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18 (1835) Reußen bis Rzewuski
Entstehung
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Reverberkrlampe

dekilltrende, sublimirende oder orydirendeKörper in Retorten oder andern Gefäßenunmittelbar der Flamme aussetzen.

Reverberrr-lamp«, so v. w. Re-verbere 2).

Revcrbertr-ofen (Hüttenw.), 1)s. unter Reverberiren; 2) eine Art Destil-lirofen; über dem Feuer liegen eiserneStangen, auf diese» ist «in gewöhnlich run-des Behältniß von Kacheln errichtet, aufwelches ein Deckel paßt, in das Behältnißwird ein Glas mit einem krummen Hals«eingesetzt, und entweder geradezu auf dieFlamme oder in ein Sandbad gestellt? derkrumme Hals gehet durch einen Ausschnitt,der halb in der Seitenwand, halb im De,ckel angebracht ist; durch diese Einrichtungkann man einen hohen Grad von Hitze umdas Glas bewirken; 3) so v. w. Brenn-ofen.

kovorböriirrrr (lat., Chem.), Re-verberirofen.

Revkre (Geogr.), Marktflecken in derDelegation Mantua des lombardisch-vene-tianischen Königreichs; hat 3200 Ein«.,Schifffahrt auf dem Po.

Reverknde (v. lat.), so v. w. Prie-sterrock.

ksvsrenstliaiiriu» (lat., Titeln-.),eigentlich zu Verehrendster, Hochwürdigster.

kovsrenria (lat.), 1) Scheu, ent-weder entsprungen aus Furcht vor demje-nigen, von welchem man etwas Unangeneh-mes erwartet, daher auch 2) Furcht, oder3) aus dem Gefühle, daß der Andere voll-kommner ist, Ehrfurcht, Achtung, Respect;daher 4) die spätern Redner dem Senatdiesen Titel geben; S) (Kirchen«.), s. un-ter Eminenz 2).

Reverknz (v. lat.), 1) Ehrerbietung,Ehrfurchtsbezeugung; 2) Verbeugung, Bück-ling.

Kovsröntins stominus (lat., Ti-tel«.) , ehrwürdiger Herr.

ksver», 1) (lat., Rechts«.) jede schrift-liche Versicherung, worin Jemand die Uebcr,«ahme einer Verbindlichkeit für die Zukunftentweder unbedingt oder wenn gewisse Vor-aussetzungen eintreten, übernimmt; 2)(Gramm-), s. koverrio 2); 8) (Num-Mism.), s. unter Avers.

kovsrsLlos (lat., Rechtsw., Re-tz ersslien), die von einem um Ausliefe-rung eines Verbrechers requirenden Richterobgestcllte Versicherung, daß er die Wer«hastnehmung und Auslieferung nicht auszustehenden Rechte verlangen, sondern blosals eine Gefälligkeit ansehen und in ähnli-chen Fällen ein gleiches thun wolle.

Nevers-galop (Pferden-.), s. u. Galop.

Revers-gelber (RechtSw.), s. unterLehnsstamm.

Revers-graf (Staats«.), im Staats-recht des vormaligen teutschen Reich- die

ReversiS 3

Reichsgrafen, welche keine unmittelbareReichslande besaßen und auf den Grafen-bänken des teutschen Reichstages keinen Sitzund keine Stimme hatten, vielmehr nurmittelbar dem teutschen Reiche unterworfenwaren, weil sie oder ihre Vorfahren beiihrer Erhebung in den Gra'enstand di«Versicherung gegeben harten, keine Ansprüchehierauf machen zu wollen.

kovör»io (lat.), 1) da- Umkehrenvor der Erreichung des Zieles, dann auchRückkehr; 2) (Revers, Gramm.), syn-taktische Figur, wo man die Stellung derVäter umdrebt, z. B. meoum statt cum ms.

Reversiön (v. lat.), 1) Rückkehr; 2)Rückfall eines Gutes an seinen Herrn.

Reverstren, sich, (v. lat.), einenRevers ausstellen.

ReversiS (Spiel?.), Spiel, welche-gewöhnlich unter 4 Personen mit der vollenfranzösischen Karte gespielt wird, aut wel-cher jedoch die Zehnen herausgenommen sind.Jeder Spieler setzt 2 und der Kartergeber3 Marken in ein Körbchen. Wenn diese-leer ist, oder weniger enthält, als der ersteEinsatz beträgt, so wird von Neuem einge-setzt. Uebrigcns wird bei jedem Geben vondem Geber k Marke zugesetzt. Jeder Spie-ler bekommt 1k und der Geber 12 Karten,so daß deren 3 übrig bleiben, und legt ein«von den seinigcn weg, und nimmt dafüreine andere aus dem tslou. Er ist jedochnicht gezwungen, sie zu nehmen, und kan»in diesem Falle das Blatt ansehen, wel-che« er hat liegen lassen. Der Kartengederlegt ein Blatt weg, ohne ein anderes da-für zu nehmen. Diese 4 weggelcgten Kar.ten (die Partie), werden unter batKörbchen gelegt, welches mit dem Karten-geben fortgeht, und sich immer zur Rechtendes Geber« befindet. Die Augen der Par-tie zählen wie die Augen der Stiche, dasCareauaß und den Coeurbuben (Quino-la), ausgenommen, wovon jenes 5 unddieser 3 Augen zählt. Zu den Augen derParti« werden 4 hinzugezählt, weil sonst,wenn alle 4 Karten nicht zählende wären,der Gewinner der Partie keinen Vortheildaraus ziehen würde. Derjenige, welcherdie meisten Augen in feinen Stichen hat,verliert die Partie. Der, welcher die wenigstenoder gar keine Augen in seinen Stichen hat,oder gar keinen Stich macht, gewinnt diePartie. Wenn 2 Spieler die nämliche ZahlAugen haben, so gewinnt der, welcher diewenigsten Stiche hat. Bei gleicher Zahlder Augen u. der Stiche gewinnt der Kar-tengeber, und nach ihm sein Nachbar zurlinken Hand. Wenn ein Spieler R.» d. h.alle Stiche macht, so wird die Partie nichtgerechnet, und er bekommt von jedem Mit-spieler 16 u. von dem ihm gegenübersitzen-den 32 Marken. Die wichtigste Karte imganzen Spiele ist der Quinola. Man ziehtA 2 den