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5 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 5 / Cardinal bis Creditwesen
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726 Cramond

Eramond (Geogr.), Dorf am Frithof Forth in der Provinz Edinburg (Süd-Schottland); hat 1705 Ew. u. bedeutendeEisenwerke.

6larn pur (lat., Med.), s. Klamm,auch Wadenkrampf. ,

Cranach (Lucas von C., eigentlichMüller, nach And. Saunber oder Sünder),geb. 1472 zu Kranach in Franken (daherder Name). Sein Vater war Kartenma-ler, Formenschneider oder Jlluminircr; vonihm lernte er das rohe Technische der Maler-kunst; doch bald nahm er sich Gegenstände derNatur zum Muster u. ahmte sie nach. Frühkam er nach Koburg, wo er zuerst alsThiecmaler auftrat. Hier lernten ihn Kur-fürst Friedrich der Weise und dessen Bru-der, Herzog Johann Friedrich, kennen undnahmen ihn mit an ihren Hof. Bei einerReise nach Wien, die er mit Ersterem,der nach Palästina ging, machte, fühlte erden ersten Beruf zum Geschichtsmalcr; erportraitirte daher um 1500 schon, und von1502 an hat man von ihm selbstständige Com-positionen, freilich Anfangs mit allen Fehlernder alten teutschen Schule. Aus dieser Zeitsind auch viele Holzschnitte von C., meistJagdstücke, vorhanden. 1504 ernannten ihnbeide Brüder zu ihrem Hofmaler. Als sol-cher ließ er sich in Wittenberg nieder. 1503erhob ihn der Kurfürst in den Adelstand.Um diese Zeit machte C. eine Reise nachden Niederlanden, wodurch er durch Be-kanntschaft mit mehrern berühmten Malerndie ihm noch anklebenden Fehler der teut-schen Schule immer mehr und mehr ab-streiste u. in Geschichtsmalerei immer ausge-zeichneter ward. In Wittenberg war Lu-ther C s vertrauter Freund geworden, da-her dessen sehr zahlreiche Abbildungen Luthersin allen Verhältnissen des Lebens und vondessen Familie und Schülern. 1537 wardC. Bürgermeister zu Wittenberg; doch be-trübten ihn bald darauf mehrere Unfälle,der Tod seiner Gattin, LutherS und dieGefangennebmung des Kurfürsten JohannFriedrichs bei Mühlberg. Letzterer berief C.nach Jnsbruck in seine Gefangenschaft. C.,welcher schon 1547 seine Bürgcrmeisterstelleniedergelegt hatte, folgte dem Befehl undkehrte mit dem genannten Kurfürsten 1552nach Sachsen zurück. Hier starb er zuWeimar 1553. Obschon C.s Gemälde inder Cvmposiiion nicht poetisch sind und esihnen keineswegs, besonders in der frühernZeit, an fehlerhaftem Cvstum und Anachro-nismen mangelt; so muß man doch ihreLeichtigkeit, Wahrheit des Ausdrucks, Rich-tigkeit der Zeichnung Kra't des Pinselsu. das noch nach Jahrhunderten trefflich erhal-tene Frische u. die Lieblichkeit des Colorits be-wundern. Unter seinen historischen Ge-mälden sind die Altarblätter der Stadt-kirchen zu Weimar, Wittenberg, Naum-

Cransac

bürg u. der dortigen Domkirche vorzüglich.Seine Holzschnitte, gegen 300, kommen inkünstlerischer Hinsicht seinen Gemälden nichtgleich. Fast kein Künstler hat eine sogroße Menge Gemälde hinterlaffen wieCranach. (0/>. u. 1>i.)

Cranbrooke (Geogr.), Marktfleckenin der Grafschaft Kent (England); hat3000 Ew. Hier ließen sich zuerst Wallo-nen nieder und legten Baumwollenmanu-sacturen an.

CiLnoIri» (Aval.), nach Leach, Gat-tung aus der Weichthierordnung der Kopf-füßler (Sepkcen nach Cuvier); kenntlich da-durch, daß die Endfloffcn genähert und anihrer Spitze frei, daß die Füße ungleich,das obere Paar sehr kurz, der Hals amSack, hinten und an der Seite durch dickeSäume verbunden sind. Arten: e. sc-rhr»(mit rauhem Sacke), o. iriascul»t» (mitglattem Sacke und gefleckt); aus afrikani-schen Gewässern.

raneon (Zool.), s. Krabbenkrebs.

IlräniL (Zool), s. Schädelmuschel.

Cränichis (er. -'s-e.), Pflanzengattungaus der nat. Fam. der Orchideen, Ordn.der Koniopagen, zur Gynandrie, Monan-dri« de« Linn. Syst, gehörig. SämmtlicheArten in Jamaica, in schattigen, feuchtenBergwäldern heimisch.

LiLniollle» (Petrefactenk.), Ver-steinerungen, angeblich vom menschlichemGehirn. Vgl. Mäandriren.

Cranioläria (cr. /..), als ausge-stellte Pflanzengattung nicht mehr aner-kannt; deren beide Alten, cr. »irnuL undcr. (iritioosa, stehen, jene als rn. cra-iiiolariL unter Martynka, diese als A.cranioiari» unter Kceneria (s. b.).

Cranioliten (Petrefactenk.), verstei-nerte Todtenkopfsmuscheln.

Cranivlög (v. lat), ein Verlheidi-ger, besonders Lehrer der Gallschen Gehirn-u. Schädellehre. Craniologir (Anat.),1) eigentlich Inbegriff alles dessen, wasder Hirnschädel bei Menschen und ThierenBemcrkungSwerthes hat; 2) so v. w. Cra«nioskopie. Cranioskopik, Erforschunggeistiger Anlagen und Eigenschaften au«sichtbaren und fühlbaren Eigenheiten derHirnschädelbildung. Cranioskop, wersolche daraus zu erforschen glaubt. DaSNähere darüber im Zusammenhang s. unterGallS Gehirn - und Schädellehre.

Oraniirin (Anat.), der Hirnschädel.

Cränium (Cranis, a. Geogr.), Ort-schaft in Jllyricn; jetzt Krainburg.

Cranmer (Thom.), s. Crammer.

Cran-recht, s, Krahnrecht.

Cransac (Geogr.), Marktflecken imBezirk Villefranche, Dep. Aveiron (Frank-reich) ; hat 500 Ew., berühmte Mineral-quellen (besucht von 1800 — 2000 Gästen)und in der Nähe den 400 Fuß hohen, mit