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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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Isdsäii insu)»

Krkegsw.), 1) überhaupt ein Hauptmannder Janitscharen; 2) besonders ein Janit-scharen-Ossizier, welcher sonst die Tribut-kinder, aus dem dieses Corps zusammen-gesetzt wurde, in den verschiedenen Pro-vinzen des Reichs aushob.

Isbäckii Insuls (Jabadia, a.Geogr.), s. Jabadiu nesos.

»Jabahlten (Jabajahiten, spr.Dsch--., Muhammed. Relig.), eine muham-medanische Secte, welche glaubt, daß die Er-kenntniß Gottes sich nicht auf alle Dinge er-streckt, sondern durch die Erfahrung vollkom-men gemacht wird; ferner, Gott regiere dieWelt nur zufälliger Welse und habe nichtalle Dinge von Ewigkeit her gewußt.

Jabal (bibl. Gcsch.), ein Sohn des La-ntech, der zuerst die nomadische Lebensweiseund die Viehzucht getrieben haben soll. 1.Mos. 4, 20.

»Jabba (spr.Dsch..., Geogr.), Gebietauf Guinea's Goldküste (Afrika), darin dasDorf Abrobi.

Jabesch (Jab es, bibl-Geogr.), Stadtin Palästina, in Gilead, im St. Manaffe,nach Josephvs dieHauptst. des Landes, nachEusebto« ein bloßes Dorf; doch muß sie imAltcrthum sehr bedeutend gewesen sein, dabet einem Blulbade, LaS (Nicht. 21, 814) die 11 gegen Benjamin verbündetenStämme in ihr anrichteten, 400 mannba-ren Jungfrauen das Leben geschenkt wurde.Nachher kömmt sie in der Bibel öfters vor(1. Sam. 11, 1 4 und 1. Sam. 31, 8-13.,. (ckli.)

Jabin (bibl. Gesch.), 1) kananitiicherFürst zu Ehazor (Jos. 11, 10.). Josua be-siegte ihn und zerstörte sein Reich. 2) Kö-nig zu Binda, der die Israeliten 20Jahr un-terjocht hielt, bis der Richter Barak (s. d.)dessen Feldherrn Siffera überwand.

Jäbiru (rn/cterin 7.., Aool.), Gattungaus der Familie der Reihervögel (b. A. Un,tergatluvg von Storch); unterscheidet sichvon andern, Störchen durch den etwas auf-wärts gebogenen Schnabel. Art: ameri-kanischer I. (in. amsriesna), größer alsStorch, der halbe Hals ist nackt und wi-der Kopf, Füße und Schnabel schwarz, derUnterhals roth, sonst weiß. Süd-Amerika,frißt Würmer u. Fische; der asiatische I.(in. »si»tie») u. a. (7^>.)

Jablöna (Geogr.), so v. w. Gabel.Jablonka, Dorf in der GespannschastArva (Ungarn) hat 3600 Ew., meist Lei-neweber. Jablonnoi, so v.w DaurischeSGebirg. Jablonnoi Khrebet, sov.w.Apfelgebirg, s. unter DaurischeS Gebirg.Jäblonov, Markts!, und Kameralherr-schast im Kreise Gtanislawow de« Sstreichi-schen Königreichs Galicien; hat Salzwerk.

Jablonowsky (Jos. Alex. Pruß I.,Fürst von Jodlonow), geb. 1712, Sohn deSpolnischen Krön - GrvßfähndrichS Alex. Jo-

Jablonsky 313

Hann I.; bereiste Teutschland und Frank-reich und ließ sich beim Ausbruch der pol-nischen Unruhen in Leipzig nieder, stifteteunter den akademischen Gelehrten die da-selbst noch bestehende, nach ihm genanntegelehrte Gesellschaft, welche jährlich 3Preisfragen aus der Geschichte, Mathe-matik und Oekonomic aufgibt und die besteAbhandlung über jede mit 24 Ducatenkrönt. Die Nachrichten darüber erscheinenvon Zeit zu Zeit in Druck: L.ct» socie-taris ssablonovianas, 6 Bde., Leipzig1771 87; Ißov» acta soo. ssabl., »bend.1802 u. 1810. Er selbst tzinterließ: Vin-ckiciss I.oclri et Orwctri, Lpz. 1770 , 4.,vermehrt ebend. 1775. (Ackck.)

Jablönsky, 1) (Daniel Ernst),ged. zu Danzig 1660; ward Prediger inMagdeburg; 1686 Rector am Gymnasiumzu LIssa; 1690 Pastor in Königsberg,erhielt den Titel als Hofprediger, kamdann nach Berlin und st. dort 1742 alsBischof oder Senior der böhmischen Brü-der in Groß-Polen und Preußen. Ernahm vorzüglich thätigen Antheil an denVersuchen» die Lutherische und reformirteKirche zu vereinigen. Auf Vermittlungder Königin Anna von England erhielt er,was vorher nie bei einem Ausländer undNicht-Anglicaner geschehen war, die theolo-gische Doctorwürde von der Universität zuOxford, als Beweis, daß ihn die bischöf-liche Kirche für einen rechtgläubigen undrechtmäßigen Christen halte. Seine Schrif-ten sind: Predigten über auscrwäblte Sprü.che, 1. bis 8. Zebend, Berlin 171621,

2. Aufl. 1724 28; Die letzten WorteSalomonis in dem 12. Capitel seines Pre-digers, ebend. 1733; Die rechtschaffenenFrüchte der Buße von St. Johann cinge-schärft, ebend. 1733; Ilisroria aonsensusLenckoiniriensis, ebend. 1733; -Ick Pau-lum -louiiiiuiu cks ücksnclcrs ei>isrt>Ia»poioxetics, ebend. 1731; Einweihungs-Predigt der h. Dreifaltkirche in Berlin, ebd.1739; Betrachtung über den göttlichen Ur-sprung der h. Schrift, ebd. 1741; lübliairebrnic» cuiri nolis Irohr., ebend. 1699 ;llrorsmem ssssictum; ssur» et lilierts-res ckissickentium in kolonia (polnisch);Oppressorum in lkolonia evim^sl. cke-sickeri»; außerdem übersetzte er mehre-res ins Lateinische. 2) (JohannTheodor), Bruder des Vorigen, geb.zu Danzig 1665; wurde Hofrath zu Ber-lin Secretär der königl. Gesellschaft derWissenschaften u. Erzieher des KronprinzenFriedrich Wilhelm. Er st. 1731 und hin,terlicß eine Uebersetzung de« Tacitus mitAnmerkungen, 1724; ein teutsch-srunzöst-sches und französisch - teutsches Wörterbuch,unter dem Namen Pierre Rondeau, undein allgemeines Serieon der Künste u. Wis-senschaften, s. u. Encyclopädie. 3) (Paul

Eit n st),