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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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mit ihren weißen Schürzen und Mulden, durch dieBreite Straße wanderten; sie kannte die Milchfrauen,die mit ihren Blechkanneu vom Laude hereinkamen,und ließ sich manchmal ein Stück von ihnen kutschie-ren; sie kannte die graubärtigeu Meister iu denkleinen, hölzernen Goldschmiedbuden, die in dieMarktarkaden hineingebaut waren, die Fisch-, Lbst-und Gemüsefrauen aus dem Markte, sowie die Tienst-männer, die an den Straßenecken ihren Tabak kau-ten ... Gut und schön!

Aber ein bleicher, bartloser Mensch, dessen Alternicht zu bestimmen ist und der morgens mit einemtraurigen Lächeln in der Breiten Straße zu lust-wandeln Pflegt, kann nichts dafür, wenn er gezwun-gen ist, bei jedem plötzlichen Laut, den mau aus-stößt zum BeispielHa!" oderHo!" aufeinem Beine zu tanzen; und dennoch ließ Tony ihntanzen, sobald sie ihn zu Gesichte bekam. Es istferner nicht schön, eine ganz winzige kleine Fraumit großem Kopfe, welche die Gewohnheit hat, beijeder Witterung einen ungeheuren, durchlöchertenSchirm über sich aufgespanut zu halten, beständigdurch Rufe wieSchirmmadame!" oderChampig-non!" zu betrüben; und es ist tadelnswert, wennman mit zwei oder drei gleichgesinnten Freundinnenvor dem Häuschen der alten Puppenliese erscheint,die in einer engen Twiete bei der Johannisstraße mitwollenen Puppen handelt und allerdings ganz merk-würdig rote Augen hat, dort aus Leibeskräftendie Glocke zieht und, wenn die Alte herauskommt,