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bände, welche- zur Fertigung der Kunst-feucr eingerichtet ist und wo sich das dazuNLthige an Handwerkszeug und Geräth-schasten befindet. Wegen der zuweilen Stattsinkenden Unglücksfällen liegt ein L. gewöhn-lich von andern Gebäuden abgesondert, womöglich auf einem freien Platz. S) So o.w. Gießerei. 6) (Porzellans.), derjenigeTheil de« Brennofens, wohin die zu brennen-den Gegenstände gestellt werden. (/V. u.>'c7r.)
Labörde, 1) (Johann Josephvon), geb. 1724 zu Jaca in Spanien;ließ sich später in Handelsgeschäften inFrankreich nieder, zeichnete sich durch glück-lichen Unternehmungsgeist, Rechtschaffenheit«. Wohlthätigkeit aus. Als 1758 der franz.Hof ein Anleihen von LOMill. bei der span.Regierung machen wollte, schloß diese erstden Vertrag ab, nachdem sich L. mit fürdie Summe verbürgt hatte. Ludwig XV-machte ihn nun zu seinem Hofbanquier, dochzog sich L. von den Geschäften mit demStaat zurück, als Choiseul in Ungnade fiel;als jedoch im amerikanischen Kriege diefranz. Regierung abermals Geld brauchte,um die Expedition unter Rochambeau aus-laufen lassen zu können und nirgends sol-ches aufzutrciben vermochte, da verschaffteL. durch seinen persönlichen Credit in kur,zer Seit 12 Millionen in Gold. Durchgroße Bauten und Mildthäligkeit machtesich L. des. verdient. Mehrere der schönstenSchlösser (St. Oucn, St. Leu, Mereville)wurden von ihm gebaut 400,000 Fr. zur Er-richtung von 4 Hospitälern, außerdem nochjährlich 24.000 Fr. zur Unterstützung derArmen gegeben. Ludwig XVI. erhob feineBesitzungen zum Marqusiat. 1798 starber auf der Guillotine, obschon 1200 Per-sonen von den ihm gehörigen Gütern sichbittend für ihn verwendeten. Zwei vonseinen Söhnen begleiteten La Peyrouse aufseiner Reise um die Welt und verloren inKalifornien ihr Leben. 2) (AlexanderLudwig Joseph, Graf von), geb. 1774zu Paris, Sohn des Vorigen; wurde vonseinem Vater zu Anfang der Revolutionnach Wien gesendet, wo ihn Joseph II.als Lieutenant im Regiment Collorcdo an-stellre. Später diente er al» Rittmeisterim Regiment Kinsky. Nach dem Friedenvon Campo - Formio verließ L. d'e östrei-chilchcn Kriegsdienste, kehrte nach Frank,reich zurück und bereiste nunmehr Eng.land, Holland, Italien u. Spanien. Seineverschiedenen, von ihm hcrauSgegebenenWerke: VozeaAs piktores^uo etc. <io1'L-xaane, 4 Bde. , Paris, Fol.; Itine-»sin eis 1'LrpaAno, 5 Bde., ebend.;Vn^-iiAe pittoresHue en Xntriclis, 2Bde., ebend., Fol. (seine Dlonumcus äsIi> kranc« classcs clrronolo^i^ueirientsind noch nicht vollendet), erwarben ihnAufnahme in der franz. Akademie und di«Beachtung Napoleons, welcher ihn mit nach
Labourdonaye
Spanien, später nach Oestreich nahm, auchihn zum Sraatsrath u. Direktor der öffent-lichen Arbeiten machte. Auch machte ersich vielfach um die Verschönerung derHauptstadt Frankreichs verdient. Das neuerbaute Opernhaus in Paris wurde nachseinem Plan angelegt. Im I. 18l4 com-mandirie er einen Lheil der pariser Ra-tionalgarde; 1S18 wurde er Mitglied dcsStaatsraths, bald darauf aber von denMinistern wieder, unter dem Vorwändeallzu liberaler Gesinnungen, verdrängt. 1822erwählte ihn das Departement der Seinezum Repräsentanten in der Kammer, woer 1828 besonders gegen den Krieg mitSpanien und das drückende Douanensystemsprach. Durch sein Werk: Lur Ics prisonssie kari«, erwarb er sich den Ruhm, vielzur Verbesserung des Looses der Gefange-nen beigetragen zu haben. In neuesterZeit hat er eine Reise nach der Levanteunternommen u. ist jetzt (182S) wieder eingewandter Sprecher in der Kammer. (El.)
I.»dorlixiicli>i» , l-arinus
I. e p ^ rus If-iopselaeu»
(Zool), Gattungen, in welche dieGattung curcul. neuerdings zerfälltworden ist. Vgl. Üepkspli^IIns.
Qströriao (Qadorlnus Cam-pus, a. Geogr.), so v. w. rdlegr»e1csmpi.
Laborlreo (v. lat.), mit chemischenVersuchen und Arbeiten sich beschäftigen.
Labourd (Geogr.), eine der batkischenProvinzen (s. BasqueS), theiis in Frank-reich (12 QM.), theiis in Spanien (bisSüd, Sebastian) gelegen, ist im Ganzenunsruchlbar, hat seinen Namen, von derHauptstadt I,spuräum (Baycnne).
Labourdonaye (Franz Regis, Grafvon), geb. 1767 ! diente zu Anfang derRevolution im Regiment Australien undwurde 1789 Municipalofsicier z» Angers.1792 emigrirte er diente hierauf kurze Zeitim Corps des Prinzen Conde, kam heim-lich nach Frankreich zurück, begab sich nachder Vcndee und focht dort mit Auszeich-nung für den RoyaliSmus. Unter demConsulat ward er Mitglied des Departe-mentsraths der Maine und Loire, Mairvon Angers und 1807 Candidat des gesetz-gebenden Corps. Hier war er ein sehr eif-riger Anhänger der kaiserlichen Regierung.1815 von seinem Departement zum Depu-taten gewählt machte er ziemlich zweckwi-drige Vorschläge und vcrtheidigke sie mitEifer. 1820 brachte er die Adresse an denKönig wegen der Ermordung des Herzogsvon Berry in Vorschlag. 1825 wendeteer plötzlich seine Ansichten und ward eineifriger Gegner des Ministeriums Villcleund stand an der Spitze der rechten Seile,mit Detalrt demselben unaufhörlich gegen-über. (7'---)
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