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2 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 2 / Ap bis Barret
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daß damit höhere Weisheit, z. B. Lehrenvon der Richtigkeit der sinnlichen Welt idieSprüche Silen's), und von Unsterblichkeit(Seelenwanderung) verbunden waren. Um1360 blühte eine orphische Schule, welchemit den alten Lichrtheorien Ober-Asiensdie durch Mysterien, Philosophen, Dich-ter reformirte Dionysoslehre in Ein gro-ßes System von Theologie verband. —Die Darstellung des Bacchus in Bild-werken ist mehr jungfräulich als männlich;der Kopf trägt die Stirnbinde (Kredem-non) und einen Wcinlaub - oder Epheu-kranz; gewöhnlich wird er nackt, doch auchverhüllt dargestellt. Der bärtige oder in-dische (nach Winckelmann) B. ist würdevol-ler, mit weitem Gewand, Diadem, wal-lendem Bart; als Krieger mit Pardelfellund mit Lhyrius als Waffe. Auch tragenBacchusbilder Hörner, und ähneln dannFaunen. — Die wichtigsten unter den erhal-tenen Kunstwerken sind: im Batican einB., der sich an einen Faun lehnt; daselbstB. mit seinem Gefolge, Basrelief; einliegender B. in der Bella Borghese; das.eine schöne Statue des Gottes; B. undein Faun in der Villa Albain; B, undAriadne triumphircnd, in der Villa Negro-ni; B. den auf einem Essl reitendenHephästos, in den Olymp zurückführend, aufMehrern Basen rc. Attribure: Stirnbinde,Epheu- oder Weinranke, Thyrsus, Trink-gefäße, Löwen, Tiger Panther, Esel, Korbund Wanne (das Sichten des Getreidesandeutcnd), Leier, Tibien, Syrinx, Pau-ken, Klapperblcche, Schellen, CastagnettenFackeln, tragische und komische Mas-ken. (R. ^.)

Bllcchus, figürlich 1) der Wein; 2)ein Trunkliebhaber; 3) eine kleine, dickePerson.

Bacchus (Aool.), 1) ein beim Pli-nius angeführter Fisch, vielleicht der Meer-esel ( Aackns merluccius) ; 2) s. Neben-stichcr.

Bacchus (St.), Feldherr Kaiser Ju-lians gegen die Franken, litt als Christden Märtyrertod.

Bacchus-feste, s. Bacchanalien.

Bacchus-pflanze, s. Bacckaris.

Bacchylides, Lyriker, s. Bakchylides.

Bäcci i Baccius, Andreas), Arzt undNaturhistoriker, angeblich aus Sant'-El-pidio, wirklich aber aus Mailand gebürtig;blühte zu Ende des 16. Jahrh., lehrte me-dicinische Wissenschaften und war LeibarztSirtus V. Unter seinen vielen Schriftenzeichnet sich vorzüglich aus: äe tkerini«lihii VII. Vened. IS7I, 1588, Fol., Pa-dua 1711, Fol.; äe naturali viuoruinleistoiia, libri VH. Rom 1599, Fol.;Io änckici kietre pisriose, welches WolfGabclchorerus lat. herausgab: äo geinmiso> flipickrbus preriosis ooruiuHuo viii-

Bacellar

ek »sn rraekatus, Franks. 1643 , 8.Er st. 1600.

Bacciarklli, 1) s. v. w. Baccarell.2) (Friederike), geb. Richter, 1750 ver-heirathet, vorzüglich geschätzte Miniatur-malerin.

Laoolksrse (Bot.), Beeren tragen-der Pflanzen, als natürliche Familie (n.Morison.)

Raocisorinis (bot. Nomencl.), bee-renähnlich in der Bildung.

Bäccio da Monte-Lupo, 1) Bau-meister und Bildhauer, geb. um 1445;wohnte lange Zeit zu Florenz und ließ sichdann zu Lucca nieder, wo er um 1533 st.2) (Raphael), dessen Sohn, ebenfallsvorzüglicher Bildhauer.

Bäccio del BiSnco, italienischerMaler und Kriegsbaumeister, verfertigteim Dienste des Königs Philipp IV. vonSpanien mehrere künstliche Maschinen;st. zu Madrid 1660 im 60. Lebensjahre.

Bäccio della Porta, Maler, (be-kannter unter dem Namen Fra Bartolo-meo di San Marco oder du Frate), geb.zu Savignano bei Prato in Toscana 1469,Schüler von Cosmo Rosselli und Leonardoda Vinci und ein vertrauter Freund von Ge-ronimo Savonarolc. Er nahm unter demNamen Fra Bartolomeo zu Prato 1500das Ordensgewand der Dominicaner an,lebte aber dennoch fortdauernd der Kunst,und ward, obgleich älter, noch in später»Jahren Raphael's Schüler; st. 1517.Bäccio, s. Baldini.

Bacciöchi (Felir Pascal), Erfürst v.Lucca und Piombino, Gemahl von MariaAnna Elisa Buonaparte, Schwester Na-poleons, geb. 1762 in Corsica, in einerarmen adligen Familie, ward in einemsranz. Cadcttenhause erzogen, und wohnteden Feldzügen Buonaparte's in Italien bei.Nachdem er des Obergenerals Schwestergeheirathet, ward er ohne eigne Verdienstenach und nach Oberster eines Infanteriere-giments, dann Präsident des Wahlcolle-giums der Ardennen, 1804 Senator und1805 Fürst von Lucca und Piombino, dochfreilich nur dem Namen nach; denn diegrößer» Vorzüge seiner Gemahlin wiesenihm eine untergeordnete Rolle an. NachNapoleon's Sturz ging er mit seiner Ge-mahlin 1815 nach Ostreich» von wo er sichmit derselben nach Triest begab. EliseBacciöchi starb den 7. Aug. 1820 auf ih-rem Landgute Villa Vicentina bei Triest;ihr Gemahl aber behauptete gegen ihrenWunsch das Recht, Vormund seiner Kin-der, eines Sohns und einer Tochter, zubleiben. (ck./-)

Bäccius, s. Bacci.

Bäcellgr (Antonio Barbosa), geb.1610 zu Lissabon, st. daselbst 1663; zeich-nete sich als Dichter, Geschichtschreiber u.

Rechts-