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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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731
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Hadmersleben

Hadmerslrben (Geogr.), Statt tmKreise Wanzleben des preuß. Regierungs-berirks Magdeburg, an der Bode; hat960 Ew.

Hadöram (b. Geogr.), arabisches Volkvom Stamme der Joktaniben.

Hadöram (bibl. Gesch.), so v. w.Adoram.

Hadosch (Geogr.), so v. w. Hodosch.Hadow, Insel aus dem ArchipelagusFidschi. Hädramaut, Landschaft in derarabischen Provinz Jemen; liegt am ara-bischen Meerbusen, erstreckt sich tief insLand, ist an der Küste dürr und arm anSüßwaffcr; bringt, weil häufige Regenfallen, reichlich Hülsenfrüchte, Gemüse,Datteln Spezereien; von Thicren zieht manKameele, Schafe, Esel; wird von Arabernbewohnt, die einen eigenen Dialekt spre-chen und mit Seiden- und Lcinweberei,Verfertigung von Eisenwaaren (großenMessern) sich beschäftigen. H. zerfällt inviele kleine Staaten mit eigenen Herrschern,sonst wird es gelheilt in daS eigentlicheH. in Sedshär und Mahra. Das eigent-liche H. beginnt beim schwarzen Vorge-birge; es wird durchströmt von einem Flusse.Hädramen (a. Geogr.), Stadt in Si-cilien am Aetna, welche ihrem Namen vondem alten Rationalgotte Hadranus (s.Adranus) führt, der hier einen Tempelbatte. Hadres (Geogr.), Dorf mitMarktgerechligkeit im Viertel unter demManhardsberge des Landes unter der Ens(Oestreich); hat 1400 Ew. Hädria,1i (a. Geogr.), so v. w. Adria; 2) (n.Geogr.), so ». w. Atri.

Hadrian, 1) so v. w. Hadrianus; 2)(Giambattista), s. Adriani. Hadriane(a. Geogr.), s. Adriane.

IlaäriLui L <1 Ol^mpum, so v.

w. Hadrianopolis Z),

Haäriüni esttotrrirr (r. Rechts!».),so v. w. Telicturn perpetuuin.

Hassriäni rn c> i o 5 (r. Top.), das-nach dem Muster des Mausoleums, ausparischcm Marmor, in einem großen Vier-eck, in der Höhe eines Stockwerks, mitUngeheuern starken Mauern, vom KaiserHadrian erbaute Grabmal. AuS jenemViereck erhob sich ein starker, oben zuge-wölbter Thurm, auf dessen Gipfel 4 vergol-dete Pfauen und ein (im Belvedere in Romnoch vorhandner), kolossaler vergoldetcrTann-apfel angebracht waren, beides wohl Anspie-lung auf den Atys (s. d.) u. die Unsterblichkeit;Begräbnißort Hadrians und der Antonine,Im Aothenkrieg diente die H. in. zu ei-ner Festung; P. Urban machte sie durchWälle und Gräben zu einer Eittadclle.Heißt jetzt, von der nahen Brücke cki L.^nAsIo (xon-^sliiu), die Engels bürg(s> d. unter Rom). (S-ä.)

HadrlannS 731

Habriänische Phyle (att. Lop.),s. unter Hadrianus, vgl. Phyle.

NassräLni vills (a. Geogr), Land-haus, des Kaisers Hadrian Lkeblingsaufent-halt» 2 Milliarien südlich von Tibur, öst-lich von Rom, auf einer Anhöhe, mit Ly-ceum, Akademie, einem Thal Lempe re.Noch jetzt bewundert man die weitläufigenund prachtvollen Ruinen. In der Näheerhielt die von Aurelian besiegte Zenobia(s. d.) ihren Landsitz, nach ihr Zenobiagenannt, angewiesen, der von ihr den Na-men behielt. Hadrianopolis, 1)Stadtin Thrakien am Hebros im N W., von By-zanz, ursprünglich Orestias u. der Sagenach von Orestes erbaut war. Der KaiserHadrian erweiterte sie und sie nahm nunseinen Namen an. 1204 wurde der latei-nische Kaiser Balduin hier von den Bul-garen gefangen und 1360 bemächtigten sichihrer die Osmanen, deren Hauptstadt siebis zur Eroberung von Byzanz war;j. Edreneh. fAdrianopel. 2) Stadt inEpiros,im S.O. von Apollonia, in der Folge nachI u stinia n o po li s benannt. Nach Rei-chardt das heutige Alandrina, in der Nähevon Delfins. 3) Stadt in Bithynien, naheam Rhyndakos, Geburtsort des Aristides.Hadrian othkrä, Stadt in der klein-asiatischen Landschaft Mysien, im N.O. vonPergamos, am Flusse Selinos, nichts übrig.Hadrians Mauer, H. S Wall, s. un-ter Hadrianus. (77s.)

Hadrianus (P. Ael., r. Gesch.), sogenannt, weil seine Familie aus Hadria(s. d. unter Adria 2) stammte, Sohn desAelius Äser, eines Verwandten des Kai-sers Trajanus und einer vornehmen Spa-nierin, Domitia Pallina, TrajansMündel, Schwager und (117 n. Ehr.)Nachfolger durch ein von der Kaiserin Plo-tina untergeschobenes Testament, rastlosthätig, Redner, Dichter, Philosoph, Ma-thematiker. Astronom, Arzt, Maler, Mu-siker, von außerordentlichem Gedächtnisse,doch durch seine affectirte Gelehrsamkeitlächerlich und der Zeit zu Regierungsge-schäften beraubt. Er wollte mit Allen dis-putiren, zugleich hören, schreiben, dictirenund sprechen, schrieb auch eine Autobiogra-phie. In seiner gelehrten Eifersucht ginger so weit, daß er Homers, Eiccro's u. a.Schriften zu vertilgen wünschte. Jedoch ister einer der denkwürdigsten Kaiser dadurch,daß er der erste römische Kaiser war, dervöllig souverain regierte, die kaiserliche Ge-walt zur vollkommnen Größe brachte, waser hauptsächlich durch Verbesserung der Ge-richts- und Gesetzoerfassung, des Cameral-und Finanzwesens und des Hofstaates undKriegswesens erreichte, während er sichden Senat und Ritterstand durch sie be-günstigende Anordnungen sehr verband undden Rechtsgelehrten ein großes Ansehen und

Ein.