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Das Gesetz
Entstehung
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auszögen zum Opferfest, die Weiber, Kinder und Herdenaber sollten Zurückbleiben. Mose nahm das nicht an: Mit jungund alt, mit Söhnen und Töchtern, Schafen und Rindernmüsse man ziehen, denn es gelte ein Fest des Herrn. Da be-willigte Pharao auch Weiber und Brut und nahm nur dasVieh aus, das sollte zum Pfände bleiben. Aber Mose fragtedagegen, woher sie denn Schlacht-und Brandopfer nehmensollten zum Fest, wenn ihnen das Vieh fehle? Nicht eine Klaue,verlangte er, dürfe dahinten bleiben,—wodurch recht klarwurde, dass es sich nicht um Urlaub, sondern um Auszughandelte.

Wegen der Klauen kam es zwischen der ägyptischen Ma-jestät und Jahwe’s Beauftragten zu einer letzten stürmischenSzene. Mose hatte während der ganzen Verhandlungen gros-se Geduld bewährt, doch ebenso, wie diese, lag fäusteschüt-telnder Zornmut in seiner Natur. Es kam dahin, dass Pharaoes auf alles ankommen liess und ihn buchstäblich aus demSaale jagte. »Fort«, rief er, »und hüte dich, mir je noch ein-mal vor Augen zu kommen. Wo doch, so sollst du des Todessterben.« Da wurde Mose, der eben noch hoch erregt ge-wesen, vollkommen ruhig und antwortete nur: »Du hast esgesagt. Ich gehe und will dir nicht mehr vor die Augen kom-men.« Woran er dachte bei diesem furchtbar gelassenen Ab-schied, war nicht nach seinem Sinn. Aber Joschua und Kaleb,die Jünglinge, nach deren Sinne war es.

VIII

Dies ist ein dunkles Kapitel, in halben, verhüllten Wortennur abzufassen. Es kam ein Tag, besser gesagt: eine Nacht,eine arge Vesper, wo Jahwe umging, oder sein Würgengel,

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