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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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für dich sein, wenn du mir etwas dafür wiedergebenwillst."

Nun, am nächsten Morgen trat Tony in die Alleehinaus und wartete fünf Minuten, ohne daß Jäck-chen gekommen wäre. Sie wartete noch eine Mi-nute, und dann kam Hermann allein; er schwenkteseine Frühstücksdose am Riemen hin und her undschmatzte leise.

Na," sagte er,hier ist eine Citronensemmelmit Gänsebrust; es ist nicht einmal Fett daran,das pure Fleisch ... Was giebst du mir dafür?"

»Ja, einen Schilling vielleicht?" fragte Tony.Sie standen mitten in der Allee.

Einen Schilling . . ." wiederholte Hermann;dann schluckte er hinunter und sagte:

Nein, ich will etwas anderes haben."

Was denn?" fragte Tony; sie war bereit, allesMögliche für den Leckerbissen zu geben ...

Einen Kuß!" rief Hermann Hagenström, schlangbeide Arme um Tony und küßte blindlings darauflos, ohne ihr Gesicht zu berühren, denn sie hieltmit ungeheurer Gelenkigkeit den Kopf zurück, stemmtedie linke Hand mit der Büchermappe gegen seineBrust und klatschte mit der rechten drei oder viermalaus allen Kräften in sein Gesicht ... Er taumeltezurück; aber im selben Augenblick fuhr hinter einemBaume Schwester Julchen wie ein schwarzes Teufel-chen hervor, warf sich, zischend vor Wut, auf Tony,riß ihr den Hut vom Kopf und zerkratzte ihr die