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seits eine schwerere Robe aus grauer, gerippter, mitschwarzen Spitzen besetzter Seide trug. Die Endenihrer aus Spitzen und steifem Tüll gefertigten Haube,die unterm Kinn mit einer Atlasschleife zusammen-gefaßt waren, sielen auf die Brust hinab. Ihr glatt-gescheiteltes Haar war unveränderlich rotblond. Siehielt einen Pompadour in ihren beiden weißen undzartblau geäderten Händen. Neben ihr im Fauteuillehnte Tom und rauchte seine Cigarette, währendam Fenster Clara und Thilda einander gegenüber-saßen. Es war unfaßlich, wie völlig erfolglos diearme Klothilde täglich so gute und reichliche Nah-rung zu sich nahm. Sie wurde beständig magerer,und ihr schwarzes Kleid, welches überhaupt garkeinen Schnitt hatte, beschönigte diese Thatsache nicht.In ihrem langen, stillen, grauen Gesicht unter demglatten, aschfarbenen Scheitel stand eine gerade undporöse Nase, die sich vorn verdickte ...
„Meint ihr, daß es nicht regnen wird!" sagteClara. Das junge Mädchen hatte die Gewohnheit,bei einer Frage niemals die Stimme zu erheben,und sah mit einem bestimmten und ziemlich strengenBlick jedem Einzelnen ins Gesicht. Ihr braunesKleid war lediglich mit einem kleinen, weißen, ge-stärkten Fallkragen und eben solchen Manschettengeschmückt. Sie saß aufrecht, die Hände im Schoßeznsammengelegt. Die Dienstboten fürchteten sie ammeisten, und sie hielt morgens und abends die An-dacht ab, denn der Konsul konnte nicht mehr vorlesen,ohne sich Beschwerden im Kopf zu verursachen.