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Die Schreibart mit i und s haben wir am passendsten folgendermaßenzu ordnen geglaubt:
t) i und j sind als von ihrem Wesen völlig verschiedene Buchstaben hier,wie im ganze Werke, von einander getrennt, so daß i (als Vocal) zusammen»gestellt vorangeht, das j (als Consonant) als eigner Buchstabe folgt.
2) I, vor einem Vocal stehend, ist bei Wörtern, die aus Sprachenstammen, die kein j haben, stets Lurch i ausgedrückt worden, vorausgesetzt,daß Liese Wörter ganz unverändert geblieben sind, oder, indem sie in eineandere Sprache übergingen, das i vor einein Voeal immer noch als i, nichtals j ausgesprochen wird. Deshalb sind
u) da die griechische Sprache kein j kennt, alle alt» und neugriechischenEigennamen aus der Mythologie, Geschichte, Geographie u. s. w., wie Jak»chos, Jason, ferner auch alle griechische, unverändert gebliebene Wörter, wieJatroS und auch die anS dieser Sprache herstammcnden, aber nach tculscherSprachform fleetirtcn Wörter, die jedoch noch in letzterer das Charakteristiksche behalte» haben, daß i als Vocal ausgesprochen wird (wie Jonien), mitdem i geschrieben.
b) Eben so ist bei den italienischen Eigennamen und Wörtern, da dieitalienische Sprache, wenigstens nach Len neuern Aussprüchen der CruSea, LaSj nicht hat, sondern statt diesen gi setzt. Las i beibehalten worden. Da»gegen sind
c) aus dem Griechischen stammende Wörter, die in die teutsche SprachtLbcrgetragcn worden, und bei denen der Sprachgebrauch das griechische i inj verwandelt hat, auch unter j gestellt worden, so sind z. B. Jambe, Johannesunter j zu suchen.
3) Wörter, die aus der hebräischen, arabischen, syrischen, türkischen, per»fischen, lateinischen, französischen, spanische», englischen Sprache u. s. w. stam«me», und eben so die ursprünglich teutsche» Wörter in den Fällen, wo i vor ei«nein Vocale steht, sind mit weniger Ausnahme unter j zu suchen.
4) Kaum bedarf eS einer Erwähnung, daß i, vor einem Consonantrnstehend, stets unter i gestellt ist.
Alle Irrungen und Zweifel werden übrigens dadurch am besten vermie«den, wenn der geneigte Leser in Fällen, wo er zweifelhaft ist, das, was erunter j nicht findet, unter i sucht und umgekehrt.
i, 1) als Buchstabe, I, i in der lateini-schen und in den von dieser abgeleitetenSprachen; I, , in griechischer Schrift, derS.Buchstabe des teutsche«, lateinischen u. dermeisten andern Alphabete, ebenso der mittelste(3.) Bocal, sowohl der Stelle als derOesfnung des Mundes nach (weil bei ihmder Zungenkanal unter allen am engstenist); klingt schärfer als ü; ist bald geschärft(i- B. hin), bald gedehnt, in welchem letz-ten Falle c» zuweilen ein h. (z. B. ihn),»der. ein e (z. B. fließen) zu sich nimmt;
Encyclopäd. Wörterbuch. Zehnter Band.
dagegen wirb er, wie u, nie verdoppelt.In der holländischen Sprache vertritt ij dage«gen die Stelle des Au Diphthongen u. Zu.sammensctzungen wird I in den meisten Spra-chen am häufigsten gebraucht, weil es zur Mo-dification der Töne besonders geschickt ist.Im Oberteutschen verwandelt sich i« bis-weilen in «u, z. B. fleußen statt fließen.Im Englischen (wo es Ei heißt) lautet es oftwie ei in den meisten andern Sprachen. ImHebräischen, wo der Buchstabe Ehirek heißt,wird cs wie in den anderen semitischen Spra.
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