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umgeben war, wurde von den Unterrichtsräumenund dem Speisezimmer eingenommen, während sichim oberen Stockwerk und auch im Bodenraum dieSchlafzimmer befanden. Die Zöglinge FräuleinWeichbrodts waren nicht zahlreich, denn die Pensionnahm nur größere Mädchen auf und besaß, auch fürexterne Schülerinnen, nur die drei ersten Schul-klassen; auch sah Sesemi mit Strenge darauf, daßnur Töchter aus zweifellos vornehmen Familien inihr Haus kamen ... Tony Buddenbrook ward, wieangedeutet, mit Zärtlichkeit empfangen; ja, zumAbendessen hatte Therese „Bischof" gemacht, einenroten und süßen Punsch, der kalt getrunken ward,und auf den sie sich mit Meisterschaft verstand ...„Noch ein bißchen Beschaf?" fragte sie mit herz-lichem Kopfschütteln ... und das klang so appetitlich,daß niemand widerstand.
Fräulein Weichbrodt saß auf zwei Sofakissen amoberen Ende der Tafel und beherrschte die Mahlzeitmit Thatkraf tund Umsicht; sie richtete ihr verwach-senes Körperchen ganz stramm empor, pochte wach-sam auf den Tisch, rief „Nally!" und „Babby!"und demütigte Nils. Popinet mit einem Blicke, wenndiese im Begriffe stand, sich alles Gelse des kaltenKalbsbratens anzueignen. Tony hatte ihren Platzinmitten zweier anderer Pensionärinnen erhalten.Zwischen Armgard von Schilling, einer blonden undstämmigen Gutsbesitzerstochter aus Mecklenburg, undGerda Arnoldsen, die in Amsterdam zu Hause war,einer eleganten und fremdartigen Erscheinung mit