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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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Hut Hut 7

liu, Hamburg. Hanau, Döbeln» Hanno- tet, gegipfelt und besteckt erschein«» >. «stper, Erlangen, München, Wien, Prag u. als Träger anderer Figuren benutzt wer-seit einigen Jahren auch Leipzig liefern den, oder Standeszeichen. Dabin gehö«gute Hüte. Zu Verfertigung der Filzhüke ren die breiten Hüte der geistlichen Wür«wird die Wolle erst ausgelesen, gereinigt, den (s. Cardinal«-, Erz- und Bischofs«gewaschen, kartätscht, dann gefacht (s. d.), und Protonotarie chut), dann die ander«die Fache gefilzt (s. d.) und gewalkt, geformten weltlicher Personen (s. Erzher.Jetzt gleicht derH. noch einem spitzigen Ke- zoglicher Hut, Fürstenhut, Schweizerhut),gel. Nun wird er noch naß über die Form 4) (Gesch-). Die Sitte, den Kopf zu de»(Hutform), eine kurze hölzerne Walze, decken, liegt in der menschlichen Natur u.geschlagen, dann wird der Kranz ge- ist daher sehr alt. Die Garamanten theil-schlagen.d. h. die Krempe umgedogen, ten die Schale eines Straußeneies in 2dann die Platte ausgestoßen, d. h. Hälften und bedeckten den Kopf damit, dieder spitz'ge Deckel flach gedrückt, wobei der Babylonier trugen eine Art Turban, dieH. wiederholt in warmes Wasser getaucht Meder trugen eine Tiare oder einen spitzi-wird. Der getrocknete Hut wird dann mit gen Hut, die Aethivpier hatten Hüte mitBimsstein oder einer Fischhaut abgene- breiten Krempen, um sich gegen die So»,den und aufgerupft (s. d.), alsdann ge- nenstrahlen zu schützen. Die Griechen tru»färbt. Zu der schwarzen Hutfarbe gen einen Hur oder eine Kappe von geweb,nimmt man gehacktes Brasilicnholz, et- ter Wolle oder dickem, grobem Tuch (»7-was Galläpfel, Kupferwaffer und Grün- Xs-, -r,xis>-» A-.X.'^-r»,, -r/Xi-rxor), gewöhn»span. Bor dem Färben wird der H. noch- lich auf Reifen, bes. zu Schiffe; beidenAthe-mals über eine Hutsorm geschlagen, einige näern thaten dies nurkränkliche Personen, ge.Augenblicke in kochendes Wasser gehalten, meine Leute, Bettler. Aehnlicher dem mo-da« Wasser wieder ausgedrückt und dann Lernen Hute war der Petafos (thessa-dcr H. 2 Stunden in dem Farbenkessel ge- lisch er H.), ein H. mit breiter Krempe,kocht, dann abgekühlt und das Kochen noch den gewöhnlich die Epheben mit der Chla«zweimal wiederholt. Alsdann wird der H. mys trugen, aber auch Andere, alt Schirm-gesteift. Man kocht Gummi, Tischler- Hut gegen die Sonne, z. B. in Theater»,leim und Ochsengalle in Wasser, bestreicht Auf Vasen erscheinen Heroen oft mit dem-damit den H. und läßt ihn auf einem ei- selben, z. B. Bellerophon, Thesen«, Pek«fernen Ofen trocknen, damit sich der Leim rithvos, besonders trägt ihn Herme«, al«in den Filz zieht. Zu stark gesteifte oder der Epheben Jdealgestalt. Eben so beidengeleimte Hüte brechen leicht, zu wenig ge- Römern, die den Hut (xllerio, xeku»)leimte Hüte verlieren leicht die Form. Nach aber auch bei Begehung heiliger Gebräuche,dem Steifen werden die Hüte aufgestutzt, bei Schauspielen und Festen, besonders heiihm mit Bürsten und Bügeleisen die äußere den Saturnalien, trugen. Der kil-a»Appretur gegeben, sie geglänzt u. das Fut- war mehr eine Kappe, gewöhnlich rund,ter eingenäht. Bet feinen Hüten ist häu- in Gestalt einer bisweilen auch spi»

fig nur der Ueberzug von feinen Haaren, tzig. Ein anderer H. war der Panno-dagegen der Kern von Fachen aus grober Nische Hut, eine lederne, außen raucheWolle; solche Hüte tragen sich leicht ab. Mütze, die nach Begetiu« di« Soldaten inL. Die Damenhüte sind gewöhnlich von Pannonien statt des schweren Helmes ein-weit leichterem Stoff verfertigt, als die geführt hatten. Der H. war bei den-Herrenhüte. Im Sommer pflegt Stroh mern das Zeichen der Freiheit; darum er-das Hauptmatcrial zu denselben zu sein (s. hielten Sklaven bei der Freilassung (s. d.)Strohhüte), doch werden auch Bast und einen H. (vgl. rileatui «srvu-)- Ebensoandere Stoffe, besonders baumwollene Zeuge, ließen Brutus und Cassius nach CäsarSdazu genommen; im Winter werden die Ermordung Münzen schlagen, wo ein HutDamenhüte gewöhnlich aus allerhand wol- al« Freiheitszeichen zwischen 2 Schwerternlenem, baumwollenem und seidenem Zeug, stand, und viele Römer erschienen nachmeist aus Sammt, Atlas, Lasset u. s. w. Nero'S Ermordung mit Hüten auf demgemacht, doch auch, der Mode nach, Filz Kopfe, um ihre wieder erlangte Freiheitoder doch wenigstens Felbel dazu verwendet, anzudeuten. Von diesem römischen Ge-Seidene breite und schmale Bänder, künst- brauch und von der späteren Sitte, vorliehe Blumen aller Art u. dergl. dienen zu Höheren, also vor denen, die man al-Her«Coeffüren des Hutes. Die Form der Da- ren anerkennt, das Haupt zu entblößen,menhüte richtet sich noch mehr nach der scheint es gekommen zu sein, daß man denMode, als die der Herrenhüte, und wech- Hut al« Symbol der Freiheit betrachtete,selr fast monatlich. 3) (Herald.). Hüte und daß es besonders die Republiken undsind entweder Helmkleinodien, wo sie sich namentlich die Republik der vereinigten Nie»von den Mützen bald durch die breitere, Verlande nach ihrer Befreiung von spani-bald durch die höhere Gestalt (Spitzhütc) scher Herrschaft al« ihr Sinnbild annah-untecscheidcn, und wo sie mannigfach gestal. men. Streitig ist, ob die Hüte der Al-