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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
Entstehung
Seite
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Bock

Holz (Stuhlsäule), das schräg, nach einemrechten oder spitzen Winkel, um den ein-seitigen Druck des Sparrens zu verhindern,gegen die-Mitte desselben gestellt, vermit-telst eine« aufgezapften, horizontal unterden Sparren liegenden Holzes (Stuhlrahm)eine Längenverbindung derselben bezweckt;dergleichen Böcke können, wie andere Stuhl-säulen, 1216 Fuß aus einander stehenund bilden nebst dem Stuhlrahm und dendenselben unterstützenden oder zum Ausrichtennöthigen Bändern eine verkehrt liegendeStuhlwand; 14) so v. w. Krämpelbank;15) eine Bank, auf welche der Hutmacherdie Hasenfelle legt, wenn er ans denselbendie langen groben Haare rauft, die überdie Grundhaare hervorragen; 16) (Tape-tenm. u. Färber), ein Baum mit 4 Füßen,das geleimte Papier oder die gefärbtenZeuge darauf zu legen, damit Leim oderFarbe ablaufe; 17) (Schabebock, Kamm-macher), ein halbrundes Gestell mit zweiFüßen, worauf die zurechtgehauenen Stü-cken Horn, Kammplatten, glatt geschabtwerden; diese Arbeit, Bock-schaben,wird mit dem Bock-messer, welches aufbeiden Seiten mit einer Schneide und anbeiden Enden mit einem Griffe versehen ist,verrichtet; 18) (Seidenweber), ein Gestellvon Latten an der Seite des Stuhls, inwelchem 2 eiserne Bolzen stecken, di« beimTreten der Fußschemel die Schäfte hinauf -«nd herunterziehen; 19) (Bockzeug, Haken-zeug, Landw.), hölzerne Stäbe, welche,wie die Sensenklinge gebogen, durch Drahtmit einander verbunden und auf dem Sen-senstiele befestigt sind; dienen dazu, dieloSgehauenen Halmen zusammenzuhalten u.in Schwaden zusammenzuwerfen; 20) (Geiß,Maschinen«.), ein Hebezeug (s. d.), schwereLasten damit bequem in die Höhe zu brin-gen; 21) (Gerber), so v. w. Schabebaum;22) (Mühlenwesen), s. Bockmühle u. Sä-gemühle; 23) (Wagner), der Sitz des Kut-schers vorn am Wagen; 24) (ungarischerBock), das Gerüst von Holz, welches dieGrundlage des ungarischen Sattels bildet;25) das Auflegen der Hand auf das Bil-lard mit etwas erhobenem Daumen, umdas Queue in die entstandene Biegung zulegen und bequem und geschickt zu stoßen;einen guten B. zu machen, ist die Grund-lage des guten Billardspiels; 26) ebenfallsbeim Billard, hölzerner Stock, an dem ei.nen Ende mit einem viereckigen Bretchen,in das an jeder Seite Rinnen eingeschnittensind, um das Queue bei Stößen, wo manwegen zu grv.ßer Entfernung des Balles kei-nen B. mit der Hand machen kann, hinein-zulegen; ein guter Spieler vermeidet diesInstrument möglichst; 27) ein Instrument,des. ein Balken oder Klotz, bestimmt, sto-ßend zu wirken; so: 28) (Kriegs«.), s.Sturmbock; 29) (Bauk.), s. Schlägel;

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SO) (Rammbock, Maschinenw.), der großeKlotz einer Ramme, auch 81) die Rammeselbst; 82) überhaupt ein Balken, so: 33)(Eisbock, Wasserb.), Balken, welche vorden Jochen und Pfeilern einer Brücke ein-geschlagen sind, damit sich das Eis daranbreche; 34) (Bcrgb.), am Göpel, Hölzer,welche an beiden Seiten der Trift befestigtsind, um die Pferde daran zu spannen; ^1)ein Balken, mit dem ein Fluß gesperrtwird (»gl. Baum 6); 36) ein in das Was-ser geschlagener Pfahl, Schiffe daran zubefestigen; 37) eine gebogene oder erhöhteSache; daher 38) (Messinghütte), ein Ge-wölbe unter dem Schmelzofen mit Windlö-chern; 39) das Messing, welches beimSchmelzen aus Len Krügen durch die Wind-löcher in den Bock fließt; 40) (Hüttenw.),ein eisernes Werkzeug mit 2 Haken, dieRöste im Brennofen damit umzurühren;41) (Jagdw.), ein Gabelast mit Schleifenvon Pferdehaaren, am Horst der Raubvö-gel aufgestellt, um dieselben zu fangen;daher Fang auf dem Bock; 42) (Schrist-gießer), ein Haken an der einen Seite desGießinstruments, welcher mit der Feder ander andern Seite dasselbe zusammcnhält;43) (Stcllm.), der erhabene Theil an derNabe, in welchem die Speichen befestigtsind, auch bisweilen Nabe und Speichen,vor Einfügung der Felgen; 44) (Uhrm.),in engl- Uhren der Kloben, in welchem derFolger steht; 45) (Maschinenw.), bei Pu-schel- u. Kastenkünstcn eine hölzerne Scheibevon 4 6 Fuß Durchmesser, 2 Fuß breit,am Rande mit Erhöhungen und in derEin-tiefung mit eisernen Schienen versehen, überwelche die Kette geht, woran die Püschelund Kasten befestigt sind; 46) (Rechtsw.),ein Torturwcrkzeug, durch welches nichtnur die kreuzweis gesteckten Daumen eine«bis zu dem Boden herabgebückten Menschen,sondern auch die kreuzweis gesteckten beidengroßen Zehen, während man noch Stäbedurch die Arme eines solchen Gemartertenschob, zu gleicher Zeit zusammengcschraubtwurden; daher 47) in den Bock span,nen (polnischerBock), eine Strafe, wo dieHände zusammengcbunden, über die Knieheruntergezogen und ein Stock über denArmen und unter den Kniekehlen so durch-geschoben wird, daß die Hände nicht wiederüber die Knie zurückgezogen werden können;48) (Rechtsg.), eine ehemals in Zuchthäu.fern übliche hölzerne Maschine, durch wel-che «in Mensch, der Schläge empfangensollte, in eine solche Lage gezwungen ward,daß nicht nur alle -Schläge auf eine be-stimmte Stelle des Körpers auftrafeo, son-dern ihm auch jede Bewegung unmöglichwar, so daß er auf keinen für ihn gefähr-lichen Ort getroffen werden konnte; 49) einHaufen, des. 50) (Landw.), ein HaufenHeu auf der Wiese; Sl) (Hüttenw.), ein

Haufen