Hadschi Ogli Basar
Gelehrter u. s. w.; Chronologische Tafeln,Constantinopel 1733, Fol.; eine Geogra-phie in arabischer Sprache und ins Tür-kische von Ibrahim Efsiendy unter demTitel: Spiegel der Welt, Constantin. 1732,übersetzt; eine Geschichte der türkischenSeekriege unter dem Titel: Geschenk fürdie Großen, ebend. 1728, Fol., in türki-scher Sprache u. s. w. (Le.)
HadfchiOgliBasar (Basard-schick, Geogr.), Stadt im SandschackSilistria, Ejalet Rumili (europ. Tür-kei), ist groß, 1774 durch die Russen zer-stört. Hadschreck, Sandschack im Eja-let Tschaldir (türk. Asien), wenig bekannt.Hadsiah, so v. w. Hedschas. Häd-siar, so v. w. Lachsa. (^>.)
Hady Muza, so v. w. Hadi 1).
Hadylios (a. Geogr.), so v. w.Edylion.
Haberlin, 1) (Franz Domini-kus), geb. 1720 zu Grimmelsingcn unweitUlm; studirte zu Göttingcn Theologie, spä-ter Geschichte, hielt 1742 Vorlesungen, ward1745 Beisitzer der philosophischen Facultät.Der Beifall, den seine geschichtlichen Vor-lesungen erhielten, verschaffte ihm 1746einen Ruf als Professor der Geschichte nachHclmstädt, 1748 ward er Doctor derRechte, 1751 Professor des Staatsrcchtsund Assessor der Juristenfacultät; st. 1787.Er ging nicht mit der Zeit fort und sostanden zuletzt seine Hörsäle leer. Haupt-werk: von der allgemeinen Weltgeschichte, die12 Bände, welche Tentschland betreffen,Halle 1767—73, u. als Fortsetzung davon:Neueste deutsche Reichsgeschichte, 21 Bde.,ebend. 1774— 86. Die übrigen Schriftensind Lehrbücher oder Dissertationen u. jetztvergessen. 2) (Karl Fried.), Sohn desBor., geb. zuHelmstädt 1756; war AnfangsJustizcanzleiaffeffor in Wolfenbüttel, sodannordentl. Prof, der Rechte in Erlangen, ward1786 nach Hekmstädt berufen, wo er 1803als Geheimer Justizrath starb. Er wareiner der vorzüglichsten publicistischen Schrift-steller, wie sein Handbuch des teutschenStaatsrechts, 3 Bde. , B-rl. 1794—97,und sein Staatsarchiv, 62 Hefte, Helm-städt 1796—1808, beurkunden. (E u.7.-.)
Häbuden, I) (a. Geogr.), so v. w.Ebudä; 2) (n. Geogr.), so v. w. Hebriden.
Hächsel (Landw.), so v. w. Häckerling.
Häckchen, s. Häkchen.
, Häckel (Bergb.), so v. w. Berghäckchen.
Häcker, 1) (Landw.), so v. «.Häcker-ling; 2) so v. w. Winzer.
Häckerling (Häcksel, Landw.), klargeschnittenes Stroh und Heu zum Vieh-furler. Zum H. für die Pferde, welchersehr klein geschnitten wird, nimmt mannur Roggen-, allenfalls auch Wcizenstroh;auf einen Theil Hafer rechnet man zweiTheile Häckerling; wenn man Roggen fät-
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tert, werden auf 1 Th. Roggen 4 Th. H.gerechnet. Auch für das Rindvieh ist H.gut, weil er leichter verdaut wird. Ehe-mals wurde der H. mit einem Beile ge-hackt, jetzt auf der H.-bank (H.-lade)geschnitten. Diese besteht aus einem köl.zernen Kasten, in welchem das Futter mit-telst einer Gabel fortgeschoben und außer-halb desselben mit einer breiten, scharfenKlinge (Futterklinge) abgeschnittenwird. Sie ist eine teutsche Erfindung, unddie Franzosen und Engländer lernten sieerst im 7jährigen Krieg kennen. Man hatauch künstlichere Häckerlingsbänke (Fut-ter- oder Häckerlingsmaschinen,Futterschneidemaschine), wo meh-rere neben einander parallel befindliche,durch eine Rad oder eine andere Vorrich-tung bewegte Messer das Stroh auf einmalzerschneiden und also viel an Zeit erspartwird. Wird so eine Maschine durch einMühlenwerk in Bewegung gesetzt, so heißtsie eine Häckerlingsmühle. Da derH. sehr leicht anläuft, muß er in einertrockenen, luftigen Häckerlingskam-mer, oder auf einem H ä ckerli ng« bo-den aufbewahrt werden. (7>L.)
Häckerling-streuen (Sittengesch.),eine alte Sitte, nach welcher der Braut,deren Ruf beschälten ist, am Abend vorder Hochzeit vor da« Haus oder von da biszur Kirche Häckerling gestreut wird. Gleichesgeschah sonst einer verlassenen Geliebten andem Tage, wo der ungetreue LiebhaberHochzeit hielt, oder auch im umgekehrtenFalle. Die Gesetze bestrafen diesen, jetztselten noch Statt findenden Gebrauch. OhneZweifel kommt er von der Sitte desBlumcnstreuenS her, wo man die Blumendurch Häckerling spottend ersetzt, (tl/ck.)
Hädel (Haupttheil, Hütten«.), so v.w. Grober Schlich.
Häfner, so v. w. Töpfer.
Häftel, 1) Alles, womit ein Gegen-stand an einen andern gehängt wird; 2)(Nadler), ein von Draht zusammen gebo-gener Haken. Es gehört dazu eine Schlin-ge, ein rund gebogenes Stückchen Draht;beide Stücke werden an verschiedene Theileeines Kleides genäht, um diese Theile beimAnziehen an einander zu hängen; 3) ehe-mals so v. W. Stecknadel; 4) Häflel-h aken (Jagdw.), hölzerne Haken, welchein die Erde geschlagen werden, um die Leinendes Treibzeuges daran zu befestigen. (7^/,.)
Häge-Holz (Forstw.), so v. w. Ge,hege 6). H.-gericht, H.-wähler, sov. w. Dorfgerichte.
Hägen, 1) so v. w. einhägen, vgl.Gehege; 2) unterhalten, dulden; 3) einGericht h., es halten; 4) (Deichb.), eineDeichschau halten.
Häger (Geogr.), so v. w. Haigcr.Häger, 1) so v. w. Hehler; 2) ein
Sand-