Druckschrift 
5 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 5 / Cardinal bis Creditwesen
Entstehung
Seite
732
Einzelbild herunterladen
 

732 Crayford

Schule. Mit großem Gehalt ward er anden Hof nach Brüssel berufen, aber nochschmeichelhafter belohnte ihn dort ein Be-such Rubens. Später verließ er Brüsselund begab sich nach Gent. Hier schmückteer in den Kirchen eine große Unzahl Al-täre mit seinen Gemälden. Feiner alsRubens gleicht er mehr seinem FreundeBandyck und man hat Mühe, beider Ge-mälde zu unterscheiden. (O/,.)

Crayford (Geogr.), Dorf am Crayin der Grafschaft Kent (England); HatEisengießereien. Schlacht 457, glücklichfür den Sachsen Hengst gegen Vorriger.

6ra^ün (fr., Maler), jeder Stift(Bleistift, Rothstkft, schwarze Kreide rc.),dessen man fick zum Zeichnen bedient; da-her Crayonlrt, etwas, das mit solchenStilren gezeichnet ist.

Cräjia (Numism.), florcntinischeScheidemünze von Billon, von Groschen-größe und S Pf. Conv. werth.

OieLues (fr.), Forderung.

Creance (Creanges, Geogr.), Fle-cken im Bez. CoutanceS, Dep. la Manche(Frankreich); hat 2000 Ew., Schloß, Ha-fen und 17 Salzschlämmereien.

OreSckion (Zool.), bei Vieillot, Gat-tung auS der Klasse der Vögel, genommenaus den Gattungen corvris, sriiiiino, ii>e-rops» kenntlich am bogenförmigen, seitlichzusammengedrückten Schnabel mit Fleisch-lappcn entweder an dem Unterschnabel oderauch am Kopfe; an der knorpeligen Zungesind gewöhnlich Franzen. Dazu die Ar-ten : orurnuo carrrncularns, ineropscoriiioulatus Und carnncularns, csrrliiacarnnculara. Stehen bei Cuvier meistunter der Gattung xliilsäon, s. Falten-vvgel. (77>.)

Creange (Geogr.), s. Crichingcn.

Cröas (Crees, Cres, Crues,Waarenk.), aus feinem Garne gewebteund gebleichte Leinen, die früher vorzüglichzu Morlair und Roscvnncs in Frankreichverfertigt wurden, aber jetzt in den schlesi-schen, sächsischen und böhmischen Leinenfa-briken einen Hauptartikel bilden. Sie ge-hen stark nach Spanien, Portugal, Süd-und Nordamerika und theilen sich in ver-schiedene Gattungen, von denen die Oreasä 1a iVlorlaix die feinsten und breit-sten sind. Die Spanier nennen diese auchOreas anclias, die schmalen OreasariAc> s rc> s. Die Engländer führen sie un-ter dem Namen Dowias (s. d.) aus. (77?.)

Creatianrsmus (Theol.), die schonvon Aristoteles aufgestellte, besonders abervon Ambrosius, Hieronymus, Pelagius,CalixtuS und Musäus verthcidigte Lehre,daß Gott die menschlichen Seelen in derZeit schaffe und sie bei der Zeugung,nach einigen am 40. Tage nach der Em-pfängniß, mit den Leibern verbinde.

Crebillon

Creaticolä (Kirchenw.), so v. w.Corrupticolä.

Crealsten (Petref.), verstümmelt fürEnkratiten (f. d.).

Oreatör^o (lat., RechtSw.), diejeni-gen, welchen es zustehet, Andere zu Gtaats»ämtern zu berufen und erwählen.

Creatür (v. lat.), 1) Geschöpf, inBezug auf den Schöpfer (s. d.); 2) einMensch, der ohne Verdienst durch Begün-stigung eines Höhern in ein ihm vortheil-haftes LebenSverhälkistß getreten ist, aberdabei sich in Abhängigkeit von Jenem be-findet ; 3) überhaupt ein verächtlicher

Mensch, der der Selbstständigkeit cntra-thet, al« Schimpfwort.

Crebillon, 1) (Prosper Jolyotde), geb. zu Dijon 1674; kam früh, umdie Rechte zu lernen, zu einem ProcuratorPrieur; dieser, ein großer Freund deSTheaters, glaubte jedoch bei seinem Zög-ling mehr Talent zum Theaterdichter, alszum Rechtsgelehrten zu bemerken u. suchteihn zu elfterem zu bestimmen. C. schriebein Stück: 1a inorr äe8 enkano >ie Lru-ru8, daS jedoch die Schauspieler, denen er esanbot, nicht annahmen. Erzürnt warf ercs in« Feuer und wollte nun nie wiederTheaterstücke schreiben. Prieur vermochteihn indessen dazu; er schrieb 1705 Ickoms-nes, das aufgeführt ward und Beifall er-hielt. Er widmete sich nun ganz der dra-matischen Laufbahn, schrieb die Trauer-spiele: Acres, Llecrre, Illiaäarnisce (sein^bestes Werk) Xeixes, Lemirairiis,rliiis, Oarilina und daS Triumvirat, diemit mehr oder minderBeifall aufgenommenwurden. Er hatte stets mit Nahrungssor-gen zu kämpfen. Erst 1731 erhielt erdurch die Pompadour 1000 Franken Pen-sion, eine Anstellung bei der Bibliothekund daS Amt als Cenlor. Er st. 1762 u.ward von Ludwig XV. mit einem Denk-mal in der Kirche St. Gervais beehrt.Wegen seines Strebers, durch das Furcht-bare zu bewegen, erhielt er den Beinamendes Schrecklichen; vielleicht hätte ihn eherder des Schwülstigen gebührt, indem eczu den manierirten Schriftstellern aus demZeitalter Ludwigs XIV. gehört. Jedochrechnen ihn die Franzosen zu ihren Klassi-kern. Ludwig XV. ließ C.s Werke dru-cken und zu seinem Besten verkaufen, Pa-ris 1750, 2 Bde., 4.; andere Ausgabensind: Pari« 1757, 3 Bde., 12.; 1759,

2 Bde., 12.; 1772, 3 Bde-, 12.; 1785,

3 Bde.; 1796, 2 Bde.; 1812, 3 Bde.2) (Claude ProSper Jolyot de C.,genannt der Jüngere), Sohn des Vor.,geb. zu Paris 1707; gest. daselbst als.niglicher Censor 1777. Seine vorzügsich-ften Werke sind: ll'anrai sc lüsacksins,Paris 1743, 2 Bde., ein satyrischer Ro-man, Iss eAarenaonli >1u eoerrr er <1s

1'es-