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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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von graublauen Wolken daran herauf, dick und weichwie Kissen.

Tom fügte hinzu:

Ich finde auch, der Regen käme höchst erwünscht.Wir würden verschmachten, wenn wir in dieser Luftmarschieren müßten. Es ist eine unnatürlicheWärme. Ich habe dergleichen in Pan nicht ge-habt ..."

In diesem Augenblick trat Jda Jungmann, diekleine Erika an der Hand, ins Zimmer. Das Kindstak in einem frisch gesteiften Kattunkleidchen, ver-breitete einen Geruch von Stärke und Seife undsah sehr drollig aus. Es hatte ganz die rosige Ge-sichtsfarbe und die Augen des Herrn Grünlich; aberdie Oberlippe war diejenige Tonys.

Tie gute Jda war schon ganz grau, beinahe weiß,obgleich sie kaum die Vierzig überschritten hatte.Aber das lag in ihrer Familie; auch der Onkel,welcher am Schluckauf zu Gruude gegangen war,hatte mit dreißig Jahren schon weißes Haar gehabt;übrigens blickten ihre kleinen braunen Augen treu,frisch und aufmerksam. Sie war nun zwanzig Jahrebei Buddenbrooks und empfand mit Stolz ihre Un-entbehrlichkeit. Sie führte die Aufsicht über Küche,Speisekammer, Wäscheschränke und Porzellan, siemachte die wichtigeren Einkäufe, sie las der kleineuErika vor, machte ihr Puppenkleider, arbeitete mitihr und holte sie, bewaffnet mit einem Packet vonbelegtem Franzbrot, mittags von der Schule ab,um mit ihr auf dem Mühlenwall spazieren zu gehen.