Cadetum
bliebenerOfficiere imLIllgemeinen bestimmt.Die C. sind franz. Ursprungs ; Ludwig XIV.bildete 1682 mehrere Compagnien Cadet-ten. Später verwandelten sic sich dortsämmtlieh in Militärfchulen, unter welchemNamen sie noch bestehen. In Deutschlandorganisirte Kurfürst Johann Georg IV. vonSachsen 1692 eine Compagnie Kadetten, u.König Friedrich Wilhelm 1. von Preußenstiftete das C. zu Berlin. (IV.)
Cad? tum (Antiq.), s. Candctum.
Cädhogan (Graf William), engl. Ge-neral; rettete in der Schlacht von St. Me-nin dem Herzog Marlborough das Lebenund theilte mit demselben, als er in Un-gnade siel, sein Schicksal, indem er dem-selben in die Niederlande folgte. NachdemLode der Königin Anna (1714) ward erOberster bei einem Regiment von der Gar-de, dann als Bevollmächtigter nach Hol-land zu den Verhandlungen nach Antwer-pen geschickt und brachte 1717 ein Bünd-niß zwischen Holland, England und Frank-reich zu Stande. Später ward er Pairund ging als außerordentlicher Gesandternach Holland; st. als Oberbefehlshaber derArtillerie zu London 1726. (/.?.)
Cädia (säst. /u^/.), Pflanzengattung,nach dem arab. Worte leaäi benannt, ausder nat. Familie der Hülsenpflanzen, der10. Kl. I. Ordn. des Linn. Syst. EinzigeArt: e. purpiirsa, Strauch in Arabien;die Blätter dienen frisch äußerlich gegenLcibweh.
Cadice (Waarenk.), so v. w. Cadis,
Cadle re, s. Chaise.
Cädilhac (Cadillac, Geogr.),Stadt im Bezirk Bordeaux, Dep. Gironde(Frankreich); hat 1400 Ew., welche vielStrümpfe fertigen; Schloß» in der NäheIS Eisenhämmer; liegt an der Garonne,war Hauptstadt der Grafschaft Benauges.
Cadillac (fr., Hdlgsw.), ein weißerFranzwein.
OZällloiis (fr., Waarenk.), eineGattung wollener Cadiszeuge, um Rhodosin Frankreich verfertigt.
Cadliria (Geogr ), Dorf in der Cor-rc'qao de Coimbra, Pro». Beira (Königr.Portugal); hat einen Sprudelbrunnen,Fervenqa.
Cadis (6 r »11 s s srl« s , französ.Cadiszeu g, Waarenkunde), ein fei-nes, wollenes, geköpertes Zeug, häufigin Languedoc, Auvergne, Gevaudan undBigorre verfertigt. Unter seinen verschie-denen Sorten find die von Montauban u.Bagneres die beliebtesten. Jetzt werdenLiese Zeuge auch in Teutschland, vorzüglichzu Eisenach, Linz, auf dem Eichsfelde ec.häufig verfertigt. Cadrse (fr. oaäisee.ksqoir »1s oaeli»), dem Cadis ähnlicherDroguet.
tiaälvi (lat.), s. unter Oastucsril.
Cadir 5)')7
Ca dir, I) (Cadiz, Geogr.), Tresore-r°'a in der Provinz Sevilla (Spaniens; 2)Hauptstadt derselben; hat Bischof, Akade-mie, mit Zeichnenschule und botanischemGarten, eine mathematische, nautische undPilotenschule, Sternwarte, ist S-tz dreierSecdepartementalbehörden, des Tribunalsfür Kolonialstreitigkeiten „.Aufbewahrungs-ort des größten Theils der Flotte; fernerist hier eine schöne Kathedrale, ein größe-res königliches, mehrere kleinere Hospize,öffentliches Arbeitshaus, Zollhaus, Börse,Arsenal» Amphitheater für Stiergcfechte;die (8000) Häuser sind massiv, oben plattmit Thücmchen und Gärten verziert, jedeshat seine Cisterne zum Auffangen des Rc-genwaffers (das Trinkwasser wird vonPuerto Maria geholt). Die Ew. (70—80.000, zur Zeit der Belagerung 1812wohl 100,000) treiben einen sehr ausgc-breiteten Handel (in den Händen von 110Rhcdern, 670 Großhändlern und einerMenge kleinerer aller Nationen mit denKolonien, 1803 mit 123 Mill. Gulden Ein-fuhr aus Amerika). Cadir ist der festestePlatz Spaniens; cs liegt auf der West-spitze der Insel Leon (seit 1812 durch einenDurchstich des Dammes, Cortadura ge-nannt, getrennt u. durch eine eiserne, durchein Bollwerk verthcidigte Brücke mit ihrzusammenhängend), auf einer sandigen,weit vorspringenden Landzunge, hat unre-gelmäßige Mauern und Bastionen, zweiForts, S. Catalina und S. Seba-stians, mit Leuchtthurm, und nur 2Thore. Der Hafen ist groß, sicher undgut befestigt; der Busen hat 2 Abtheilun-gen, S. Catalina und Puntales,diese vertheidigt durch die Forts Mata-gorda und von PuntaleS (die bei-den Puntales genannt). Zur Sicher-heit sind an den Ufern der Bai noch diefesten Punkte Trocadero, die StadtPuerto Real und Billa Carraca.Die Bai von Puntales ist am Eingänge500 und die von Cadir 2000 Klafternbreit. 3) (Geschichte). Cadir ist von denPhöniziern unter dem Namen Gabir(Gad-dir, auch Cotinuffa), d. h. ein umzäuntcrOrt, in uralter Zeit an der Mün-dung des Bätis (jetzt Guadalquivir) ge-baut und war schon damals hochberühmteHandelsstadt. Sie bauten dort den Tem-pel des Lyrischen Herakles. Von ihnen er-hielten sie die Karthaginienser, die sie zumHauptpunkt ihres europäischen Handelsmachten und von da aus ihre Eroberungs-züge unternahmen. Nach dem 2. punischenKrieg kam es in die Gewalt der Römer,die es Gades, auch SarteffuS nannten;zur Zeit der Republik war es im Römer-reich die bevölkertste Stadt nach Rom undtrieb beträchtlichen Handel; unter Cäsarward das. noch eine Kolonie, Xugnsra urbs
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