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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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Jahren, der Mode seiner Jugend nicht untreu ge-worden; nur auf den Tressenbesatz zwischen denKnöpfen und den großen Taschen hatte er verzichtet,aber niemals im Leben hatte er lange Beinkleidergetragen. Sein Kinn ruhte breit, doppelt und miteinem Ausdruck von Behaglichkeit auf dem weißenSpitzen-Jabot.

Alle hatten in sein Lachen eingestimmt, haupt-sächlich ans Ehrerbietung gegen das Familienober-haupt. illmo. Antoinette Buddenbrook, geboreneTuchamps, kicherte in genau derselben Weise wieihr Gatte. Sie war eine korpulente Dame mit dickenweißen Locken über den Ohren, einem schwarz undhellgrau gestreiften Kleide ohne Schmuck, das Ein-fachheit und Bescheidenheit verriet, und mit nochimmer schönen und weißen Händen, in denen sie einenkleinen, sammetnen Pompadour ans dem Schoße hielt.Ihre Gesichtszüge waren im Laufe der Jahre auswunderliche Weise denjenigen ihres Gatten ähnlichgeworden. Nur der Schnitt und die lebhafte Dunkel-heit ihrer Augen redeten ein wenig von ihrer halbromanischen Herkunft; sie stammte großväterlicher-seits aus einer französisch-schweizerischen Familie undwar eine geborene Hamburgerin.

Ihre Schwiegertochter, die Konsulin ElisabethBuddenbrook, eine geborene Kröger, lachte das Krö-gersche Lachen, das mit einem pruschenden Lippen-laut begann, und bei dem sie das Kinn auf die Brustdrückte. Sie war, wie alle Krögers, eine äußerstelegante Erscheinung, und war sie auch keine Schön-