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22 (1835) Stadt bis Tenn
Entstehung
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Tempel

stellte man zur Verzierung Statuen, Ba-sen und andre Ztcrrathen, und damit dieseauf der schiefen Fläche stehen konnten, sowurden auf der Spitze des Giebel» undan den Ecken Akroterien (s. d. S) ange-bracht. Früher ließ man da» Giebelfeldleer, an den später» Tempeln, besonder«die nach den persischen Kriegen erbaut wur-den, wurden sie mit erhabener Bildhauer-arbeit geschmückt. Stufen batten die äl-teste» T-, weil man sie meist auf Bergenanlegie, nicht, erst dann, wie neben die-selbe andere Häuser gebaut wurden, mußteman auf ein Mittel sinnen, die T. vorden übrigen Gebäuden hervorragcn zu las-sen. Daher bekamen sie einen Unterbauund nun mußten Treppen zu ihrem Ein-gänge führendoch baute man meist, undbei den Griechen stet« um den ganzen T.Stufen, und erst in der später» Zeit undzwar bei den Römern erst nur an die vor-dere Fronte. Die Anzahl derselben wargewöhnlich 3, auch S, aber meist ungerade,damit, wie man glaubt, di« Auisteigendendie erste Stufe und auch den Fußboden de«Pocticu« zuerst mit dem rechten Fuße be-traten. Bet den Tempeln, welche nur ander vorder» Fronte Stufen hatten, wur-den die übrigen 3 Selten de« Unterbauetwie ein Postament verziert. Der Peri-bolos, d. h. der durch eiae Mauer ein-geschloffenen Platz um manche T-, wurdemeist mit Staluen, Altären und Monu-menten besetzt, doch standen auch in man-chem noch andere T>, so daß der Peribo-lo» mehr ein Hain al« ein bloßer Borhofwar. Sonst finden sich auch T. ange-führt, weiche in Hainen standen und vonBäumen umgeben waren. Die Thürenzu den Tempeln waren gewöhnlich läng,lrch viereckig und so hoch, daß ihre Ver-dachung die Höhe der Capitäl« der Por,ticuSsäulen erreichte; s. übrigen« Thür.Fenster hatten die Zellen eigentlich frü-her nicht, sondern sie bekamen ihr Lichtentweder durch die geöffneten Thüren, odersie mußten durch Lampen erleuchtet wer-den ; bei dem Hypaithro« kam da- Lichtdurch das effene Dach; die Tempellam-pen unlerschirden sich von Lenen zu gewöhn-lichem Gebrauche thcil« durch die kostbareMaterie, theil« durch schöne Arbeit; sie wa-ren gewöhnlich aufgehangcn, wurden jedochauch auf Candelaber gestellt. 3) (Gesch.).Die T. waren natürlich nach den Rationensehr verschieden, In Aegypten fan.den sich T. von einfach grandiosem Style,aber ohne iunere Einheit; Alleen von Wid-der- oder Ephinxkoloffen, auch Colonnadenbildeten den Zugang zu ihnen, davon findensich zuweilen noch Vortempel beigeordnet,»Gottheiten; vor der Hauptmasse der T.standen gewöhnlich 2 Obelitken (s. d.) al«Denkpftiler der Weihung. Oie Richtung der

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Anlage folgt« nicht durchaus in gerader Li-nie: die Hauptgebäude begannen mit pyra-midalischen Dvppelthüren (Pylonen) oderFlügelgebäuden, zwischen ihnen war dirThür; nach ihnen vo» Lenen man nicht weiß,ob sie al« Bollwerk de« Eingang«, oderzu astronomischen Beobachtungen dienten,folgte gewöhnlich ein Vorhof von Säulen-gingen, Nebcutempeln und Priesterwohnun-gen umgeben; ein zweiter Pylcn führte nunerst in den vordersten Thnl de« Tempel«,welcher in einer von Mauer» umschlossenenSäulcntzalle bestand; Licht erhielt dieselbedurch kleine Fenster im Gebälke, oder durchOeffnungen im Dache. Hieran schloß sich dirZelle, niedrig, ohne Säulen, meist von meh-reren Mauern «ingefaßt, oft in verichiedenek:eine Capellen gelheilt, mit Behältern fürIdole und Lhiermumico, di« au« einemStein gearbeitet waren So war z. B. derPhihatempel in Memphis (von Herodoto«gesehen und beschrieben) gebaut. Diel« An-lage wurde bisweilen erweitert, bisweilenzusammengezogen p auch die Zelle bisweilenmit Säulen umgeben. 3» Bezug auf da»Anbringen der Säulen herrscht hier durch-gängig die Regel, daß sie nur iuuerhalbder Mauern stehen können; stehen sie nachaußen, so sind sie mit Brüstungen verbundenund vertreten selbst die Stelle einer Mauer.Die Aegypter kannten also keinen Peri-ptero«. Die starken, nur nach Innen senk-recht , nach außen gegen den Fußbodenschräg zulaufenben (unv bisweilen 24 Fußdicken), aus (meist) Saudquadern zusam-mengesetzten Mauern, waren glatt behauen,die ebene äußere Fläche rahaikiiartlg voneinem Rundstabe (s. Glied !L) eingefaßt,über demselben erhob sich der Sim« miteiner vorlpringenden platten Kranzleisteund einer Hohlkehle darunter, die überden Eingängen mit der geflügelten Ku-gel verzierr wurde; wo die Kranzlei-sie doppelt vorhanden war, da war dieFläche zwischen beiden in der Form vonkleinen Schlangen zugehaucn; da« Gesimsbildete zugleich eine Brüstung gegen dieFläche der Decke, die aus quergelegtenStetnbalken und elngefügreu Platten be-stand, übrigen« ganz einfach war. DieSäulen (s. d.) waren schlanker alt die alt-dorischen , eng gestellt und hatten Basenau« kreisförmigen Platten; die Sculptur-verzkerungen an ihnen erhielten selbst indenselben Tempeln die mannichfaltigstenModificationen. Wo außer den Säulennoch Pfeiler standen, da trugen sie eigent-lich weniger da« Gebälk, als hielten ange-lehnte Figuren. Ueber den Säulen lagda« Architrav mit dem Runbstabe, wodurchdie Einheit mit der Mauer hergcstelltwurde. Al» rin Zubehör der Tempelarchi-tektur in Aegypten sind die Obelisken (t.d.) zu betrachten, insofern sie al« Denk-

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