Ooursßeux
CouraxeUx (fr.), muthig, uner-schrocken.
Couragc-wasser (uflu» inaAnani-rnit-ltt». Pharm.), alte Benennung von ge-branntem Wasser, nach verschiedener Anga-be, dessen wesentliche Bcstandtheile nächstdem Weingeist ätherische L>l« ausmachen.
Courant (Corrcnt, Current, Num.),I) eigentlich wirkliches Geld, im Gegensatzgegen Banco; dann L) grobe Silbermünzeim Gegensatz gegen Scheidemünze. Vgl.Preußisches Courant.
Loursnr (an), s. All couranr.
Courant-bank (Currentbank, Hand-lungsw.), eine Bank, wo die Zahlungenin Courantgelde geschehen. Vgl. Bank.
Couränt-conto, s. Lanka correnro.
Lonränro (Musik), eine Tanzmelodieim Dreizweitel- oder Dreivierteltakt gesetzt,aus 2 Lheilen bestehend und mit einer kur-zen Note im Aufschlag des Taktes anfan-gcnd. Der Tanz selbst ist längst außerGebrauch.
Couranten (v. fr.), Zeitungen, diecirculiren.
Courkinte Waaren (Currente W.,Hdlgöw.), Waaren, welche wegen der Modeoder ihres Nutzens gangbar sind und gutabgeht«.
Couränt-geld, s. Courantmünze.
Courant-gläubiger, s. unter Cou-rantschulden.
Cöürantin (Feuerwerker), bei Feuer-werken das Schnurrfeuer.
Couränt-münze (Courantgeld, Nu-mism.), die gangbare Münze im Handel u.Wandel, worin indessen die Scheidemünzenicht mit begriffen ist. Wenn ein Wechselauf Courant lautet, so darf die Zahlungkeine Sorte unter dem Groschen sein. Vgl.Preußisches Courant.
Courant-preiS (Hdlgsw.), der be-kannte und gangbare Preis einer Waare,worüber in großen Handelsstädten wöchent-lich Zettel (Preiscourante, s. d.) gedrucktwerden.
C ou rLnt-schulde«(HdlgSw.), kleine,gewöhnliche, laufende Schulden, die keineVersicherung oder Unterpfand haben; dieje-nigen, die dergleichen zu fordern haben, hei-ßen Courantgläubiger, welche beieinem Concurs den übrigen Gläubigern nach-srchen.
Courant-thaler (Numksm.), 1) Al-bertusthaler in Holland; 2) so v. w. einpreußischer Thaler.
Courayer (Peter Franz le), geb. zuRouen 1681; ward Professor der Philolo-gie und Theologie und Bibliothekar deSStifts der heiligen Genoveva zu Paris. Ersetzte, durch mehrere englische Schriften dazuveranlaßt, die Würde und das Ansehn derenglischen Bischofs - und Priesterweihe derin der katholischen Kirche ertheilten gleich
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und behauptete, daß auch jene di« volle ka-nonische Gültigkeit habe. Es entstandendaraus, da die Katholiken diese Meinunghart angriffen, große Streitigkeiten, wel-che ihn 1723 nach England zu fliehen nö-thigten, wo er freundlich ausgenommen ward,eine Pension erhielt und, ohne zur engli-schen Kirche überzugehcn, 1776 st. Zu seinenSchriften gehören: Oiererkation vllr 1»valiZikä äe» oräinations »n^Iaisos er«ur I» »nocsssion Zer el-v^nes Zaire1'eAÜso anAlicane ekc., 2 Bde., Brüssel(Nancy) 1723; llistoiro Zu Loncils ä»freute» (aus dem Lateinischen deS FraPaolo), 2 Bde., London 1736, Fol., Ba-sei 1738,4., mehrmals ins Teutsche, Eng-lische ».Italienische übers., u. a. m. (Ke.)
Lourbsril, 1) (Bot.), Art des Pflan-zengeschlechts Hymenäa (s. d.), oder derAnimebaum (f. d,); 2) das dgvon kommen-de Animeharz (s. d.).
Oourbo (fr.), 1) ein nach einem Zir-kelstück gebogenes Stück Holz, zu Dachsäu-len, Sparren von Kuppeln u. s. w. ESwird entweder krumm gewachsenes Holz dazugenommen, oder das in Dämpfen erweichteHolz so gebogen, oder Holz auf die angege-bene Weise geschnitten. 2) (Pferden,.), eineArt Svath (s. d.), bestehend in einer Ge-schwulst von der Form einer halben Birne,am Knie der Hinterfüße, nach innen etwa-über der Stelle, wo der Spath seinen Sitzhat; macht das Pferd zuweilen hinkend u.entspricht im Übrigen dem Spath.
CourbLtte (fr., Reitk.), besteht, inder höher« Reitkunst, in einem sehr kurzenGallop, bei welchem das Pferd aber dieVorderfüße mehr unter den Leib zieht undden Hinterfüßen mehr Biegung gibt, dabeijedoch beide Vorderfüße sowohl als die bei-den Hinterfüße zugleich hebt und nieder-setzt; auch halbe C., s. Maizair. Cour-bett Iren, Courbetten macken.
Courbierc (Wilhelm Rene, Freiherrde l'Homme von), ged. 1733 zu Gronin-gen, wo sein Vater Major in holländischenDiensten war; nahm 14 Jahre alt preußi-sche Kriegsdienste, zeichnete sich als Jnge-nieurcapitän 1758 bei der Belagerung vonSchweidnitz aus und befehligte von 1759als Major ein Freibataillon, mit dem ermanche Waffenthat vollbrachte. Nach demFrieden kam er in Ost,Friesland in Garni-son, ward 1780 Generalmajor, bildete 1787als Generallieutenant in Magdeburg 2 Fü«selierbrigaden u. führte im Rheinkriege dieGarden ins Feld. Bei Pirmasenz erhielter den rothen Adlerorden, ward 1797 Ge-neral der Infanterie, 1798 Gouverneurvon Graudenz, dgs er 1807 mit großerTapferkeit vertheidigte. Nach dem tilsiterFrieden ward er Feldmarschall u. Gouvepineur von West-Preußen und st. 1811. Beigroßer Tapferkeit, war ihm doch nicht Rau-