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an 4 frei stehenden Tastern; darunter dieGattung orairiiius (s. Rüsselmotte).
6r Link US (Zool.), s. Rüstelmotte.
Cramer, 1) (Daniel), geh. 1563 zuReetz in der Neumark, Lutherischer Theo-log; st. 1637 zu Wittenberg als Professorder Beredsamkeit; schrieb: Sclrola xro-plietica, Hamburg 1616; Lrbor flaere-ticse oonsanßuinitaris, Straßburg 1623,4.; Kirchcngeschichte von Pommern, Stet-tin 1628. 2) (Joh. Jacob), geb. zu
Ekchg' im Canton Zürich 1673; war Pro-fessor der orientalischen Sprachen zu Zü-rich und dann zu Herborn. Seit 1702lebte er wieder in Zürich u. st. daselbst indemselben Jahre; schrieb: LxereitariouesZo ar» extsriori teiupli secunZi, Ley-den 1697 , 4., und HrsoloAia Israelis,Basel 1699 , 4. 3) (Gabriel), geb. zuGenf 1704; studirte unter Bernoulli Ma,thematik u. st. als Prof, der Philosophiezu Genf in den Bädern Bagnoles 1752;schrieb: Inrrvlluorioir ä 1'siialzss äesliAnes oourfles LlAedraiiau.es, Genf 1750,4., und gab Joh. und Jac. Bcrnvulli'sWerke heraus. 4) (Joh. Ulrich), geb.zu Ulm 1706; ward 1731 außerordentlicherProfessor der Rechte zu Marburg, 1733«rdcntl. Professor, 1742 Reichshosrath zuFrankfurt a. M., 1745 Freiherr und Bei-sitzer des VicariatSgerichts zu München,privätisirte darauf in Marburg und lebteseit 1752 als Reichskammergerichtsassessor-in Wetzlar; st.. 1772; schrieb: WetzlarfchcNebenstunden, 128 Theile oder 32 Bde-,Ulm 1755—73; Odservariones jurisuniversi, 6 Bde., Wetzlar 1758—v2;Postuma oder Sammlungen der reichskam-mergerichtlichen Erkenntnisse, 12 Bde.,Augsburg 1786 — 90. 5) (Joh. An-
dreas), geb. zu Quedlinburg 1710; be-rühmter Metallurg, ward Herzog!, braun-schweigischer Kammerraty zu Blankenburgund st. auf einer Reise 1777 zu Berg-gießhübel bei Dresden. Er war Sonder-ling im höchsten Grade, schmutzig bis zumUnglaublichen und von einer bis zur Grob-heit gesteigerten Aufrichtigkeit. Teutschlandverdankt ihm einen Theil seinrs Rufs inder Metallurgie. Man hat von ihm: Lle-meura arris ZociuiLsrieae , Leyden 1739,L. Aufl. 1744; Anleitung zum Forstwesen,Braunschweig 1766, Fol., mit 60 Kpfrn.,n. Aufl. 1797, 4.; Anfangsgründe derMetallurgie, 2 Theile, Blankenburg 1774--77. 6) (Joh. Andreas), geb. 1723zu JKHstadt bei Annaberg; studirte zu Leip-zig Theologie, wo er mit I. E. Schlegel,Gärtner, Geliert, Klopstock u. a bekanntward und an den damals herausgegebenenBöhmischen Beitragen Lhe>l »ahm. ErWard Prediger zu Crellwitz bei Halle, 1750Öderhosprediger und Confistorialrath zuQuedlinburg und 1754, durch Klcpstocks
- Cramer
Empfehlung, Hofprediger des Königs vonDänemark, Friedrich V-, zu Kopenhagen.Nach dem Tode dieses Königs ging er alsSuperintendent nach Lübeck und 1774 nachKiel, wo er als erster Professor der Theo-logie, Kanzler und Curator der Universttätim I. 1783 starb. Erhalte den Ruhm einesin vielen Fächern ausgezeichneten Gelehrten,eines großen Kanzelredners und trefflichxnDichters, vorzügl. in der religiösen Poesie.Unter der großen Zahl seiner Schriften ver-d ent, außer seiner Übersetzung vonBoffuetsWeltgeschichte, 7 Thle., Leipzig 1757—86,vorzüglich die poetische Bearbeitung derPsalmen, 4 Thle., ebcnd. 1762 — 63, sowie die Sammlung seiner Gedichte, 3 Thle.,Leipzig 1782 — 83; hinterlassene Gedichte,herausgegeben von seinem Sohne, 3 Stücke,Altona und Leipzig 1791, erwähnt zuwerden. Auch seine Biographie Gellcrts,Leipzig 1774, ist musterhaft. 7) (KarlFriedrich), ein Sohn des Vorigen, geb.zu Quedlinburg 1752; ward 1775 außer-ordentlicher Prof, der Philosophie zu Kiel,1780 — 94 ordentlicher Professor, ging so-dann als leidenschaftlicher Anhänger derRevolution nach Paris, wo er sich (1796)als Buchhändler etablirte, jedoch in seinenUnternehmungen unglücklich war; er st. nachseiner Rückkehr 1807. Von seinen Schriften(zum Theil Übersetzungen) sind die wichtigsten:Klopstock, Er und über ihn, 5 Bände,Hamburg und Kiel 1779 — 92; Rousseau,die neue Heloise oder Briefe zweier Lieben-den, aus dem Französ., 4 Bde., Berlin1785—86; Emil oder über die Erziehung,von Rousseau, 4 Bde., Braunschw. 1789— 91; dessen Politik, neu übers-, 2 Bde.,Berl. 1787; Tagebuch aus Paris, 2 Bde.,Paris 1800; Kurzgefaßtes neues teutsch -französisches und französisch - teutsches Wör-terbuch, 2 Bde., Braunschweig und Paris1805, 12.; Karl Villers gekrönte Preis-schrift: Versuch über den Geist und denEinfluß der Reformation Luthers, Ham-burg 1801; die Tempelherren, ein Trauer-spiel nach Raynouard, Leipzig 1805 ; Phil.Gronvelle, Memoiren über die Tempelher-ren, ebend. 1807. Außerdem hat er Meh-rere« ins Französische übersetzt, z. B.Lafontaine'« Roman: Clara du Plcs-sis, Paris 1796; die HerrmannSschlachtvon Klopstock, Paris 1799, und SchillersJungfrau von Orleans, Paris 1801. 8)
(Wilhelm), geb. zu Manheim; war da-selbst von 1750—70 Capellmusicus, warddann Direktor der Oper zu London , wo er1799 st.; berühmt als Virtuos und Com-ponist für die Violine. 9) (Joh. Bap-tist), geb. zu Manheim 1771, Sohn desVorigen; war Schüler von Clemenli, lebtjetzt in London als einer der berühmtestenElaoierlehrer u. Clavierspieler. Man hatvon ihm viele schöne Compositionen für das
Piano»