Jagdwlsienschaft
gehört, so wie di- bei den Jägern gewöhn,lichen Gebräuche und Ausdrücke. I.-wissen schuft, s. unt. Jagd. J.-jap-fe n (Zimmerm.), s. unt. Jagdband. I.-zeit, so v. w. Schießzeit. I.-zeug,das beim Betreiben der Jagd nöthige Ge-räthe, als Jagdlücher, alle Arten Garneund Netze, Fangei'en, Fallen, Federlap-pen, Zangen. Wildkasten, der herrschaftlicheSchirm, Wildtragen, Wildwagcn u. s. w.Sie werden gewöhnlich in einem besonderenHause, Jagdzeug-Hause, aufbewahrt,und ein Jagdzeugmejstcr oder Zeugwärkerhat die Aufsicht darüber. I. - zeug - wa -gen, ein gewöhnlicher Leiterwagen, dochoben mit einem bedeckten Kasten, in wel-chem das Jagdzeug an den Ort des Ge-brauchs gefahren wird; vgl. Fuderzeug.J.-zinken, so v. w. Zinken, s. unterHiefhorn. J.-zug (Pserdew.), Gespannvon vier leichten flüchtigen P'erden an lan-gen Strängen, welche vom Kutscher vomSattel herab regiert werden, besonders inso fern solche zur hohen Jagd dienen.
Jagkilo, geb. um 1354, Enkel vonGedimin Herzog von Likhauen; vermähltesich, nachdem er das Christenlhum angenom-men hatte, 1386 mit Bewilligung der pol-nischen Stände, mit Hedwig, Tochter Kö-nigs Ludwig von Polen, welche unter derBedingung, daß sie den von der Rationgenehmigten Gemahl annähme, von denPolen zur Königin gewählt worden war,und erhielt dadurch die polnische Königs-krone- In der Taute nahm er den NamenWladitlaw V- an. Er vereinigte Lilhauenmit Polen, bekehrte erstres zum Chri-stenthum, setzte seinen Bruder Skiraatenzum Statthalter über diese Provinz, iührteeinen langen u. blutigen Krieg mit W'told(s. d.), der die Lithauer gegen den in Lüstenversunkenen Statthalter unter die Waffengerufen hatte, mußte ihm aber endlich doch,unter dem Vorbehalt der Souveränität vonPolen, die Herrschaft über Lithauen zuge-stehen. Sein Bruder hingegen, der dieStatthalterschaft Kiew erh-ilten hatte, setz-te den Krieg fort, und um ihn zu unter-stützen, mußte er seine Domänen verpfän-den. In dieser Verlegenheit st. Hedwig, u.I. ward dadurch de« Throns verlustig undzog sich nach Rußland zurück, bald daraufbestieg er aber auf Bitten der polnischenStände den Thron wieder, indem er sichmit Anna, der Richte Kasimirs III., ver-mählte. Die Böhmen, mit ihrem KönigWenzel unzufrieden, boten ihm ihre Kronean, aber I. schlug sie unwillig über denVerrath aus u. wollte sich sogar mit Wen-zel alleren, allein die Polen, zu stolz, umFremden HülMruppen zu sein, hindertendies. 1405 sielen die teutschen Ritter insein Gebiet ein, er trieb sie aber zurück,machte einen Einfall, in Preußen und er-zwang einen Waffenstillstand. 1410 brachen
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jedoch die Ritter denselben, I. aber erreich»te und schlug sie. Als sie hierauf den an-gebotenen Frieden nicht annahmen, belager-te er Marienburg (s. d.), sah sich jedoch,weil der König von Ungarn zum Entsatznahte, gezwungen, einen Vertrag einzuge»hen, der eben nicht zum Vortheil der Po-len war und unter den polnlscken Magna-ten Unzufriedenheit erregte. Witold, Her-zog v. Lithauen, hatte bei dieser Gelegenheitsich feindlich gegen I. gezeigt, letzterer fürch-tete daher einen Abfall, mehrte, um ihm zu-vorzukommen , die Privilegien der Lithaueru. kettete sie so an die Krone. Von Neuemvon den teutschen Rittern angegriffen, auchvon seinem Bruder beunruhigt griff er stetszu den Waffen, um den Sieg zu erringen;er zeigte seine großherzige Gesinnung da-durch, daß er die ihm von den Hussitcn 1420von Neuem angebotenc Krone Böhmens wie-der ausschlug, ja er machte den Ständen,als er das Alter herannahen fühlte u. mein-te, daß er den Regierungslasten nicht mehrgewachsen sei, den Vorschlag, die Krone,mit Uebergehung seiner Kinder, seinem Fein-de, den Herzog Witold v. Lithauen, abzukre-ten. Der letzte Aet seiner Regierung warein zwölfjähriger Waffenstillstand, den ermit dem teutschen Orden schloß. Er st.1434. Er war nach dem Tod der KöniginAnna noch 2 Mal, an Elisabeth, Tochterdes Palatin vvn Sendomir, und an Sophie,Tochter des Herzog« von Kiew, verheira,ther. Sein e'nziger Sohn, Wladislaw VI.,folgte ihm, diesem, dessen Bruder, KasimirIII., dann in direkter Linie Johann, Al-brecht, Alexander. Siegismund I. u. II.; siemacken das Geschlecht der Iagellonen aus.Mit letzterem starb dieses erlauchte Haus, dasunter den Polen zu einem hohen Grad vonMacht u. Ansehen gelangt war, aus. Po.len, ein Wahlreich, welches Recht es auchunter den Jagellonen, jedoch unter steterBerücksichtigung der Erbansprüche dieleSHauses, behauptet hatte, wählte jetzt zumerstenmal einen nicht sarmalischen Fürsten,Heinrich, nachmaligen König von Franksreich, zum König.
Iagemann (Christ. Jos.), geb. zizDingelstedt bei Mühlhausen 1726; erstStu«dienregent beim Uugustinervrdcn zu Florenz,hierauf Direktor des Gymnasiums zu Erfurt,endlich Bibliothekar zu Weimar, wo ev1804 st. Schrieb; Geschichte der tretenKünste u. Wissenschaften in Italien, 2Bde.,Leipz. 1777—1781; Dirionsrio Itaüsno-s?eäesoc> o Veäesoo - IlaÜLnn, L Bde.,Weißens. 1780—91; Italien. Sprachlehre,L Bde., Leipz. 1794 — 96, 2. Ausl. 1802,Nirovo vooslrulsrio irallano - restesoo otkllesco-italiano, 2Bde., ebend. 1799—>1800 , 2. Ausl. 1804. Auch hak er mehrer»ital. Werke insLeutsche übersetzt, z.B. Aus,zug aus Galuzzi's Geschichte des Groß,
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