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3 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 3 / Barri bis Bo
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Baßberg

falls noch bei Tanzmusik gebräuchlich ist;6) die tiefsten Töne eines Instruments,so: auf der Violine die Töne von A biszum eingestrichnen ä, beim Clavier die un-tere Hälfte der Töne u. s. w.; 7) (Paßt,Windmüller), eine lange Stange, dasKammrad in Windmühlen damit im Laufeaufzuhalten.

Kaßberg, s. Sebastiansberg.

Baß-clarinette, so v. w. Bassethorn.B--flöte (Musik), Flöte, noch eine Quintetiefer als die Baffetflöte (veraltet). B. -geige, so v. w. Contraviolon. B. - glas,s. Paßglas. B.-Horn, so v. w. Ser«pent. B. - i n st r u m e n t, so v. w.Baß 4). B. - l a d e , in den Orgelneine Windlade für die Baßstimmen. B. -noten, für die Baßstimmen bestimmte No.ten; vgl. Baßschlüssel. B.-pfeife, eineder tieferen Pfeifen in Orgeln. B. - pom -mcr, s. Pommer. B.-saitcn, die tie-feren Saiten an musikalischen Instrumenten.B. - schlöffel (Baßzeichen, Lschlüffel,Musik), der Schlüssel, durch den angezeigtwird, auf welche Linie des LiniensystcmsLas kleine k zu stehen kommen soll. Jetztsetzt mau ihn nur noch auf die zweite Li-nie von oben, sonst aber auch auf die ersteund dritte. B.-steg, s.Balken 11). B. -stimme, s. Baß 2) u. Z).

Baß-straße (Geogr.), scheibet Neu-Holland von Vandicmensland (Australien);hat viele Inseln, gefährlich zu befahren,zuerst untersucht 1798 von Baß, dann vonBaudin, Flinders.

Baß-violon (Musik), eine Art großerContraviolon mit 6 Saiten, wenig tw Ge-brauch.

Bass, s. Baß.

Bassa (Baffä, a. Geogr.) , arkadischerFlecken auf dem Berge Kotylio«; in derNähe ein Tempel des Apollon Epikurios,von den Phigaliern durch Jktinos erbaut,wegen Abwendung der Pest im 1. Jahredes peloponnesischen Krieges; nach demMk-ncrventempel zu Tegea der prächtigste aufdem Peloponnes; j. Paulitza, wo 1812 dieEngländer Cockerell und Foster die noch guterhaltenen Tcmpelgebäude fanden. (Beschrei-bung des Tempels siehe auch in DodwellsReisen, 2. Thl. S. 885).

Bassa (Handlgsw.), in Verona ein Maßfür flüssige Dinge, hält 228 par. Äubikzoll.

Bassa, s. Pascha-.

Basfä (a. Geogr.), s. Bassa.

Bassaus (Nicol.), berühmter Buch-drucker zu Frankfurt a. M.; lebte am Endedes 16. Jahrh.; gab des TabernämontanusWerke heraus und setzte dessen Kräuterbuch,damals ein sehr wichtiges und verdienstli-ches Werk, fort.

Bassar» (Bacaim, Bazaim, Baffeen,Geogr.), Stadt und ehemals wichtige (bis1750 portugiesische) Handelsstadt am Meere,

Bassano 4t

der Insel Salsette gegenüber, seit 1780unter brittischer Herrschaft.

Lassa Isea ( aiAentc» äi, ttal.),geringhaltiges Silber, schlechtes Geld.

Bafsält, s. Basalt.

Sassalrs (ital.), in Italien eine ArtMacaroni.

BassanNli (Musik), Blasinstrument,von G. Baffani am Ende des 16. Jahrh.zu Venedig erfunden; besteht aus einer höl-zernen, geraden, oben und unten offenenRöhre. Es ward durch ein 8förmiqes Röhr-chen, wie das Fagott, gespielt. Jetzt nichtmehr gebräuchlich.

Bassanello, s. Bassano 2).

Bassäncr Pclecan (Laffaner GanS,Rothgans, Gannat, Tölpel, pelscairasbassanus, ä^sporns bassan. > ear-i-c> dass., Zool.), Art aus der GattungScharbe (Pelecane), weiß, mit schwarzenvorder» Schwungfedern, gabelförmigemSchwanz, blauem Gesicht, blauer Kehlhautund solchem Schnabel; 1Z Elle lang; aufden schottischen Inseln, besonders Baß undKilde, in unglaublicher Meng«; fangen hierHeringe im Sommer, im Winter Sardel-len bei Portugal und an der nordafrikani-schen Küste, sind stark und gefräßig, können5 — 6 Heringe in ihrem Kehlsacke bergen.Die Lungen (man soll jährlich 22 Mlll.fangen) und Eier werden gegessen.

Bassansse, s. Negro.

Baffani., 1) (Bassiano, Alexan.der), aus Padua, von edlem Geschlecht;zeichnete sich zu Ende des 15. Jahrh. durchseine Rcchtskenntniß aus und st. zu Ra-venna 1495, nachdem er äs okstoio xras,roris herausgegeben hatte. 2) (JacobAnton), geb. 1686 zu Vtzenza; Jesuitund vorzüglicher Kanzelredncr; schrieb sehrgute latein. und ital. Gedichte, Bologna1752; st, 1747. 3) (Geronimo), be-rühmter venetianischcr Contrapunktist zuAnfang des 18. Jahrh.; schrieb die beidenOpern: Lorroläo und ^.mor xsi kor-a.

Baffania (a. Geogr.), Orr der Par-thiner im makedonischen Jllyrien, 1Z deut-sche Meile von Liffos; 170 v. Ehr. vomillyrischen Könige GentiuS ohne Erfolg be-lagert.

Bassäno (Geogr.), Stadt an der Brentain der Delegation Vicenza (lombard. venet.Königreich); hat eine schöne Brücke, 30Kirchen, mehrere Klöster, Seiden- undWollwebereien, Gerbereien, Pergamcntfa-briken, eine Druckerei mit 50 Pressen (Be.sitzer: Remondini), Freimesse und 12,VMEw.; Vaterstadt der Maler Da Ponte unddes Aldus Manutius. Hier erreichte Buo-naparte am 8. Sept. 1796 den Rachtrabdes Feldmarschalls Wurmser, der zum Ent-satz von Mantua gegen Verona vordrang,griff ihn an, schlug ihn und zwang so Wurm-ser, seinen Marsch zu beschleunigen. ES war