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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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332 Jagdhund

oder die Hühner aus dem Lager auf; auchnur, wenn es ihm befohlen ist, darf er denangeschoffenen Hasen verfolgen und fangenund muß ihn dann aber auch Stundenweit verfolgen und apportircn. Ein gutdressirter oder fermer Hühnerhund mußauf Pfeifen oder Zuruf genau folgen, erdarf nicht zuviel Feld einnehmen (schwär-men), d. h. höchstens 40 50 Schrittevom Jäger entfernt suchen, er darf nichtjagen, nicht vor dem Schießen oder demZurufe das Wild verfolgen, nicht das ge-fangene Wild rupfen oder zerreißen, erdarf nicht blos nach der Fährte, sondernmuß auch nach dem We de suchen, muß dieNase hoch tragen, auch nicht gerade aus,sondern hin und her suchen. Sein ganzesBenehmen beim Suchen heißt die Suche,Fehler und Lugenden dabei, erben gewöhn-lich in der Race fort. Ist ein Hühner-hund beim Dressiren durch zu starke Züch-tigung muthlvs und ungehorsam gemacht,so ist er verschlagen. Ein Hühnerhundmuß auch im Holze und im Wasser nachWaldschnepfen, Sumpfschnepfen und Ente»suchen und aus dem Wasser apportiren,für die Wasserarbeit hat die langha-rige polnische Race mehr Ausdauer; hier-auf drejstrte Hühnerhunde heißen daherauch Wasscrhunde. Ehemalssuchte man dem Hühnerhund seine Fertig-keit durch freundliches Zureden beizubrin-gen, aber ä>er Jäger bleibt dann den Lau-nen des Hundes Preis gegeben. Sichererbewirkt man eine gute Dressur durch großeStrenge, Parforcedressur. c) DerLeithund (oanii Harn, venaciciis),Kopf und Schnauze lang, Leib untersetzt,Brust stark, Beine mittelmäßig. Er dientdazu, die Fährte des Rothwildes und derSauen aufzusuchen, und dem Jäger zu zei-gen, wo ein solche« Wild hingegangen ist,indem man ihn an den Hängeseil führt.Er ist daher bei Bestätigungsjagen unent-behrlich, denn will man bestimmen, wieviel Stücken Wild in einem Holzbezirkesind, so stellt man die Vorsuche an, d. h.man ziehet mit dem Leitbunde rings umdas Holz herum, denn sobald der Hundauf ein« Fährte kommt, zeichnet er, d. h.er hält die Nase darauf und sieht abwech-selnd den Jäger freundlich an. Um nochsicherer zu werden, läßt man den Hund einStück auf der Fährte fortgeben, läßt ihnschießen, oder folgt mit ihm nach; als-dann verbricht man die Fährte, legt einabgebrochenes Reiß darauf, gewöhnlich beimHirsch so, daß das abgebrochene Ende,be'm Thier so, daß das laubige Ende dieGegend bezeichnet, wo die Fährte hinge-het; dann wird der Hund unter den Armgenommen u, wcggetragen (abgetragen).Gewöhnlich wird das Aufsuchen der Fährtemehrere Tage wiedcrhohlt (erneuert od.

Jagdkleid

«erneuert). Ein guter Lekthund mußjede Fährte anfallen, übergehet nicht,aber nie dabei laut werden, muß auf derHin- und Wiederfährte zeichnen. Da derLeilhund von Natur weich ist, so muß er beimArbeiten, Dresfircn, sanft behandelt werden,fällt er falsche Fährten, d. h. Rehe. Hasenu. dgl., an, so ist die stärkste Strafe einRuck mit dem Hängeseil, zeichnet er aufder gerechten Fährte, so wird er gelie-belt, d. h. mit einem abgebrochenen Zweiggestrichen, ä) Der Schweißhund (c,-ni« kgrn. -coricus), Kopf und Leib ge-streckt, Schnauze gestreckt und stark, Beinemittelmäßig, Ohren groß. Doch kann fastjede Art Hunde zu Schweißhunden abgerich-tct werden, wiewohl die von mittler Größeam brauchbarsten sind. Sie müssen strenggehorchen, ohne laut zu werden, neben demJäger liegen oder ihm folgen. Da« ange-schoffenc Wild müssen sie auf der Schweiß-fährte verfolgen oder aufsuchen, der Jägerbehält dabei den Hund so lange an derLeine, bis er das geschossene Wild erblickt,dann löst er ihn, und nun erst wird derHund laut, damit sich das Wild vor ihmstelle und der Jäger einen zweiten Schußanbringen kann. Die größeren Schweiß-hunde, z. B. der Curs Hund (canis kam.cursoriua), ein Blendling vom Windhundund dänischen Hund, reißen auch das an-geschoffene Wild nieder, e) Die Hetzhunde(s. d.), wovon die zur Saujagd abgerich-teten Saurüden heißen, k) Die Bellerod. Finder (s. d ); s) der Dachshund (s.d.); b) der Biber und Otterhund. Vgl.Hundestall, Dressiren. 2) Nach Sechstem,Cuvier u. A. besondere Unterabtheilung vonHund (s. d>). 3) Der springende Hund imWappen so genannt; vgl. Brack. Oftsind 2 I. zusammengekuppelt. (7?--!.)

Jagd-Hunde (Astron.), Sternbild,der Bootes (s. d.) dem sie führend darge-stellt wird, von Hevel (s. d.) beigefügt,zwischen demselben, dem großen Bär unddem Haupthaar der Berenike (s. d.). Derobere, über welchen der große Bär denSchwanz und Bootes den linken Arm hin-streckt, erhielt den Namen Asterion, deruntere C hara; beide sind durch einHalsband verbunden, das durch einenStern 2. Größe bezeichnet ist. Sonst ge-hören noch 3 von der 4., 8 von der ä. u.11 von der 6. Größe zu diesem Sternbilde.

Jagd-Hunde lösen, sie von derLeine, woran sie geführt werden, los lassen.

Jagd-junker, s. unt. Hof. J.-ka-lender, ein Verzeichntß aller der Arbei-ten, welche beim Jagdbetrieb im Laufe desJahres Vorkommen. Vgl. Jagdalmanach.I.-kanzelet, so v. w. Jagdamt. I.-klapp er, so v- w. Klapper. I.-kletd,ein kurzer bequemer Rock, meist von Tuchu. von grüner Farbe, im Sommer gewöhnlich