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Pyrenäen gehört und von Basken be-wohnt wird; sie bestand aus den 3 Gebie-ten: Labourd, Nieder-Ravarre u. Soule.
Basquevllle (Geogr.), Marktfleckentm Bezirk Dieppe des franz. Dep. Nieder-Seine, an der Vienne; die 2400 Ew. fer-tigen Serge und Leinwand.
BaSqulNeffr., Bank.), Vorrichtung,vermittelst welcher ein nach der ganzen Län-ge einer Thür oder eines Fensters ange-brachter Riegel auf- und zugedreht wird.
Basquina (span.), ein weiter schwarz-seidner Oderrock, den die spanischen Damennebst der Mantilla (s. d.) auf der Straßetragen, ihn aber in Häusern, selbst in frem-den , ablegen.
Basra (Bassora, Bosora, Geogr.),Paschalik und Stadt am schiffbaren Schal»al-Arab (der sonst durch wohl 8000 Kanäledurch und um die Stadt geleitet ward, undin welchen selbst Fregatten einlaufen kön-nen) in der osmanisch-asiatischen ProvinzIrak Arabi; jetzt weniger glänzend alssonst, doch mir 80,000 Ew., meist Ara-bern, und mit bedeutendem Handel mitPerlen von Bahrein, Kasse von Moccha,guten Shawls und mit Kacavanenweg nachPersien und Syrien. Nächst Bagdad spieltB. in den Mährchen der Araber die bedeu-tendste Rolle. (7/^,.)
ESsra-gummi, eine erst in neue-rer Zeit bekannt gewordene, dem arabische»Gummi ähnliche Substanz, im Wasser aberunauflößüch; kommt in Handel von Bas-ra; wird in Arabien aus Mesambryan»themumarten und ähnlichen dickblätterigenPflanzen, in Amerika aus Cactusartcn ge-wonnen.
Basrelief (fr., Uassorslievo, bas-«eraills, Bildhauers.), 1) in strengster Be-deutung Bkldhauerarbeit, die nur wenigüber eine glatte Fläche hervorragt, wäh-rend dies bei riliovu schon mehr
der Fall ist und bei alro relisvo (sisncroliat') eigentlich die ganze Halste der zubearbeitenden Figur hervortritt; 2) nachdem gemeinen Sprachgebrauch jedes Relief.Die B. waren in diesem Sinne schon denAlten bekannt und wurden von ihnen zurVerzierung von Giebelfeldern, Friesen,Triumphbogen, Altären, Schilden, Waf-fen , Vasen u. s. w. gebraucht. Sie warenentweder in Stein gehauen oder in Gypsund Thon gebrannt oder in Metall gegos-sen oder getrieben. Die Figuren lagensämmllich in einer Flache, wogegen man jetztdrei verschiedene Stufenfolgen, die sich durchihre Erhabenheit unterscheiden, anordnet,und so ein Hervortretcn der Hauptfigurenerlangt, das den Alten weniger gelang.Die B. der Alten sind nur selten von demhohen Kunstwerth wie ihre übrigen plasti-schen Darstellungen, und die Neueren Ha-bit! in dieser Beziehung mehr geleistet. Die
Baß
merkwürdigsten B. der Alten sind die aufden Triumphbogen, auf den sogenanntenBasrelief-säulcn ( Säulen, welche,wie z. B. die Lrajanssäule, völlig mitbildlichen Darstellungen, meist von Siegendessen, dem zu Ehren sie errichtet worden,umwunden sind), befindlichen; ferner dassilberne Schild des Scipio, jetzt zu Paris,u. .s. w. In neuerer Zeit werden die B>,wie bekannt, häufig zu Zierrathen an Ge-bäuden, Öfen, Gerätschaften, Gefäßenu. s. w. benutzt und außer den Stoffen derAlten, auch Porzellan, Steingut rc. dazuangcwendet. Da sich Verkürzung?» in Bisschlecht ausnehmen, so stellt man die Figu-ren bei ihnen-weist in Profil dar.
Baß (rhe Baß, Geogr.), kleine Felsen-insel im Firth of Forth (Schottland), rund,400 Fuß über dem Meere, unbewohnt,aber Aufenthalt unzähliger Seevögel, des.des polecaiius hassanns (bqssaner Roth-gans).
Baß, 1) (Bassins, Heinrich), geb.zu Bremen 4680; Professor der Medici»und opcrirender Wundarzt zu Halle seit4713; st. das. 1754; schrieb: gründlicherBericht von Bandagen rc., Leipzig 1720,1737, die erste dieser Art in Teulschland;erläuterter Ruck rc., Hake 1728; Od-servationso aiiatoinico - cliiruiAico - me-ckicL« ata., ebend. 1731. 2) (Georg),
Chirurg auf Port Jackson, Freund vondem berühmten Seefahrer Flinders; beglei-tete ihn auf mehreren Entdeckungsreisen.Der Gouverneur von Port Jackson vertrauteihm 1788 ein Schiff mit 6 Mann, um Ent-deckungen an der Küste zu machen. Erfandauf dieser Expedition die Baßstraße.
Baß (Vas5c>, v. itcl-, tief, Musik),1) (Baßton, Baßnotc), der tiefste Ton je.des Accords; 2) die tiefste Stimme einesmehrstimmigen Musikstücks. Beide sind nicht,wie es oft geschieht, mit Grundnote undGrunbstimmc (s. d) zu verwechseln; 3) dietiefste der 4 Singstirnmen, nur erwachsenenMannspersonen eigen; ihr Umfang wirdvom 'großen 4' bis zum erngestrichnen fl oders angenommen. Man bedient sich des Bas-ses , um entweder, wie in Arien, die Haupt-melodie vorzutragen, oder bei mehrstimmi-ge» Stücken, wie z. B. in Chören, dieFolge der Goundtöne zu geben, auf denendie Harmonie des Stücks beruht. Baß-stimmen, die Reinheit, Liefe und Umfangmit Volltönigkcit verbinden, sind selten;
4) im gemeinen Leben ein Saiteninstrument,das die liefen Töne eines Musikstücks aus-zuführcn bestimmt ist, so: das Contravio»lon (s. d.), auch wohl das Violoncello;
5) (te u r scher B.), eine Baßgeige, diein der Größe das Mittel zwischen Contra-violon und Violoncello hielt, ü — 6 Sai-ten hatte, und, da sie nicht gut Geschwin-digkeit der Ausführung zuläßt, nur allen-falls