G.
g; 1) als Buchstabe, lateinisch undin and. Sprachen 6 , griechisch (Gamma)r, 7 ; hebräisch (Gimel, d.h. Kamcel) I;der 7. Buchstabe der abendländischen, der8 . der morgenländischen Sprachen; bildetsich unler leichrer Berührung der Ober-fläche der Zunge durch Hervordrängen derLuft zwischen dieser und dem hintern Theildes Gaumens, während die Zunge sich andie Unterzähne legt. Im Hebräischen hieltes die Milte zwilchen k und j und wurdemit einer Aspiration ausgesprochen, diesich aber durch da« Dagesch lene (s. d.)verlor. Da« griechische I? ward wohl ziem-lich wie das teutsche G, vor einem andernG und vor den andern Gaumenduchstabenwie in einem Nasenhaute ausgesprochen.Im Lateinischen (wo es später aufkam snachPiutarch, von Sp. Carvilius eingeführtsund früher durch 6 ersetzt wurde) wurde6 gelinder als 6 , doch härter als da«teutsche G, als reiner Gaumenlaut, au«,gesprochen (also z. B. in lexo nicht wiein legen, sondern wie in Gabel-, weswegenauch viele lateinische Wörter mit 0 und 6geschrieben wurden» j. B. Oajus und 6 »-jus (s. b.; doch könnte letztere Schreibungauch vom gricch. IH kommen). Viel-leicht entstand 6 aus 6 durch Anhängungeine« Strichleins zur Bezeichnung der ge-linden Aussprache. Im Leutschen steht Gin der Mitte von j. und k, z B. in ge-hen, Glaube, Sieg; am Ende einer Sylbenach einem n bildet es mit diesem einenNasenlaut, z. B. in Gang; fast wie k lau-tet es nach einem kurzen Bocal, wie influgs, weg. Doch weichen in allen diesemdie Mundarten sehr von einander ab. DerBrandenburger spricht G fast ganz weich au«,z. B. Gott fast wie Jott. Selten wirdG verdoppelt, wie in Egge, Dogge. ImFranzösischen lautet da« 6 vor e und ifast wie sch, vor den andern Buchstabenwird es w>e im Teutlchen ausgesprochen;im Italienischen klingt es vor s und i wiedsch; dar spanische g lautet fast wie dasteutsche, nur wird es, wenn «in rr auf das-selbe folgt (z. B. in Guadalquivir) fastwie «in tz ausgesprochen. Im Englischenwird § vor «. i und z-, in den ursprüng-lich lateinischen und französ. Wörtern undin der Endfylbe wie d'ch ausgesprochen,so: AinAer, sprich dschinfcher, justAo,sprich dschodkch; vor m u. r> wird cs garruchtgehört, so: pklexm, sprich Flem; dasEncyclopäd. Wörterbuch. Achter Band,
polnische u. slavische A klingt ganz wie j oder k.2) Als Zahlzeichen s) im Hebräischen — 3,aber mit 2 Pünktchen — 3000; b) imGriechischen / — 3, aber 7 3000;
0 ) im Latein. — 400, aber S —400,000;st) in der Rubricirung 7. 3) Als Abkür-
zung: a) in röm. Inschriften, Handschrif-ten rc. 6 ajus , Ken» etc.! k>) (Num.) ,im Mittelalter so v. w. Sonarius; 0 )(Goldschm.), so v. w. Karni; st) (Med.),so v. w. Kurnmi, 0 ) (Hdlgsw.), obenauf Courszetteln; Geld (vgl. B 8 , st);k) (Heralb ), Gold; A)(Münzk.), auf demRevers neuerer Münzen : «-französischer, dieMünzstadt Pvitiers; ^) schweizerischer, Ge,neoe; 7 ) östreichischer, Nagybanya in Ober-Ungarn ; -!) preußischer, Stettin. <4) (Mus.),a) die 5. diatonische Klangstufe, die wahrtQuinte von 0 ; zugleich ist der Ton x die8 . Stuf« des diatonisch - chromatischen Klang-systems. In der Solmisalion wird 6 durchrol re, sol re ur oder auch blos »otbezeichnet (vgl- und § 05 » auch § sturund A naoll). K) Das große K ist das»leiste der Menschenstimme, A aber dessenOctave; e) Taste der Claviarur, die ein6 angibt; st) die dickste Satte der Vio-line; e) das Vorzeichen de« Violinschlüs-sels (s. d. sv-schlüssels)). Doch hatsich daraus in der Länge der Zeit ein ganzandere« Zeichen (^) gebildet. (3>ä.)
Ga..., 1 ) geographische, sich hiermitanfangende und hierunter sich nicht findendeNamen suche unter Gha... oder Gua...;2) (Musik), s. Bvbisation.
Gaabenseesund (Geogr.), Meerengezwischen den dänischen Inseln Falster undSeeland.
Gaal, 1) (bidl. Gesch), Sohn de«Ebed; half den Einwohner» Sichems gegenGideons Sohn Abimelech, wurde aber vondiesem geschlagen, daß er selbst nicht inSicher» bleiben konnte. 2 ) (Georg von),geb. 1783 zu Presburg in Ungarn; stu-dirte auf ungarischen Universitäten, wardvom Fürsten Esterhazy erst in Eisenstadt,dann in Wien als Bibliothekar angeffellt;bekannt als teuttcher Schriftsteller durch seinTh-ater der Magyaren, Brünn 1820;Mährchen der Magyaren, Wien 1822; daSGedicht: die nordischen Gäste, 18l9 (betdem Besuch des Kaisers Alexander und sei-ner Schwester, der Großfürstin von Olden,A bürg,