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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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Jacobe

1470. Dgl. Holland 1)(Gesch.) (Bd.s. S.585). Einige Schriftsteller schildern I. wohlmit Unrecht als sehr ausschweifend.

Jacobaa (j. lAund.), 1) alsPsianzen-aattung nicht anerkannt und unter Sen-ciound Cincraria vertheilt; 2) alSArt; s. ja-ool>L-a, s. unt. Senecio.

Jacobe (Johann), geb. zu Wien 1733;widmete sich der Mahlerei und Kupferste-cherkunst, ging dann nach London und st.in seiner Vaterstadt 1797, als ein ausge-zeichneter Künstler in der schwarzen Kunstbekannt.

Jacobellus von Mys, s. Jakob 36).

Jacobs (ssacodi lliss, Kalendcrw.),Namenslag des Apostels Jakob, der 25.Julius.

Jacöbi, 1) (Johann Georg), g-b.zu Düsseldorf 1740; ging 1758 nach Göt-ringen u. Helmstädt ». erhielt nach vollen-deten Studien der Theologie den Ruf alsProfessor der Philosophie und Beredsam-keit nach Halle. Er war zugleich Canonicusdes Stifts Mauritius u. Bonifacius zu Hal-berstadt. Durch Gleim wurde sein Dichter-talent mächtig geweckt u- er selbst bald derLiebling seiner Freunde u. des Publicums.1784 erhielt er einen Ruf als Prof, der schö-nen Wissenschafen nach Freiburg im Bretsgauu. später den Charakter eines großh. badi-schen Hofraths; st. 1814. Seine Werkeerschiene», 3 Bde., Halberst. 1770 74;von ihm selbst gesammelt, 7 Bde., Zürich180718; Taschenausgabe, ebend. 1819 22, n. Ausl, in 4 Bden. mit B.ldniffen1825; gab außerdem heraus; Iris. Quar-talschrift für Frauenzimmer, Düsseldorf u.später Berlin 1775 1778; Taschenbuch,Königsb. 1795SS; Ucberflüsstges Ta-schenbuch, Hamb. 1800; Iris, ein Ta-schenbuch, Zürich 180313. 2) (Fried-rich Heinrich), Bruder des Vorigen,geb. 1743 zu Düsseldorf. Bon seinem Va-ter zum Kaufmann bestimmt widmete ersich diesem Stande, ohne die Literatur zuvernachlässigen, trieb vielmehr, besondersdie französische, während der 3 Jahre, dieer in Genf zudrachte. Später übernahmer des Vaters Handlung, während dieser«ine Zuckerfabrik in Pempelfort anleg-te. Als I. das Handelsgeschäft nichtmehr zusagte, ward er durch Veranstal-tung eines Freundes Hoskammerrath zuDüsseldorf und suchte hier seine Kenntnissein der Staatswirthschafr praktisch anzuwen-den. Durch seinen Bruder war er infreundschaftliche Verhältnisse mit Wieland u.Golhe getreten. Durch eine reiche Heirathin den Stand gesetzt, seinen Vater zu unter-stützen, der durch Anlegen jener Zuckerfabrikeinen großen Thcil feines Vermögens verlorenhatte, blieb er dennoch in semem Posten,wo er durch Lhätigkeit und Einsicht dem

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Lande von großem Nutzen war. 1773wurde er als geh. Rath nach München be-rufen, gerietb jedoch hier durch eine frei-müthige Darstellung der Nachtheile deSdaierischen Zollsystems in Ungnade, kehrtenach Düsseldorf zurück und verlebte nunden größten Theil seiner Zeit zu Pempel-fort in literarischer Beschäftigung im Schoßeseiner Famitie, mit Göthe, Herder rc.in steterbrieflicher u. persönlicher Verbindung. DerTod seiner Gattin löste dies angenehme Ver»hältniß, u. er verließ 1794 bei derAnnähe»rung des Kriegs Düsseldorf u. war nun ab-wechselnd auf Reifen in Holstein, Homburgoder Eutin. Von da zog ihn 1804 einRuf an die neuerrichtcte Akademie der Wis.senschaften nach München, deren Präsidenter 1807 wurde. Er legte aber diese Stelle1813 nieder und st. in München 1819»

1. ist einer der geschätztesten leutschen Phi-losophen. Doch ist secne Philosophie nichtauf demonstrative Beweise, sondern auf einmehr im Gefühle als in der wissenschaft-lichen Kenntniß sich offenbarendes Bernunft-vermögen gegründet und daher mehr eineGlaubensphilosophie als eine doctrinelle.Wichtigste Schriften: E. Alwills Briefsamm-lung, Königsb. 1792; Woldemar, Flensb.1779, neueste Ausl., Lpz. 1826; Briefeüber die Lehre des Spinoza, Bresl. 1735,3. Ausl, ebend. 1789; Wider MendelssohnsBeschuldigung betr. diese Briefe, Leipzig1786; David Hume, über den Glaubenoder Idealismus und Realismus, Breslair1787, Ulm 1795; Sendschreiben an Fichte,Hamburg 1799; lieber das Unternehmendes Kriticismus, die Vernunft zu Verstaubezu bringen, ebd. 1802; Bon den göttlichenDingen u. ihrer Offenbarung, Leipz. 1811,

2. Ausl, ebend. 1822. Seine sämmtiichen

Werke, 5 Bde., erschienen in 7 Lbth. ebend.1812L0. 2- Ausl. 1825. Nach J.s Todeerschien sein auserlesener Briefwechsel, her-ausgegcben von Rolb, 2 Bde., Leipzig1825 u. 27. Vgl. F. H. Jacobt nach sei-nem Leben, Lehren u. Wicken, von Schlich-tegroll, Weiler und Tiersch, München1819. 3) I. Klöst (Baron von), preu-ßischer Gesandter und Staatsminister; er-öffnet« seine diplomatische Laufbahn 1791als preuß. Gesandter am östrrichifchen Hofe,nahm 1799 am Congreß zu Rastadt Theil,wo er sich vergeblich bemühte, die französi-schen Gesandten zu retten, und dann dieerfolglose Untersuchung über diesen Mordleitete; ging als bevollmächtigter Ministernach London, wo er 1805 Alles anwandte,um den Übeln Eindruck, welchen die Be-setzung Hannovers hervorbrachte, zu ver-mindern. Er blieb in dieser Stellung bis1817. Al« er in diesem Jahre nach Der-lin zurückkehren wollte, starb er in Dres«,den. (E-),