16 Gaillon
Gaillon (Geogr.), Marktfl. im BezirkLouvierS, Departem. Eure (Frankreich);liegt an der Seine, hat 1100 En>.; Kir-che mit Gräbern der Grafen von Sois,sons-Bourbon.
Gainas, Gothe, Arianer, Feldherr un-ter Arcadius; ließ, im Auftrag des Sitti-ch« < den Präfect des Orients, Rusinus(s. d.), tödten. A!S aber Eutropius sich derSchätze desselben bemächtigte und nun des-sen Platz im Vertrauen des Kaisers ein-nahm, kündigte G. öffentlich den Gehor-sam auf, vereinigte seine Kriegsmacht zuLhyatira in Lydien mit des Ostgothen Tri-bigild (s. d) Heere, zwang den Arcadius,ihm seine Minister, Aurelian u. Salurnin,zur Hinrichtung ausliefern, und sann schonauf Höheres, als seine Truppen in Con-stantinopcl überfallen und aufgerieben wur-den. G. floh und wurde von Arcadius ge-ächtet, worauf er Thrakien verheerte, bisChrysostomos Frieden vermittelte. Als eraber in seinen Feindseligkeiten fortfuhr,stellte sich ihm in Skythien der Hunnenkö-nig Uldin entgegen; G. ward geschlagen undblieb, 400 v. Chr. Sein Haupt empfingder Kaiser mit der höchsten Freude. (5--L.)
Gaings (holl.), sonst so v. w. Fleut-
sch'ff.
Gainiten (Kirchengesch.), so v. w.Gaganiren.
Gäinsborough (Geogr.), Stadt ander Trent, in der englischen GrafschaftLincoln; treibt ansehnlichen Handel, hat5200 Ew. Landung der Dänen 1010.
Gäinsborough (Thomas), Land-schafts- und Portraitmaler, geb. 1727 zuSudburry in Suffolkshire; bildete sich vonselbst, zeichnete nach der Natur ländlicheGegenstände und st. zu London 1788.
Gaipel (Maschinen«.), so v. w. Göpel.
G aira (Geogr.), beträchtlicher Kü-stcnfluß in dem Columbia-Dcpaktement Mag-dalena, der in da« caräische Meermündet und bei der Mündung eine gleich,namige Bai bildet-
G airloch (Geogr.), Distrikt in derschottischen Grafschaft Roß, mit dem Fle-cken gl. Nam.; hat 2800 Ew.
Gais und Zusammensetzungen, s. Geis.
Gaisach (Geogr.), 1) Fluß im Jsar-kreis«; fällt beim gleichnamigen Dorfe indie Isar; 2) Flecken im Unter-Donaukrei-f«; fällt in die Donau. Beide in Baiern.Gaisloch, s. unt. Müggendorf. Gais-pitz, Stadt im Kreise Znaym, der Mark-grafschaft Mähren; bat 2 Schlösser und8S0 Ew. Ga iß, Pfarrdorf im DistriktAußerrhoden, des Canton« Appenzell(Schweiz); hat 2600 Ew. und besuchtesBad; dabeidie Eapclle am St o ß, bekanntdurch die Schlacht 1405. Gaißberg,Berg im Kreise Salzburg (Oestrcich); ist393 Toisen hoch, hat die Quelle des Aig,mrbadeus (vgl. Aigen). Gaissin, 1)
Oalncturla
Kreis in der polnischen Woiwodschaft Po-dolien, durchflossen vom Bug und seinenNebenflüssen Sab und Uditsch; 2) Haupt-stadt darin; hat nur gegen 90 Häuser, amSab. (7l>.)
Gaiuk Khan, ein Sohn des Oktai u.Enkel von Dschingiskhan; er begann seineRegierung 1242 und war ein Feeund derChristen. Seine Mutter TurakinahKhatum soll selbst eine Christin gewesensein.
Gaja, so v. w. Caja.
G a j a (a. Geogr.), Eiland auf der Nord-küste von Afrika, im Busen der großenSyrte.
Gajaniten (Kirchengesch.), nach Ga-janus, Archidiaconus in Alexandien, ge-nannt, so v. w. Aphthartodoketen.
Gajatheddin Kaikhosru (orient.Gesch.), 1) Sultan aus der Dynastie derSeldschuken in Rumelien; begann 1242 n.Chr. mit den Mongolen einen Krieg, schloßaber mit Okrai-Khan bald Frieden und st.kurz darauf. 2) Der 3. Sultan aus demGeschlecht« der Gauriden; eroberte 1175n. Chr. Bagdad, nahm Khorasan und st.1202. 3) Mehrere andere Orientalen.
Gajeta (a. Geogr.), so v. w. Cajeta.
Gajus, so v. w. Casus. Vgl. C. undG., des. 4).
Gala, s. Galla.
Gala (Geogr.), Fluß in England; hatseit 1816 eine Drahtbrücke von 100 FußLänge, 4 Fuß Breite.
Gala ad (a. Geogr.), so v. w. Gilead.
Gälaba (a. Geogr.), Stadt in Mesopo-tamien, im Norden von Edeffa; nach Edristjetzt Dschalab.
GalacS (Geogr.), so v. w. Galatz.
Galäclia (^. 1 >. Ln.), Pflanzengaliungaus der nat. Familie der Hülsenpflan»en,Ordn. eigentt. vielsamige Diaoelphisten,zur Diadelphie, Dekandrie des Linn. Syst,gehörig. Mehrere, sonst zu Cliroria, Do-lichos, Hedysarum gezählte amerikanischePflanzenarten. GalactideS (A.-l1<-«nn/-.),Pflanzengattung aus der nat. Familie derZusammengesetzten, Ordnung Cynareen,Centaureen, zur 3. Ordn. der Syngenesiedes Linn. Syst- gehörig. Einzige Art: x.tomeirtos», sonst als c. gslaoriäs» zuCentaurea gerechnet, wcißblühcnd.
K-rlaotites (Mineral.), alter Namefür allerhand milchweiße Steine, z. B.einige Thon - oder Marmorarten.
Oalacitö^Iiora, Oalsokopoe-rioa (lat., o. gr., Med.), die Milchab-scheidung bei Säugenden befördernde Mit-tel. 6 al » o t« p Ire> ra VLSL (Anat-),Milchgänge (s. d )- balacroirlröe!,,übermäßiger Milchfluß bei Säugenden (vgl-Milchschwindsucht). Oalnotösi» (Phy-siol.), Milchbereitung (s. d.). 6a1»otü-rl» (Med.), Milchharnen (s. d.).
GS-