Cadoval
Cäboval (CadualduS, Cadwald), bri-tannischer König von 635 an, Sohn Cad-wans; soll in einem Kriege gegen den Für-sten Oswald von Nordhumberland gebliebensein; nach Andern aber gewann Oswaldzwar jene Schlacht, und C. beherrschte spä-ter friedlich den größten Theil von Eng-land bis 667 oder 678.
Cadovallcidrus (Cadwallader), SohnCadovals, brit. König von 667oder678an;ging, von seinen aufrührerischen Untertha-nen und den Sachsen vertrieben, nach Bre-tagne, wo er auch vom Alarms Unterstü-tzung erhielt, gab aber, wie man sagt,durch eine prophetische Erscheinung dazubewogen, den Unterwerfungsplan gegenBritannien aui, ging nach Rom u. st. 687.
Oastraii (fr.), 1) Ouadrant (s. d,);2) Uhrzifferblatt; 3) Laäraii sollllio,Sonnenuhr.
Oaäratüro (fr., Uhrm.), Vorlege-werk (s. d.).
6-rstrs (fr.), I) eigentlich Einfassung,Rahmen; 2) (Kricgsw.), der Stamm einesRegiments rc., entweder in Friedenszeiten,wo die Ofsiciere und Untcrossiciere ge-wöhnlich vollzählig, von den Soldaten abernur eine gewisse Anzahl beibehalten, letztereaber, bei Ausbruch eines Krieges, nach demvorgeschriebenen Bestände completirt wer-den ; oder zur Zeit eines Krieges, der zu-rückgebliebene Stamm eines ausgerücktcnRegiments rc., welcher die zum Ersatz nö-thigen Mannschaften und Pferde erercirtund abrichtet; auch die zurückgeschickten.Of-siciere und Soldaten zu Errichtung einesneuen Regiments; 3) ein Rahmen zu Aus-zimmerung der Brunnen - u. Minengänge.
Cadrillirter Taffent, s. Quadril.lirter Taffent.
Cadroes (St,), aus einem vornehmenund reichen Geschlecht- Schottlands ent-sprossen; ward auf seiner Reise durch Frank-reich Mönch und Abt zu Vaussoire, her-nach zu Metz. Von ihm werden mehrereWunderwerke erzählt. Er st. auf der Rück-reise von der Kaiserin Adelheid im JahrS88. Tag der 6. März.
Cadsanb (Geogr.), s. Cassand.
Cadu, s. Cadou.
LarliiLg bona (lat., Rechtsw.), s.Dona caänca und Caducität 3).
Oacküoas (planrae, lat., bot. No-niencl.), Pflanzen, die bald nach ihrer Ent-wickelung zu Grunde gehen, wie mehrerePilze; Bätsch (s. d.) bildete daraus eineeigne Familie.
Lscküoas prsoos, (röm. Ant.), s.Drecss.
Oacknna inortis (lat., Rechtsw.),so v. w. Baulebung.
Laänaarill Isx (Rechtsw.), eineVerfügung über verfallene Güter; ein be-sonderer Titel darüber im lüorxus juris.
Caducitat 599
Osllncärii (im mittl. Kat.), I) s. v.w, (lalliici od. 6adivi, Kranke, besondersEpileptische und Mondsüchtige; 2) Per-sonen, denen tüaünoa lo-zata (s. Legat)zu'allen.
OaäNoa Vota, so V. W. (iaüucaoprocos.
tziackncsä'ti (Rumism.), Münzen,welche mit dem Schlangenstab (callnoviis,s. d ) Merkurs bezeichnet sind. Man findetihn auf vielen Kaisermünzen, auch aufMünzen der griechischen Städte, wo Mer-kur des. verehrt wird.
Oackunvätor (latein.), Herold,Friedensbote, der zu seiner Sicherheitbei den Griechen den Oackueouln (s. d.und Oackucifer), bei den Römern aber dasKraut verkenn vor sich trug oder tragenließ. Seine Person war unverletzlich. Vgl.Keryr und Herold.
Oachtloous (Laciilvomri, lat-, griech.xvxvxw»), Heroldsstab, Friedensstab (Lor-beer- oder Oliven-) Stab, de» um Frie-den Bittende oder Friedensboten oder sonstin friedlicher Absicht Kommende trugen, umvon feindselig Gesinnten schon von ferneals solche erkannt zu werden. Der, viel-leicht ursprünglich phönikische, Mythus gibtihn als besondere Jnsignie (dann auchvil'Aa, Ruthe genannt), dem Her-mes (daher enckueiker genannt), als Göt-terboten, und nennt ihn ein GeschenkApollons, dafür, daß Hermes demselben dieEhre der Erfindung der Lyra abtrat. ZweiSchlangen, mit zugekehrten Köpfen, umwin-den ihn später, zum Andenken, daß Herme«einst in Arkadien zwei sich bekämpfendeSchlangen, die er damit schlug, besänf-tigte. Vielleicht sind sie Sinnbild der Klug-heit. Nach Völliger (in den Vasenge-mälden) entstanden sie aus künstlichen, dmHandel bezeichnenden Knoten an den Frie-densstäben der zu rohen Völkern kommen,den Phönikier. Mit diesem Stabe führteHermes die Schatten in die Unterwelt,schläferte Wachende ein, weckte Schlafendeauf, ermunterte Träge zur Thätigkeit undverwandelte damit Berührtes in Gold. Vgl.Eiresione. (F->ä.)
(iackNoi, s. Osäuoiirii.
dscküoifer (lat., Myth.), Beinamedes Merkur von dem 6n<1uoeus (s. d.).
L-lcküoi ju8 (Rechtsw.), Recht aufBaulebung (s. d.).
Caduciren (RechtSw.), 1) für ver-fallen erklären; 2) eine bergrechtliche Hand-lung, durch welche eine Gewerkschaft, wennsie mit der Zubuße länger als 18 Wochenzurückblcibt, nach vorheriger Aufkündigungdes Retardats, ausgeschlossen wird. Diecaducirten Kuxe stehen dann zum Verkauf.
Caducrrte Güter, so v. w. Donaoaäuos (s. d.) und Caducität S).
Caducitat (Rechtsw.), 1) Hinfällig-keit,