sulin hatte ihre Seidenstickerei sinken lassen und sahlächelnd der kleinen Clara zu, die mit Jda Jung-mann auf dem Rasenplatze Veilchen suchte, dennes gab zuweilen Veilchen dort. Tony hatte denKopf in beide Hände gestützt und las versunken inHoffmanns „Serapionsbrüdern", während Tom siemit einem Grashalm ganz vorsichtig im Nackenkitzelte, was sie aus Klugheit aber durchaus nichtbemerkte. Und Klothilde, die mager und ältlich inihrem geblümten Kattunkleide dasaß, las eine Er-zählung, welche den Titel trug: „Blind, taub, stumm -und dennoch glückselig"; zwischendurch schabte sie die iBiskuitreste auf dem Tifchtuche zusammen, worauf siedas Häufchen mit allen fünf Fingern ergriff undbehutsam verzehrte.
Ter Himmel, an dem unbeweglich ein paar weißeWolken sta.nden, begann langsam blasser zu werden.
Das Stadtgärtchen lag mit symmetrisch angelegtenWegen und Beeten bunt und reinlich in der Nach-mittagssonne. Ter Duft der Reseden, die die Beeteumsäumten, kam dann und wann durch die Lustdaher.
„Na, Tom," sagte der Konsul gutgelaunt undnahm die Cigarre aus dein Mnnd; „die Roggen-angelegenheit mit van Henkdom L Comp., von derich dir erzählte, arrangiert sich."
„Was giebt er?" fragte Thomas interessiert undhörte auf, Tony zu plagen.
„Sechzig Thaler für tausend Kilo ... nicht übel,wie?"