im Tun und Lassen! Denn das Bündig-Bindende ist es undKurzgefasste, der Fels des Anstandes, und Gott schrieb’s inden Stein mit meinem Griffel, lapidar, das A und O des Men-schenbenehmens. In euerer Sprache hat er’s geschrieben, aberin Siegeln, mit denen man notfalls alle Sprachen der Völkerschreiben kann; denn Er ist der Herr allenthalben, darum istsein das ABC, und seine Rede, möge sie auch an dich ge-richtet sein, Israel, ist ganz unwillkürlich eine Rede für alle.«
»In den Stein des Berges metzte ich das ABC des Men-schenbenehmens, aber auch in dein Fleisch und Blut soll esgemetzt sein, Israel, sodass jeder, der ein Wort bricht vonden zehn Worten, heimlich erschrecken soll vor sich selbstund vor Gott, und soll ihm kalt werden ums Herz, weil eraus Gottes Schranken trat. Ich weiss wohl, und Gott weisses im voraus, dass seine Gebote nicht werden gehalten wer-den; und wird verstossen werden gegen die Worte immer undüberall. Doch eiskalt ums Herz soll es wenigstens jedem wer-den, der eines bricht, weil sie doch auch in sein Fleisch undBlut geschrieben sind und er wohl weiss, die Worte gelten.«
»Aber Fluch dem Menschen, der da aufsteht und spricht:»Sie gelten nicht mehr.« Fluch ihm, der euch lehrt: »Auf, undseid ihrer ledig! Lügt, mordet und raubt, hurt, schändet undliefert Vater und Mutter ans Messer, denn so steht’s demMenschen an, und sollt meinen Namen preisen, weil ich euchFreiheit verkündete.« Der ein Kalb aufrichtet und spricht:»Das ist euer Gott. Zu seinen Ehren tuet dies alles und drehteuch ums Machwerk im Luderreigen! < Er wird sehr stark sein,auf goldnem Stuhl wird er sitzen und für den Weisesten gel-ten, weil er weiss: das Trachten des Menschenherzens ist bösevon Jugend auf. Das aber wird auch alles sein, was er weiss, undwer nur das weiss, der ist so dumm wie die Nacht, und wäreihm besser, er wäre nie geboren. Weiss er doch von dem Bunde
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