4 Bocaccw
de Carang'era, inHinter-Jndien, Mün.düng des Flusses Maykauung; cl) B. Chi»ca, bei Cartagena in S.Amerika; e) B.de Chiriqui, Mündung des Flusses gl.Nam-, in Neu-Granada; s) B. del Dra-ge, Straße zwischen Trinidad u. S.Ame-rika; ^) B. Escondida, Bai beiPuka«tan; L) B. grand, Mündung der Zucain Mexico; i) B. del Pan, in der Pro-vinz Tumbet in Peru (S.Amerika); K) B,del Toro, Fluß, in die Admirantenbaigehend, B. di Cattaro, s. Cattaro.B.del Cupo, jetzt Name der Thermopylen.
Bocäccio, s. Boccaccio.
Loo->§o (fr.), Gebüsch, Gehölz.
Bocage, 1) (m. Geogr.), ein waldi-ger Landstrich in der Normandie, jetzt zumDep. Calvados gehörig. ES bekam seinenNamen unter den ersten Herzogen von derNormandie. Hier und im benachbartenBessien hatten sich die Saxonos s>ojoc»8-»ini niedergelassen. Abbe Harmant, derGeschichtsschreiber von Bayeux, meint je-doch , daß man statt Laxonso Laisnes oder8-ionos lesen müsse. Z) (Le B-, n Geogr.),der hügelige Theil des Dep. Bendee (Frank-reich), weil er mit viel Gebüsch u. Bäu-men besetzt ist.
Boccige, s. Barb'e du Bocage.
Bocäl, 1) (Maß), s. Boccal; S) s.Pokal.
Bocalöro (Geogr.), unbewohnte Inselvor der Admirantenbai, zur südamerikani-schen Provinz Guatimala gehörig.
Boc§ne, ein ernster Tanz, nachdemErfinder Bocan, der um 1545 Tanzmeisterbei Anna von Ostreich war, benannt; jetztnicht mehr gewöhnlich.
Böcangel (fälschlich Boccangelino,Nicolaus), geboren zu Madrid; Leib-arzt der Kaiserin Maria von Ostreich,ihrer Tochter Margaretha u. Philipp III.,Königs von Spanien: schrieb: »Io sodri-rnor(»i»qns er pestiloii-
li» earunic;»» causi« , praessi varionset curstiono» Madrid 1600 u. 1601, 4.
Locllniiin Acineruin (a. Geogr.),nach Ptolemäos Stadt im tingitanischenMauritanien, südlich von Dorath.
Locöräo (Logik), scholastische Bezeich-nung einer Schlußform in der dritten Fi-gur; s. Syllogismus.
BocaS (Rio de DoS, Geogr.), Flußin dem brasilischen Gouvernement Para,welcher im Gebirge in der Landschaft derBacares der Erde entquillt und sich mitdem Tajipuru verbindet, bald aber sich vonihm trennt und dem Tocantin zueklt, wäh.rend der Tajipuru dem Maranon zugeht.Beide umgeben die vor der Mündung desMaranon belegene Insel Joanes.
Bocllfsan, s. Becassanmuschel.
Locassln (Handlgsw.), baumwollenegedruckte und geglänzte Tücher aus Arme-
Boccaccio
nken und Persien; werden im Orient bes.zu KaftanS und Pelzüberzügen gebraucht.
Bocault (Geogr.), Bai an der Küstevon Patagonien in Magalhaens Straße,durch Bougainville'sAufenthalt bekannt.
Loc»üx sisverrs (franz., Hand-lungsw.), Glasglocken über Tafelaufsätze,künstliche Blumen, Uhren, Lampen; siekommen am schönsten aus Frankreich.
Bocayrent (Geogr.), Bille in demGovierno de S. Felipe der Pro». Balenzka(Königreich Spanien); hat SS00 Ew.,welche in Wolle und Leinwand arbeiten u.Branntwein brennen.
Loco», 1) (ital.), s. Loo»; S)(Zool.),so v. w. Sternsehcr.
Boccaccio (Giovanno), der Sohn ei-nes Kaufmanns zu Florenz, der von Cer.taldo, einem Dorfe nahe bei dieser Stadt,stammte (weshalb sich B. stets auch B.de Certaldonanntc); ward 1313 als Fruchteiner verbotenen Liebe zu Paris, wohinsein Vater in Handelsgeschäften gereist war,geboren, jedoch zeitig nach Florenz gebracht,und dort zum Kaufmann bestimmt. Jedochschon als Knabe zog- ihn die Dichtkunstmächtig an, und weder ein achtjähri-ger Aufenthalt zu Paris, noch ein sechs,jähriger zu Neapel, vermochten ihm Eiferfür den Handelsstand abzugewinnen; viel-mehr schloß er sich in letzterer Stadt andie Gelehrten , die König Robert dort ver-sammelt hatte, an, und ward durch desgefeierten Petrarca Bekanntschaft und durchdie Gunst der Prinzessin Maria., der na-türlichen Tochter des Königs Robert, (vonihm gewöhnlich Fiammetta genannt), sowie durch den Beifall der jungen KöniginJohanna, die ihn nach einer Reise nachFlorenz kenne» lernte, begeistert, seinenDecameron zu beginnen. Der Tod seinesVaters machte es ihm möglich, sich in Flo-renz niederzulassen und ganz den Wissen-schaften und dem Vergnügen zu leben. Vonder Stadt Florenz nach Padua gesendet,um Petrarca seine Zurückberusung u. Wie-dereinsetzung in seine confiScirten Güter zuverkünden, schloß er mit diesem den eng-sten Freundschaftsbund. Um sich <mGriechischen zu vervollkommnen und denHomer ganz zu verstehen, ließ er denLeontius Pilatus aus Theffalonich zu sichkommen und behielt ihn drei Jahre inseinem Hause. Mit Leidenschaft und gro-ßem Aufwand sammelte er Bücher (unterdenen die ersten nach Italien gekommenenHandschriften der Jliade und Odysseewaren), und da er dabei gut lebte undnichts that, sein mäßiges Vermögen zumehren, so war dies bald verschwunden.Mißmuthig wollte er schon nach dem Ratheeines Karrhäusers das Klosterlebcn wählen,als ihn Petrarca noch'überredete, nur denüppigen Vergnügungen zu entsagen u. auf
seinem