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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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Burg-grav, 1) (Joh. Ernst), Arztzu Neustadt in der Pfalz zu Anfang des17. Jahrh., Anhänger der ParacclsischenLehre; hinterließ! Liolzrokiiiuiii st cur»ruordoruili rna^neric» ex karsoslsi mu-inia, Franeker 1612, auch 1629; Lio-l^cliiiiui» reu luceina cuin vir» ejus,sui sccsnsa est invsrics viveus juAi-rsr, Leyden 1610, Frankfurt 1620; 1„-lroäuorio in vitalem pliilosopliinin stmorhornm astralium et materialium eu-rarionsm, Franks. 1623, Hannover 1643,und mehrere Schriften in demselben Gei-ste. 2) (Johann Philipp), geb. 1673zu Darmstadt; Arzt zu Frankfurt amMain; st. 1746; schrieb: lühirinL ovansksti» llvgieas, Frankfurt 1701; liltric»»mnium letiei^us euriosa reu äs mortosjuso. prseseusione, cbend. 1705 u. m.3) (Job. Philipp), des Vor. Sohn,geb. 1700 zu Darmstadt; st. 1775 als Arztzu Frankfurt; war Anhänger Fr. HoffmannSund vertheidigte die Lehre von den Nerven-geistern gegen Ottomar Gölicke in seinenSchriften: äs existenti» rpiririuiva nsr-vosorum, Frankfurt a. M. 1725, 4.,und mehrmals, gab auch heraus: l.sxi-eum meäicum universale, Franks. 1733,Fol.< das aber nur die Buchstaben il. u. Lumfaßt, u. m.

Burg-gut, s. Bürgerlehn.

Burgha, s. Friborgha.

Burg-Halde (B.-stadel, B.-stall),ein Berg, oder auch jede andere Stelle,auf welcher ehedem eine Burg gestanden hat.

Burghards (Geogr.), s. Lißberg. B.-haß lach, Herrschastsgericht des Grafenvon Eastel im Rezatkreise (Baiern); hat1Z QM., 2450 Ew.; der Sitz desselbenist in dem Flecken gl. N. an der Haßlach.B.-Haun, 1) Amt in der Provinz Fulda(Kurhessen); hat 6600 Ew. 2) Markt-flecken und Amtssitz daselbst; hat 1000 Ew.,meist Landbauer. B.-Hausen (Burckhau-sen), 1) Stadt im Polizeicommissariat gl.N., im Unter - Donaukreise (Baiern); hatLandgericht und Rentamt, liegt an derSalzach, hat Schloß, LcprosenhauS und2050 Ew., meist Landbauer. 2) Landge-richt in demselben Kreise, zählt 6jj QM.,10,200 Ew.; hat guten Feldbau u. Holz.Sitz desselben in obengenannter Stadt,welche jedoch nicht dazu gehört.

BurgHelli (Barche, kleine Bucen-tauri, Schiffb.), in Venedig, Lustschiffemit einem Saale oder einer Gallcrie in derMitte.

Burghers (Kircheng-), s. Seceders.

Burgho (Burgh, Bourgh, Burke),1) (Hubert von), Graf von Kent,diente unter Richard Löwenherz und dannunter Johann ohne Land. Rach dessen Lodefocht er unter der Regierung des Grasenvon Pembrvke und Heinrichs III,, der ihn

Burgkunstadt

auch aus Dankbarkeit, wegen der währendseiner Minderjährigkeit ihm geleisteten Dien-ste, zum Grafen von Kent u. zum Reichs-kanzler ernannte. Dennoch ward er durchden Bischof von Winchester aus der Gunstdes Königs verdrängt, vom Hofe verbannt;später aber wieder zurückberufen beschloßer seine Tage in Ruhe, 2) (WilhelmFitz Adelm ».), genannt der Eroberer,Verwandter des Vor.; landete mi?5 andernRittern in Irland, eroberte u. beherrschtedas Land als Wicckönig, machte sich aberdurch seine Grausamkeiten allgemein ver-haßt, weshalb ihn auch Heinrich II. zu-rückrief. Von Richard I. ward er wiedernach Irland geschickt, mit der Bedingung,den Lheil zu beherrschen, den er erobernwürde. Kaum dort angelangt eroberteer Connacien, fing aber seine Räubereienvon Neuem an und st. 1206 nach mehrernwechselnden Schicksalen. 3) (Richard v.),der Große genannt, Sohn des Vor., hei-rathete die Tochter des Königs von Con-nacicn, trat in die Fußtapfen seines Va-ters, dem er in der Regierung in Irlandfolgte, und st., nach vielen verübten Räu-bereien und Grausamkeiten, 1243 auf einerReise nach Bordeaux. 4) (Walther v.),ältester Sohn v. Richard; heirathete dieErbindes von den Engländern besetzten Ultonicnsund verfuhr mit gleicher Härte wie seinVater gegen die übrigen Häuptlinge; wardvom Grafen Eonor besiegt und 1271 ge-tödtet. 5) (Wilhelm von), letzter Grafvon Ultonien, Urenkel des Vor.; heiratheteMathilde Plantagenet, Enkelin Heinrich«III.; ward 1333 durch einen seiner Vetternauf der Straße von Dublin ermordet u.hinterließ eine Tochter, welche Eduard HI.an seinen dritten Sohn, Lionnel, Herzogvon Clarence, verheirathete. (7-e.)

Burg-Hut (RechtSw.), die Beschützungeiner Burg durch einen Fremden, meisteinen Vasallen; vgl. Bürgerlehn.

Lu reiin SA»« rri (lat-, Rechtsw.),

1) der Stadtmagistrat; 2) die Schulzenvon Dorfschaften, an manchen Orten Bau-ermeister genannt.

Burginilrium (a. Geogr.), fester Ortder Römer auf der Insel der Bataver (imbelgischen Gallien) am Rhein, wohl einer-lei mit Quadriburgum; j. Schenkenschanz,wo der Rhein sich in 2 Arme zu theilenanfängt.

Burgk (Geogr.), 1) Herrschaft in denBesitzungen der Fürsten Reuß älterer Linie.

2) Amt darin, an der Saale. 3) Schloßund Amtssitz an der Saale, liegt sehr ro-mantisch, hat Eisenwerke (Burgkham-mer), liefert jährlich 4 — 5000 Ctr. Er-senwaaren.

Burg-keller, in manchen Städtenso v. w. Stadt- oder Rathskeller.

Burgkunstadt (Geogr.), Stadt im

Land,