Verivsitat, erhöhte
entzogen wäre, am HLuflgsten aber beobach-tet man denselben in Lea Organen de« Un-terleibes, im Gemeingefühl und Gemüth.Di« Verbauung iS gestört, Magevkrämpfe,Kolikschmerzen Verstopfung, aufgetrieben«,Unterleib, krankhaft veränderte Absonde,rang der Galle, de» Schleims, Krankheitender Leber, Mil;, de» Magen«, entspringensehr häufig au« erhöhter V. Das Gemttn-gesühl und Gemüth sind gestört, daherhypochondrische und hysterische Beschwerden,schmerzhafte uub andere lästige Empfindun-gen, Schwächegefühl, verändert« Triebe uudInstinkte, Launen, Verdrießlichkeit, Trau-rigkeit. Melancholie und Lebensüberdruß.Der Schlaf ist nicht erquickend, flieht amAbend und dehnt sich in den Lag hinein.Zuweilen entstehen Kopfschmerz, Schwin-del, Schlagfluß und chronische Seelenstö-rungen daraus. Die Muskel« und jedeandere Bewegung ist träge, ln der Respi-ration bemerkt man Engbrüstigkeit, DyS-pnöe, Husten, vermehrte Schlcimabsonde-rang, da« Herz schlägt in der Regel lang-sam , in manchen Fällen bei vermehrtenBlutandrange treten Pulsationen ein; derArterienpuls ist gewöhnlich langsam, kleinund träge, bisweilen intermittirend. Da«Fett häuft sich in großer Menge an, dieAbsonderungen sind gewöhnlich sehr verän-dert, besonder- der Harn; e« ist Neigungzur Bildung von Gallen-, Nieren- undBlasensteinen vorhanden u. s. w. DieseKrankheitserscheinungen verbinden sich aufmanmchfache Weis« mit einander, manchevon denselben treten als selbstständige ein-zelne Krankheiten auf, di« Hypochondrie,die Hysterie, gastrische, gallige, Schlcimsie«der, Entzündung wichtiger Organe, Hä-morrhoiden, Blutbrechen, Fleckkrankhcit,Faulfieber, Sicht, Steinkrankhett, Stockun-gen und organische Fehler. Ja der gemein-schaftlichen Quelle liegt der Grund davon,baß diese Krankheiten sich unter einanderauf sehr mannichfaltig« Weife verbinden.Der Verlauf der erhöhten V. ist einer derlangwierigsten, sie verliert sich selten gänz-lich wieder. Zwar wird durch mehrere vonden genannten Kraakheitserscheinungen der-'"stand verbessert, ». B. kurch einen regel-tnäßtgen Gichtanfall, durch gastrische, gal-lig« Fieber u. s. w.; da aber die Ursachender erhöhten V. gewöhnlich fortdauern, soAlbet sich hg, Uebel immer wieder aus,bl« die Blutmischuvg noch mehr leidet, or-ganische Fehler hinzukommea und der Zu-stand endlich durch Abzehrung oder Wasser-sucht m den Tod übergeht. Die Cur der«höhten V. besteht hauptsächlich in Gnt-scrnunq und Bermeidung der schädlichen«lnfluffe, der Beförderung der Ee- und. ««llon, besonder- det Unterleibes, wor«uberdle spccielleTherapie die genauer»Vor-schriften er,heilt., (/>-,.)
Vsntsr 749
Venösa (Geogr.), Stadt und Fürsten-thum in der Provinz Basilicata (König-reich Neapel), hat Kathedrale, 6 andereKirchen, 7 Klöster, Bischof, gegen 4000Ew., ist auf der Stelle des alten Benusium,Geburtsort de« Horatius, erbaut.
Vsnöoo-norvoourn föliunr
fbot. Nomencl.), AderrippigeS Blatt, aufdessen Fläch» mehrere von der Basis ent-springende, dann aber in unregelmäßig«Aeke sich zertheileate Gefäße sichtbar sind.
Venoste« (a. Geogr.), Alpenvolk knder Vsnusr» v »11 i» (j. Vinstgau).
Vsnoourn föliuin (bot. Nomencl.)»geaderteSBlattr dessen netzförmig zcr.theilt« Gefäß« aus der Mittelrippe ent-springen; auch überhaupt, dessen Gesäßesich sehr verästeln, und sichtbare Anastomo«sea bilden; auch bessen Adern ziemlich ge-rade und stark heroortretend sind. V--no-»,a iameUas, am Hymenium derSchwämme aderige Blättchen, di«nur erhabenen Adern gleichen, wie bei Me-rulius. (.du.)
Venray (Geogr.), Dorf im BezirkRoermonde der Provinz Limburg (Nieder-lande), hat große Tuchmachermanufacturen,und mit dem benachbarten Orstrum, ge-gen 4000 Ew.
Vsnts (itak.), I) sd v. w. Verkauf,platz, Kaufladen; 2) bei den Carbonari»(s. d.), so v. w. Loge.
Benta (a. Geogr.), 1) V. Lslxa.rurn, Stadt in Britannien, j. Win-chester; L) V- losnoruin (V. 6 Inas-noruio'» Stadt in Britannien; j. Lynn,nach Andern Caster; 3) V. Lilurum,Stadt in Britannien; f. Caer-Gwend.
Ventadour (Bernhard v.), f. Bern.Harb SI).
Ventarölen, tn Italien Höhlen,welche im Sommer als Keller benutztwerden.
Ventenatia, 1) (v. <7ao.) Pflanzen-gattung, als solche nicht anerkannt, sondernin ihren Arten zu Astroloma u. Melichru«gezogen. V. 8irnrii, ebenfalls nicht alsselbstständige Pflaüzengattung angenommen,in ihren Arten zu Stylidium gezählt. 2)(v. ls>ot. Leauv.), Pflanzengattung au« dernatürlichen Familie der Tttiaceen zur 1.Ordnung der Jkosandrie des Linn. Sy-stems gehörig. Art: v. glxno«, mit 2—S Zoll breiten schön rothea, ILblätteri'genBmmen, in Nordafrica heimi'ch, in euro-päischen Pflanzensammlungen als Zier-pflanze cultivtrt (6--.)
V«nrsr (lat.), 1) bei älteren Anato-men, jede der 3 großen Höhlen des Kör-pers. welche alt V. «uxerior (Kops-). V.ineliiu» (Brust»), V. inferior (Bauch-höhle) unterschieden werden; 2) inobes. derUnterleib (s. Bauch); 3) die Gedärme, undbesonder- der Mage»; 4) die Gebärmutter;