Schulegeschickt, und nun vergingen die Jahre ein-förmig und schnell. Täglich wanderte er, mir derkomisch wichtigen Gangart, die Verwachsenenmanchmal eigen ist, zwischen den Giebelhäusern undLäden hindurch nach dem alten Schulhaus mit dengotischen Gewölben; und wenn er daheim seineArbeit getan harre, las er vielleicht in seinen Büchernmit den schönen, bunten Titelbildern oder beschäf-tigte sich im Garten, während die Schwestern derkränkelnden Mutter den Hausstand führten. Auchbesuchten sie Gesellschaften, denn Lriedemannsgehörten zu den ersten Preisen der Stadt; abergeheiratet hatten sie leider noch nicht, denn ihr Ver-mögen war eben nicht groß, und sie waren ziemlichhäßlich.

Johannes erhielt wohl ebenfalls von seinen Alters-genossen hie und da eine Einladung, aber er hattenicht viel Freude an dem Verkehr mit ihnen. Ervermochte an ihren Spielen nicht teilzunehmen,und da sie ihm gegenüber eine befangene Zurück-haltung immer bewahrten, so konnte es zu einerKameradschaft nicht kommen.

Es kam die Zeit, wo er sie auf dem Schulhofeoft von gewissen Erlebnissen sprechen hörte; auf-merksam und mit großen Augen lauschte er, wie sievon ihren Schwärmereien für dies oder jenes kleineMädchen redeten und schwieg dazu. Diese Dinge,sagte er sich, von denen die anderen ersichtlich ganz

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