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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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ältlich, still, dürr und selbst nach Tische noch hungriginmitten der Glücklichen saß:

Na, Thilda, nun heiraten wir anch bald; dasheißt. . . jeder für sich!"

9 .

Ungefähr sieben Monate später kehrte KonsulBuddenbrook mit seiner Gattin aus Italien zurück.März-Schnee lag in der Breitenstraße, als fünf Uhrnachmittags die Droschke an der schlichten, mit Öl-farbe gestrichenen Fapadc ihres Hauses vorfuhr. Einpaar Kinder und erwachsene Bürger blieben stehen,um die Ankömmlinge aussteigen zu sehen. Frau An-tonie Grünlich stand, stolz auf die Vorbereitungen,die sie getroffen, in der Hausthür, und hinter ihrhielten sich, gleichfalls zum Empfange bereit, mitWeißen Mützen, nackten Armen und dicken, gestreiftenNöcken, die beiden Dienstmädchen, die sie ihrer Schwä-gerin kundig erwählt hatte.

Eilfertig und erhitzt von Arbeit und Freude liefsie die flachen Stufen hinunter und zog Gerda undThomas, die in ihren Pelzen den mit Koffern be-packten Wagen verließen, unter Umarmungen in denHausflur hinein. . .

Ta seid ihr! Ta seid ihr, ihr Glücklichen,die ihr so weit herumgekommen seid! Habt ihr dasHans gesehen: auf Säulen ruht sein Dach? . . .Gerda, du bist noch schöner geworden, komm, laßmich dich küssen. . . nein, auch auf den Mund...