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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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568
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568 LutluseUa

Form, wodurch dev Bogen Papier oderPappe gebildet wird; der Arbeiter, welcherdieses verr'chtet, heißt Buttarbeiteroder Buttgeselle.

Liitras^lla (ital., Lnttesells, fr.),Aufsitzzeichen für die Reiterei.

Butte (Aool.), so v. w. Scholle.

Butt«, (Bütte), 1) (Techno!.), übcrh.ein hölzernes Gefäß; 2) ein hohes, halb-rundes Gefäß mit Tragbändern versehen,um damit auf dem Rücken Wasser zu tra-gen; 3) ein kurzes Fäßchen, z. B. Theer-butte; 4) so v. w. Bottich und Zuber; 5)(Schiffs.), ein großes Faß; in welchem un-ten im Raume das süße Wasser aufbewahrtwird; 6) (Papierm.), der große Zuber,aus welchem das Zeug zum Papiere ge-schöpft wird; es ist unter demselben tmBeden eine kupferne Blase angebracht, un-ter welcher Feuer gemacht werden kann,um das Zeug zu erwärmen und schwim-mend zu erhalten.

Butte (Wilh.), geb. zu Lroys an derLunda 1772; ward 1792 Lehrer am Gym-nasium zu Gießen, 1794 landgräfl. heffen-darmstädt. Rath u. Hofmeister eines Prin-zen des reg. Hauses, 1797 Prediger zuBerstädt in der Wetterau, 1804 Privatdo-cent der Statistik und Staatswirthschaftzu Landshut;. 1807 ord. Professor derselbendas. und k. baicr. Hofrath, 1816 k, preuß.Regierungsrath zu Köln; bekannt durchmehrere staatswissenschaftliche Schriften,des.: Versuch und Begründung eines neuenSystems d. Polizeiwissensch., Landsh. 1806;Grundr. der Arithmetik des menschl. Le-bens, ebend. 1811, u. m.

Butke-bret, (Büttbret Papierm.),ein breiter Rand um die Butte, welchergegen dieselbe geneigt ist, damit beim Pa-pierformen das Wasser von den Formenwieder in die Butte laufe.

Bulte-carden (Tuchsch.), gebrauchteund daher stumpfe Carden, mit welchenbas Tuch aus dem ersten Wasser (aus demHaarmann) gerauht wird.

Buttel-bier, be>m AuSschenkcn imGlase fortschäumendes Bier (s. d. 8).

Buttel-horn-käfer (Typhöus-Mist-käfer, rcarabasus tz-plioeirs 7.., ^eotru-xes r. Lutr., Aval.), Art aus der Gat-tung Mistkäfer; ist ganz schwarz, hat aufder Brust 3 Hörner, deren mittelstes daskleinste ist; ist seltner, bohrt unter deinSchafmist Löcher in die Erde.

Buttel-nase (Zool.), so v. w. Lar-vcntaucher, arktischer.

Büttelstädt (Geogr.), Stadt imAmte Buttstädt, im Kreise und Grcßher-zogthum Weimar; hat 700 Ew., welcheviel Strümpfe, auch Leinwand machen.

Butten (Tuchsch., stumpfe Scheren,womit das Tuch aus dem ersten Wassergeschoren wird.

Butter

Butten-korb (Salzw.), ein Korbin Gestalt einer Butte, jn welchen dasgekochte Salz gethan wird.

Butten-land (Landw), s. Butcnland.

Buttcn-lehen (seufla extra curterr,,Rechtsw.), Lehen, welche ein Lehnsherraußerhalb seines Gebiets zu vergeben hat;nur däyf «in Landsaffe keinem ausländischenLehnsherrn, vermöge des Lehnseides, ohneErlaubniß des Oberlehnsherrn seine Lehenauftragen. Ihren Ursprung kann manentweder darin suchen/daß sich ein mindermächtiger Vasall dem Schutz einesMächtigen unterwarf, oder daß ein Lan-desherr in dem Gebiet eines andern Gütererwarb und mit diesen, um nicht dessenUnterthan zu werden, einen Niederen be-lehnte ; cs hat aber daher jederzeit ein sol-cher Besitzer einen andern Landes- undandern Lehnsherrn. (Al.)

Butten-schwarz, s. unter Kienruß(s. ».).'

Butten-stuhl (Buttstuhl, Papierm.),ein Gerüste von Bretern neben der Butte,in welchem der Schöpfer beim Papierfor-men steht, um sich nicht naß zu machen.

Butter (iicrtyrcrin), ^(Nahrungsmit-tel!.), der durch mech.Borrichtungen(Buttern,s. d.), wodurch ein Schütteln bewirkt wird,aus dem Rahm der Thiermilch von den wäßri-gen und käsigen Lheilen größtcntheils ab-gesonderte Fetttheil, in gewöhnlicher Tem-peratur von weicher, gleichmäßiger, in derKälte mehr härll'cher Consistenz, die sieaber bei einer Wärme von etwa 81° R.bcrliert, indem sie dann eine flüssige Formannimmt und ölartig wird. Jede Thier-milch enthält Butter; aber nicht aus jederläßt sie sich mit gleicher Leichtigkeit schei-den, daher auch die Resultate über denrelativen Antheil sehr verschieden ausfallen.Am Unerheblichsten und kaum ausscheidbarist sie in Stuten- und Eselinnenmilch;reichlich, außer in der Kuhmilch, in Frauen-milch, Ziegen- und Schafmilch. Am Feste-sten ist jedoch die gewöhnlichste, dieKuhbutter, der d-nn der Consistenz nachdie Ziegen-, Schaf- u. Frauenbut-ter folgen. Der durch ihren Wohlge-schmack und ihre Dauer sich auszeichnen-den und daher meist auch nur in derLandwirthschaft bereiteten Kuhbutter dientbesoniurs auch die gelbe Farbe zur Empfeh-lung; sie erhält diese vornehmlich imFrüb-ling, wenn die Kühe frisches Futter unddarunter auch viele gelbe Wiesenblumen fres-sen (als sogen. Mai butt er); cs kanndieselbe Farbe aber auch der B. künstlichverliehen werden, wenn man dem Rahmvor dem Buttern einen wäßrigen Aufgußder Ringelblumen, oder zerriebene Möh-ren und andere Färbestoffe beifttzt. Einegute B- zeichnet sich durch angenehmen Ge-ruch und lieblichen Geschmack aus. Gute»