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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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717
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Kapetkngische Schrift

Kapetingische Schrift (Diplom.)»s. unt. Neurömische Schrift.

Kapfenberg (Geogr.), Marktfleckenim Kreise Bruck de« Herzogthums Steyer-mark; hat S Schlösser (Ober und Unter»K.)» 6M Ew.

Kap-fenster, s. unt. Fenster.

Kap har (türk. Staatsw.), ein Tribut,welcken die christlichen Kaufleute in Syrienden Türken geben müssen»

Kap har (bibl. Geogr.), 1) K. Ariel.Dorf Ariel, s. Ariel; 2) K. Baricha,Stadt in Palästina, im Stamme Juda,im S. von Jerusalem, nahe bei Ziph. 3)K. Dago, ein Ort imstande der Philister,an der Küste zwischen Diospolis und Jam»nia. 4) K. Sabe oder Salama, Gegend,die die Stadt Antipatris in Palästina um-gab; heute Ali Ebn Akalaym-

Käphareus, so v. w. Kaphereus. Ka-phärnaum, s. Kapernaum.

KaphäuroS (Mythol.), s. Kephalion.

Kaphkira (Myth.)„ des Okeanos Toch-ter, soll, nebst den Telchinen, den Posei-don erzogen haben, der als Kind von Rheaihnen anvertraut wurde.

Kaphereus (a. Geogr.), klippiges, ge-fährliches Borgebirge auf der Südspitze vonEuboia, wo die von Troja zurückkehren-de Hellenenflotte strandete. Heute Monte-lo, nach Männert Cap del Oro. Käphe -ris, nach Plinius ein Eiland im ägäischenMeere. KLphiä, Ort in Messenien; hierGefecht 22t v. Chr. ein Treff-m zwischenden in den Peloponnes eingefallenen undMessenien verwüstenden Aetoliern und demFeldherrn der hier verschanzten Achäer,Aratos. Nach hartnäckigem Kampfe wi-chen die Achäer, nach Verlust von 500M. Kaphira, eine den Gibeoniten(Amoritern) gehörige Stadt, nachher zumStamm Benjamin gehörig, deren Einwoh-ner durch eine List Jcsua das Versprechenablockten, daß er sie nicht vertilgen wol-le. Jos. 8, 17. Diese von Josua ge-schonten Städte suchte Saul später zu ver-tilgen, 2. Sam. 21, 2. Kaphtor, nach5. Mos. 2, 23. u.Jerem. 47, 4., Stamm-land der Philister, das sie verließen, umsich am mittelländischen Meere anzufiedeln.Man hält es bald für eine Landschaft Ae-gyptens, bald für Kypros,*bald für Kap-padokien u. s. w. Aber wahrscheinlich zogenPhilister wie Phönikier aus Arabien andas mittelländische Meer, um dort ihreHandelSspeculalionen weiter ausspinnen zukönnen. Käphya, Stadt in Arkadien,in einer tiefen Höhlung und durch einenbreiten Damm gegen den See Orchomenosgeschützt, zwischen Orchomenos und Phe-neus, mit Tempel des Poseidon und derArtemis, mußte im Achäerkriege viel leidenJetzt das DorfKaphia. (ttk., A/-. u. 5-/-.)

Kapltanis 717

Kapt ober Kapu (türk. Staats».),1) Pforte oder Thür, besonder» aber 2)der Palast des Großwesirs, in welchem alleStaatsamtsstuben sich befinden und alleStaatsbeamten arbeiten; 3) das Haupt-tbor rivn den 9 Thoren des Serails, vonMarmor erbaut und woran der Name: ho-he Pforte, Hop! kiumajun, stattder türkische Hofstaat. Auf der einen Sei-te dieses Lhore« stehen auf Pyramiden dieKöpfe der Verbrecher des Hofs u. Staat»,mit Slücken von Pergament, worauf ihreVerbrechen verzeichnet sind, Andern zumSchrecken. (77^.)

Kapi-Agan (türk.), s. unt. Jdschog-lans.

Kaprdava (a. Gesch.). Stadt am Js-tar in der Landschaft Niedermösia; keineSpur vorhanden.

Kapldschi (türk. Staatsw.), unrich-tig Kapudschi oder Kapigi, heißt diePfvrtenwache und Thürhüter am äußerstenThore des Serails, 4M Mann stark, nurmit einen Stock bewaffnet und eigentlichkeine Soldaten. Sie müssen darauf achten,daß Niemand laut rede oder Geräusch ma-che. Daneben werden sie als Boten, Büt-tel, Scharfrichter gebraucht, überbringendes Sultans Befehle an die Provinzial-statthalter, so wie die Schnur an die, wel-che zum Lode verurtheilt sind, wo sie dannden Kopf des Strangulirien an den Sul-tan bringen. Oft müssen sie, um Wider-stand zu verhüten, heimlich dem Verur-theilten die Schnur Überwerfen. Ihre Ober-häupter heißen Kapidschi - Bascht,Schloßhauptleute und zugleich eine ArtKammerherrn, welche, wie die Lschauschi-Baschi, bei außerordentlichen, des. peinli-chen Aufträgen benutzt werden.

Kapikuli (türk. Kriegsw.), so v. w.Janitscharen.

Käpila (ind. Myth.), so v. w. La-biler.

Kapissa (a. Geogr.), Stadt in derasiatischen Landschaft des Parapamisos inder Provinz Kapiffene, an einem Neben-flüsse des Indes; vielleicht das heutige Kabeloder Khatzan. Kapitälia, bei den Al-ten der höchste Berg in lucki, intra 6-n-xem. Daß es der Dhalawagiri nicht seinkonnte, beweiset schon, daß bei demselbenauf Gold und Silber gebauet wurde.

Kapitänis (griech. Gesch.), die erb-lichen Häuptiinge des Bezirkes Maina, demBerglande der alten Mcffenier. Sie üb-ten während der türkischen Obcrberrschaftwillkührliche, unverantwortliche Gerichts-barkeit , wählten aus ihrer Mitte den Bei,der die Türkensteuer eintrieb und das Landbei dem Pascha vertrat, und bildeten mitdiesem Gewählten eine Art von großenRath. Gewöhnlich waren die K. RLuber-

anfüh-