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18 (1835) Reußen bis Rzewuski
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2 Revaliren

Ritterakademie, mehrere Schulen, Biblio-thek, Bibelgesellschaft, Theater, Fabrikenin Leder, Kattun, GlaS, Puder, Stärke,Nähnadeln u. s. w., Stück- Und Glocken-gießerei, Kupferhammer u. a., ausgebrei-teten Handel mit Lein, Hanf, Korn, Le-der u. durch den guten geschützten (Kriegs«und Handels-) Hafen, in welchem ein Theilder Kriegsflotte ihre Station hat (1821),15,000 Ew. In der Nähe das LandhausLöwcnruh u. das kaiserliche Schloß Ka-tharinenthal. (l»^>.)

Revaliren (Hdlgsw.), «in Wechseldann, wenn ein dritter, welcher auf demWechsel nicht genannt ist, nach aufgenom-rncner Protest zu Ehren deS Trassantenoder Indossanten den Wechsel acceplirt u.Zahlungsleistung übernimmt u. nun gegenden Honoraten oder dessen Vormänner nachWechselrecht klagt.

Revalischer Birnapfel (Pomol.),s. Birnapfel.

llovSnolro (fr.), 1) Genugthuung;2) Wiedervergeltung; 3) Ersatz. DaherRevanchlren, 1) vergelten, erwiedern;2) sich Genugthuung verschaffen.

Revkche (Waarenk.), ein flanellartk-geS wollenes Zeug, welches meist zu Un-terfuttern gebraucht wird.

Lsvörlls (fr., Kriegs».), Morgen-signal mit der Trommel, der Trompete,oder dem Flügelhorn, um die Soldaten zuwecken und zum Aufstehen zu ermahnen.Die R, wird in der Regel geschlagen, wennder Tag so weit angebrochen ist, daß mangroben Druck im Freien lesen kann.

Lovsillön (fr.), 1) Nachmittags-brod; 2) Nachtmablzeir, besonders nach ei-nem Ball«; 3) (Malerk.), so v. w. Dru-cker (s. d.).

Rkvekohl (Geogr.), ein 280 Fuß ho-her Berg im Kreise Stolpe des preußischenRegierungsbezirks Köslin, unweit des Dor.feS Schmolsin, zwischen dem Gardeschen u.Lebaschen See, sonst einer von den dreiheiligen Bergen in Pommern, mit einerKapelle, wohin sonst viele Walftahrten ge-schahen und mit einer schönen Aussicht.

Revel (Johann), geh. zu Paris 1684,Sohn eines Malers. Da es ihm mit derhöher» Kunst nicht glück e, arbeitete er inLyon für Fabriken. Ihm verdankt mandie Kunst der poinrs renlree», womit eralle Farbennüancen des Seidengewebes her-vorbrachte; st. 1751.

Revel (Geogr.), 1) so v. w. Reval. S)Stadt im Bezirke Villefranche, Departe-ment Obergaronne (Frankreich), hat mitdem Kirchspiel 5400 Ew., welche allerleigewebte Waaren fertigen; hieß «Hedem laBastide de Lavaux. 3) So v. w. Revello.

Revel, 1) (Waffcrb.), bei hölzernenSchleußen oder Sielen, bei welche» dieSeitenbohlen anfangen wandelbar zu wer-

Neverberlren

den, dreiseitige Leisten, welche an dieseS-itenbohlen angeschlagen werden, um dieseStellen zu dichten und die Decke tragen zuhelfen; 2) so v. w. eine Untiefe.

Revello (Geogr.), Stadt in der Pro-vinz Saluzzo deS fardinischen Fürstenthum»Piemont unweit des Po; hat 5000 Ew.,Stiftskirche-

Idevsnsnt (fr.), abgeschiedener, wie-derkehrender Geist, Gespenst. Revenl»ren, wieder zu sich kommen, sich erholen.

Revennes (Waarenk.), so v. w. Po»lackenleinwand.

Revrnter (Klosterw.), so v. w. Remter.

Rdventlau, alte gräfliche Familie inDänemark, Schleswig und Holstein; theiltsich in 2 Linien, deren Stammvater Kon»rad in Dithmarsen Güter besaß. Die äl-tere Linie besitzt die Grafschaft Chrtstian-säde auf Laland. Bemerkenswerth: Jo-hann Ludwig Graf R., geb. 1751,suchte auf seinen Besitzungen durch Aufhe-bung der Frohndienste, Errichtung zweck-mäßiger Schul- und Armenanstalten Gute»zu stiften und Wohlstand zu verbreiten; st.1801. (E.)

«. sVenü (fr.), 1) Einkommen, Er-trag . auch 2) so v. w. Renke.

14s vors (lat.), in Wahrheit, io derThat; ihm entgegengesetzt zum Schein.

Hovsrdsre (fr.), I) ein Stück glän-zendes Blech, welches hinter einer Lampeangebracht wird, um die nach hinten oderauch seitwärts gehenden Lichtstrahlen zu re.flectircn, u. die Erleuchtung in dem Raumevorwärts zu verstärken; das Blech ist mei-stens von Messing oder Kupfer bisweilenauch wohl versilbert, cylindcr- oder kugel-förmig ausgetieft, u. auf der inner» Seiteso gut als möglich polirt- Neuerdingsbringt man die R.n auch wohl in der Formeines abgestumpften Kegels, der nach seinerAr- durchschnitten ist, über den Lampen an,gibt ihnen aber eine Oeffnung, um denRauch abziehen zu lassen. Hat eine Lampemehrere Dochte so gibt man ihr auch meh-rere solch- Bleche. Bei Waodleuchtern istdie R. meistens gerade; es dient dazu wohlauch «in kleiner Spiegel; 2) eine mit soeinem Blecke versehene Lampe oder Laterne,besonders 3) eine quer über die Straßehängende oder auf Laternenpfählen stehendegroßen Straßenlaterne, mit ähnlicher Ein-richtung. (F--L.)

Reverberrren (v. lat.), 1) (Hüklenw.),so v. w. Rösten; 2) Erze im flammenden Feuercalciniren, es geschieht die« vorzüglich, umden Schwefel, und räuberi'che Mineralienzu entfernen. Man bedient sich dazu de»Reverberiroiens, eine Art Windofcn,welcher so eingerichtet ist, daß die Flammezwar erst in die Höhe steigt aber dann inda« Gefäß mit Erzen, Reverberir-sch erbel, zurückschlägt; 4) (Ehem.), zu