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Um sechs Uhr nachmittags kam der Konsul herauf.Er begab sich ins Landschaftszimmer, woselbst ereine lange Unterredung mit seiner Mutter hatte.
„Und wie ist sie?" fragte er. „Wie benimmtsie sich?"
„Ach, Tom, ich fürchte, sie ist unversöhnlich . . .Mein Gott, sie ist so sehr gereizt. . . Und danndieses Wort. . . wenn ich nur das Wort wüßte,das er gesagt hat. . ."
„Ich gehe zu ihr."
„Thu' das, Tom. Aber klopfe leise, daß sie nichterschrickt, und bleibe ruhig, hörst du? Ihre Nervensind in Unordnung . . . Sie hat fast nichts gegessen. . . Es ist ihr Magen, weißt du. . . Sprich mitRuhe zu ihr."
Rasch, mit gewohnheitsmäßiger Eile immer eineStufe überspringend, stieg er die Treppe zur zweitenEtage empor, indem er sinnend an seinem Schnurr-bart drehte. Aber schon während er pochte, helltesein Gesicht sich auf, denn er war entschlossen, dieAngelegenheit so lange wie nur möglich mit Humorzu behandeln.
Er öffnete auf ein leidend klingendes Herein undfand Frau Permaneder vollständig angekleidet aufdem Bette liegend, dessen Vorhänge zurückgeschlagenwaren, das Plumeau hinter dem Rücken, ein Fläsch-chen mit Magentropfen neben sich auf dem Nacht-tischchen. Sie wandte sich ein wenig, stützte denKopf auf die Hand und sah ihm mit einem schmollen-den Lächeln entgegen. Er verbeugte sich sehr tief,