Bartmoos
Art aus der Gattung Meise (Ordnung derSingvögel); braungclb mit Zeichnung wieschwarzer Bart, Schwanz so lang wie derLeib; lebt in Asien, seltner in Teutschlandvon Jnsecten und Samen; baut ein beutel-förmiges Nest. B--moos, s. Phascum.B.-mücke (veraropo^yii , Gat-
tung aus der Familie Mücke (Ordn. dergeflügelten Jnsecten), kenntlich an denlangen vorgcstrcckt-n IZgliedrigcn Fühlern,deren 5 letzte Glieder verlängert sind,4gliedrigcn Tastern, gleichen Füßen. Man-che haben einfache wehrlose Schenkel, z. B.communis, schwarz; puiicaris, schwarzmit aschgrauem Nückenschüd, braunpunktir-ten Flügeln; alle diese stechen empfindlich;andere haben stachelige Vorderschenkel, z.B. sxinixes, schwarz mit rothgelben Bei-nen; andere stachelige Hinterschenkel, z. B.ksmorarus, schwarz mit gelben Beinen u. a.,stehen bei Linnc und Gmclin unter cuisxund kipula, bei Fabr. unter cleironomus.
Bart-münzen (Numksm.), I) Mün-zen , auf denen Köpfe mit einem Barte ab-gedildet sind, z. B. röm. von Trojan undJustinian, auch manche spanische, franz.,sächsische u. a.2) solche, wo durch einenFehler beim Prägen an dem Kinne desKopf-bildes etnias Bartähnliches entstanden ist.
Bart-muscheln (bz-ssiksi a, Zool),Familie der Muscheln (Klaffe der Weich-thicre) Mit unregelmäßigen Schalen, derenSchloß nur Vertiefungen statt der Zähnehat; mit einem Büschel seidenartiger Haare(Bart, d^ssus), dienlich zum Anhängenan allerhand Körper. Meerlhiere; hierherdie Gattungen vulsella, mulieus perua.
Bart-nelke (stiantlcus drrhatccs / .,Gärtn.), beliebte ausdauernde Gartenblu-me, die aber auch hin und wieder in Lcutsch-land wild wächst; die Blumen sitzen zu ZObis 100 in Dolden zusammen und sinddurch Faserchen (Bärtchen) geschieden. Manhat sie roth, weiß und von anderer Farbe.Ihre Blüthe dauert lange. B. - nüsse, s.Lampertsnüsse.
Bartöldi (Georg Wilhelm), geb. zuColberg 1765; st. 1815 als Direktor desSeminariums das.; arbeitete mit Zöllneran mehrern Zeitschriften, übersetzte des Bacovon Berulam neues Organon , Berlin 1793,8.; schrieb: Frankreichs 3 Constitutionen,nebst einer Beleuchtung ihrer ersten Grund-sätze u. s. w., ebend. 17S4, und Anleitungzur mathematischen, physischen u. Staars-geographie.
Bart ölet (Flameel), Maler, geb. zuLüttich 1612; ward Professor der Maler-akademie zu Paris und st. in seiner Vater-stadt 1675 als Kanonikus der Collegial-kirche des heil. Paulus.
Bärtoli, 1) (Bartholk, CosmuS),von 1568—71 Resident zu Benedsg undnachher bis zu seinem Kode Propst an der
Encyclopad, Wörterbuch. Dritter Band.
Bartolommei 17
Hauptkirche Johannes des Täufers zu Flo-renz; schrieb-: eine Erdmeßkunde, Venedig1564U. 89, 4.; Vista sti IHsteri^a Bar-barossa irnper. roin-, Florenz 1586, 8.;Discorsi isrorici universal:, Venedig1559 , 4.; übersetzte mehrere Schriften insItalienische und gab des Marselfus FicinusWerk über die Liebe, Florenz 1544, 8.,heraus. 2) (Minerva), italienische Dich-terin, aus Urbino gebürtig, die zu Endedes 16. Jahrh. lebte. 3) (Daniel), Je-suit. geb. zu Ferrara 1603, st. zu Rom1685; schrieb eine Geschichte seines Ordens,Rom 1653 — 73, 6 Bde. Fol.; seine übri-gen Schriften, physikal. und andern In-halts, sind als Opera varia, Venedig 1716,3 Bde. 4., h-rausgcgeben. .4) (Domi-ni co), geb. 1629 in dem Gebiete von Lucca;st. das. 1693; schrieb: Oanrionera, Lucca1695, 2 Bde. 12.; Himo Aiocoss, ebend.1703, 12. 5) (Pietro Santo), gen.
Perugino, geb. zu Perugia 1635; warMaler und Kupferstecher und lieferte eineMenge radirtc Blätter der bcrühmtcstenMaler und antiker Denkmäler; in der letz-ter» Zeit Antiquarkus Christinens von Schwe-den; st. zu Rom 1705 und hinterließ einegroße Anzahl Kupferwerke. 6) (Seba-stian), geb. zu Montella (Neapel), be-rühmter Arzt, aber der Alchemie ergeben;st. 1676; schrieb: LxLinen artis nisstioasäoAmarum ooromunirer reoeptoruiu iuäooeru exercitariones parastoxas stistiuo-tunr, Venedig 1666 u. a. m. Nach seinemLode erschien: VbsrinoloAia ^ra^onias s.Iristoria nar. tlieriuaruin in occisteutaliOampnuia, Prag 1679. 7) (G i u s cp p e),Antiquar des Königs von Sardinien undProf, der schönen Künste zu Turin, geb.zu Padua 1717; st. um 1790; schrieb ar-chäologische Abhandlungen. 8) s. Bartolus,
Bartolina (Kart. als Pflan-zengartung aufgestellt, als Tridox aner-kannter.
Bartolocci (Julius), Cistercienser-mönch, geb. zu Celano 1613; ward'1651Prof, der hebräischen und rabbin. Spracheim OollsAio Iisopliz-corun: et trausma-rinorum zu Rom und st. als Abt v. St.Bernhardi 1687; schrieb: Lidliotlieoarna^na labbinioa sts soriptoribus etscripris rabbinicis, 3 Bde. Fos.
Bartolomeo, s. Bartholomäo undBartholomäus.
Bartolomöo (St., Geogr.), 1)Dorfin der Dcleg. Brescia (lomb. venet. König-reich), mit guten Seitcngcwehrfabriken undGerbereien. 2) Dorf in der Beleg. Ber-gamo (ebend.), mit Fabriken kn Eisen. 3)Ortschatt in der Mexico - Prob. Chihahuila,von 500 Familien bewohnt.
Bartolommkk, 1) (Girolamo), geb.1584 zu Florenz, gcst. 1652; Verf. einesHeldengedichts: j'Xmerica, Rom 1650, Fol.,B einer