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hervorbrachte. Den tiefsten Eindruck von DoktorGiesekes Auseinandersetzungen hatte ihr ein Para-graph gemacht, der von einem etwaigen im Dotal-grundstück gefundenen „Schatze" handelte, welcherals Bestandteil des Dotalvermögens anznsehen undnach Beendigung der Ehe herauszugeben sei. Vondiesem Schatze, der gar nicht vorhanden war, erzähltesie aller Welt: Jda Jungmann, Onkel Justus, derarmen Klothilde, den Damen Buddenbrook in derBreitenstraße, die übrigens, als ihnen die Ereignissebekannt geworden waren, die Hände im Schoße zu-sammengeschlagen und sich angeblickt hatten: starrvor Erstaunen, daß ihnen auch diese Genugthuungnoch zuteil wurde. . . Therese Weichbrodt, derenUnterricht Erika Grünlich nun wieder genoß, undsogar der guten Madame Kethelsen, die aus mehrals einem Grunde nicht das Geringste davon be-griff . . .
Dann kam der Tag, an dem die Scheidung rechts-kräftig und endgültig ausgesprochen wurde, an demTony die letzte notwendige Formalität erledigte, in-dem sie sich von Thomas die Familienpapiere erbatund eigenhändig das neue Faktum verzeichnete. . .und nun galt es, sich an die Sachlage zu gewöhnen.
Sie that es mit Tapferkeit. Sie überhörte mitunberührbarer Würde die wunderbar hämischen klei-nen Pointen der Damen Buddenbrook, sie über-sah auf der Straße mit unaussprechlicher Kälte dieKöpfe der Hagenströms und Möllendorpfs, die ihrbegegneten, und sie verzichtete gänzlich auf das ge-